„Was wir hier gemacht haben, das fällt unter GaLa-Bau, unter Garten- und Landschaftsbau“, beschreibt Klaus-Jürgen Sturm. Drei Wochen lang ist er im August mit seinem Kollegen Fabian Blank auf der Baustelle in Niederroßbach fleißig gewesen. An diesem Nachmittag stehen die beiden Mitarbeiter der Pfau-Tiefbauabteilung kurz vor dem Abschluss der Arbeiten rund um ein privates Neubauhaus. Es ist das Heim der Familie von Claudia und Johannes. Sie hatte sich einen „Familiengarten“ gewünscht, „mit viel Platz für die Kinder, auch die aus der Nachbarschaft“. Und was gibt es hier nun für Möglichkeiten! Selbst ein Schlittenhügel gehört dazu.
An diesem modelliert Klaus-Jürgen Sturm gerade letzte Details mit seinem Bagger, zentimetergenau und feinfühlig, gerade so als wäre die 17 Tonnen schwere Baumaschine eine Konditoren-Palette zum Glattstreichen von Torten.
„Wir haben hier praktisch ‚auf der grünen Wiese‘ angefangen“, lächelt der erfahrene Pfau-Mitarbeiter. Auf dem sehr großen Grundstück, das das Haus umgibt, „lag ein riesiger Haufen Erde, der unbenutzt war“, wie Sturm es ausdrückt. „Das war der Aushub vom Bau des Wohnhauses, viel, viel Mutterboden – den haben wir gesiebt“ (Anm. d. Red.: siehe auch „Das ist schon super Zeug!”).
Lange überlegten die Bauherren: Was macht man mit der großen Menge Erde? Wegfahren? Wird im Verhältnis zu teuer. Liegenlassen? Kostet zu viel Platz und sieht nicht schön aus, wenn man abends den Feierabend genießt und von der Terrasse aus in den Garten blickt.
Die Kinder der Familie hatten zuvor auf dem leicht abfallenden Gelände eine kleine „Schlittenbahn“ – ein paar Meter lang bloß, aber wenn es im Westerwald einmal wieder richtig Winter geben sollte, kann man einige vergnügte Stunden dort zubringen. „Da habe ich gesagt: ‚Dann lasst uns doch eine große Schlittenbahn daraus machen!“, lacht Sturm, „und im Sommer geht es dort mit dem Fahrrad drüber. Im Vorderfeld modellieren wir die Schlittenbahn. Hier hinten wird das Gelände relativ flach, da bekommt der Bauer, dessen Wiese angrenzt, jetzt etwas mehr Fläche und kann hier noch ein bisschen Heu machen“, deutet der Pfau-Fachmann auf das Grundstücksende.
Der ursprüngliche Hausbau begann 2018, Ende des Folgejahres zog die Familie ein. Danach wurden Pflasterarbeiten direkt am Haus noch erledigt, es entstanden schöne Terrassenflächen und benötigte Wege. „Aber nach der Bauphase brauchten wir dann erst einmal etwas Zeit zum Durchatmen, bevor es an die Außenanlagen geht“, blickt Claudia zurück. „‚Corona‘ kam zwischendurch auch noch. Wir haben unterdessen kreative Ideen gesammelt und überlegt, was wir überhaupt wollen.“
In diesem Sommer sollte es weitergehen auf dem Grundstück. Der Daadener Baumschul- und Gartengestaltungs- betrieb Hebel wird dort in den nächsten Wochen Pflanzungen vornehmen. Viele Gräser, verschiedene Büsche – „eine lockere Bepflanzung, die abwechslungsreich ist“, sei vorgesehen, erläuert die Gartenbesitzerin. „Wir haben mit Hebel gesprochen, dort hat man uns für die Erdarbeiten Pfau empfohlen“, schildert Claudia weiter, „in dieser Dimension braucht man jemanden für die Vorbereitungen, der das Personal und die Maschinen hat.“
Kurz darauf sei Uli Pfau, der die Tiefbauabteilung des Kirburger Unternehmens leitet, nach Niederroßbach gekommen, um sich die Vorstellungen der Bauherren anzuhören. „Er hat sich einen Abend Zeit genommen, und wir haben alles durchgesprochen“, erzählt die Hausherrin. So wurden Ideen „einmal rund ums Haus“ gemeinsam entwickelt.
Eine davon ist ein runder Pool mit vier Metern Durchmesser, 14.000 Liter Wasser passen rein. Zunächst wurde von Pfau ein Loch für den Pool ausgehoben, denn das Becken sitzt 30 Zentimeter tiefer im Boden, damit der Einstieg nicht so hoch ist. Nach dem Ausschachten setzte Pfau den Pool an den gewünschten Platz, umrahmt von Einfassungen, verschiedenen Schotter- und Splittsorten – ein großartiger, super in die Region passender Kontrast zu den später ringsrum wachsenden Pflanzen und ein gelungener Materialmix.
Nebenan gibt es eine praktische Außendusche. Rahmen aus Cortenstahl werden dort zu Trennwand und Sichtschutz. In die vom Gartenboden aufragenden Rechtecke sollen Holzscheite aufgeschichtet werden, so bekommt die Dusche Seitenwände. „Keine Palmen, sondern eine Gestaltung, die in den Westerwald passt“, findet Claudia.
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