Mehr mit dem Kopf arbeiten

Er lebt inzwischen in Treis-Karden an der Mosel. Dass der gebürtige Rheinländer dort heute sein Zuhause hat, hat auch mit einer jähen Zwangsunterbrechung seiner Arbeit im Traumberuf als Lkw-Fahrer zu tun. Allerdings steuert Stephan Reich keine „normalen“ Lastwagen, sondern ist in der Pfau-Logistiksparte mit dem „Tiefbett“ unterwegs. Mit diesem speziellen Auflieger werden häufig Schwertransporte durchgeführt, die vielfach erheblich üppigere Abmessungen aufweisen, als es (ohne besondere Genehmigung) im Güterkraftverkehr sonst zulässig ist (siehe „Mal lang, mal hoch, mal breit“). Größere Fahrzeuge haben Stephan Reich seit Kindertagen fasziniert. Vielleicht lag es daran, dass der Stiefvater Busfahrer bei den Bonner Stadtwerken war? Jedenfalls erzählt der super sympathische Pfau-Mitarbeiter noch immer begeistert von jener Zeit: „Da bin ich halt morgens gleich früh mit aufgestanden, und wenn ich frei hatte, bin ich immer mitgefahren.“ Seinerzeit wohnte der junge Stephan in Hangelar. Die dortige Kiesgrube zog ihn ebenfalls an: „Da habe ich immer zugeguckt, wie die Laster beladen werden.“ Dennoch beginnt er später eine Kochlehre. „Als während jener Phase die erste echte Freundin Schluss machte, habe ich alles hingeschmissen! Danach wollte ich eigentlich schon auf den Lkw, aber meine Eltern meinten, das sei doch kein Beruf“, schildert er. Also startet der Sohn abermals eine handwerkliche Ausbildung, schließt erfolgreich die Lehre zum Elektriker ab. Mit 21 jedoch war es endgültig soweit, nach entsprechender Schulung hatte Stephan Reich den vollwertigen Lkw-Führerschein. Zuvor war er schon kleine Lastwagen gefahren und verteilte mit einem 7,5-Tonner Brot im Kölner Raum. Doch das Unternehmen wollte größere Laster anschaffen, Reich besuchte daraufhin abermals die Fahrschule. „Und der Fahrlehrer kannte den Chef der ersten Firma, bei der ich bald darauf mit dem Schwertransport unterwegs war. So bin ich dorthin gekommen“, sagt er. Als er bei jenem Kölner Unternehmen gefahren ist, hatte er den Lkw-Führerschein noch recht frisch, „aber ich habe da direkt mit dem Schwertransport angefangen“, berichtet der jetzige Pfau-Mitarbeiter. Obschon er für seine Ruhepausen sonst bevorzugt Autohöfe abseits der Autobahnen ansteuert: An diesem frühen Morgen ist Stephan Reich vom Autobahnrastplatz „Soester Börde“ direkt an der A 44 gestartet, wo er auch übernachtet hat. Denn bei diesem Transport gestattete die Genehmigung für die Ausnahmefuhre keinen Abstecher von der Autobahn. Nächtlicher Blick in den rechten Außenspiegel: Der Fahrer muss schon ein sehr gutes Gefühl haben, was hinter seiner Zugmaschine noch alles kommt… Fotos: Schmalenbach Bei seiner nächsten Firma habe er mit „Flügel fahren“ begonnen, also Teile für Windräder transportiert. „Da war ich allerdings nur noch unterwegs, wochenweise! Du stehst mit den Flügeln außerdem immer an ‚toten Parkplätzen‘. Dann haut dein Begleiter ab, du kannst nicht weg und stehst irgendwo in Frankreich alleine im Wald. Da ist nirgendwo eine Toilette und du hängst das ganze Wochenende rum!“ Nach diesen Erfahrungen wollte Stephan Reich darum beim Wechsel zu Pfau eigentlich kein Tiefbett mehr bewegen, da das ja wieder eine Tätigkeit im Schwertransportbereich – und Übernachtungen im Fahrzeug – bedeuten würde. Doch ein „DAF“-Lkw, mit dem Reich daraufhin zunächst beim Westerwälder Unternehmen regional startete, ging kaputt. „Wegen des Motorschadens bin ich auf dieses Auto gegangen“, so Reich, während er mit seinem „Volvo 540“ einen überlangen Auflieger zieht, „und jetzt möchte ich nichts anderes mehr machen. Aber die holen mich auch immer nach Hause!“, hebt er hervor und meint damit, dass er wie andere Arbeitnehmer auch am Freitagmittag ins Wochenende geht. Denn am Wochenende „draußen sein“, so wie früher einmal, das wolle er nicht mehr: „Ich möchte freitags nach Hause – damit ich noch etwas einkaufen gehen kann, die Wäsche der Woche in die Maschine schmeißen kann. Sonst drängt sich alles am Samstag. Und sonntags musst du schon wieder packen für die neue Woche.“ Inzwischen ist der gebürtige Bonner das fünfte Jahr bei Pfau. „Immer gepflegte Autos, die beiden Chefs immer super nett“, urteilt er über seinen Arbeitgeber. Und gerade seinen „Volvo 540“ mag er sehr, wie er betont: „Mega Auto“, unterstreicht Reich. „Der hat zwei angetriebene Achsen, ich kann sie einzeln belasten. Das ist im Wald wichtig.“ 540 PS leistet das Fahrzeug serienmäßig, doch Reich fährt ein optimiertes Zugfahrzeug mit deutlich mehr Leistung und vor allem einem erheblich vergrößerten Drehmoment. Beides mache das Handling beim Schwertransport wesentlich angenehmer. Die Bordelektronik zeigt dem Fahrer minutengenau die gemäß der gesetzlichen Vorgaben verbleibende Tageslenkzeit an. Ebenso werden jene Tage aufgeführt, an denen er in der aktuellen Woche zehn Stunden insgesamt unterwegs war. Das ist nur zweimal wöchentlich zulässig, „die restlichen Tage dürfen nur maximal neun Stunden lang sein“, erklärt der Fachmann. Gleichermaßen gibt die Technik Auskunft über das Gesamtgewicht des Fahrzeugs, erlaubt per Kameras den Blick nach hinten oder an die Seite. „Das finde ich gut. Die Kamera geht auch an, wenn ich den Blinker setze – ich sehe noch besser, wenn jemand neben mir ist. Ein Fahrrad zum Beispiel. Es ist ebenso praktisch, wenn man im Wald unterwegs ist und Wurzeln leichter erkennt.“ Und nicht nur die technische Ausstattung seines Arbeitsgeräts findet Stephan Reich toll, wie er herausstellt: Da er die Woche über „draußen“ ist, also unterwegs und in seinem Lkw auch übernachtet, steuert er normalerweise abseitige Autohöfe anstelle von Rastplätzen direkt an den Autobahnen an. „Da ist es sauberer. Und da sind auch Parkplatzwächter, die Fahrzeuge sind in der Nacht bewacht. Solche Plätze für die Nacht kosten zwar Geld, aber das bezahlt Pfau“, lobt der Fahrer. Das gebe es bei vielen Fahrerkollegen in anderen Unternehmen, zumal aus Osteuropa, keineswegs. Nach Feierabend geht Stephan Reich duschen, macht sich sein Essen in der Fahrerkabine, guckt etwas Fernsehen (selbstverständlich hat sein „Volvo“ einen Flachbildfernseher eingebaut), telefoniert noch mit Freundin Cindy, die in Stuttgart lebt und arbeitet. „Eine Nacht ohne Duschen geht, wenn man zum Beispiel mal eine Nacht im Wald übernachtet oder ich Holz fahre“, schmunzelt der 57-Jährige. Aber 15 Liter eigenen Wasservorrat habe er ohnehin dabei. „Wenn ich duschen war, bin ich ein neuer Mensch.“ Es gehe nicht allein um Hygiene, sondern auch um mentale Erfrischung. „Und ich muss mich jeden Tag rasieren, die Haare müssen vernünftig sein, die Klamotten müssen vernünftig sein. Du kommst hier auf viereinhalb Quadratmetern klar. Kommst du nach Hause, weißt du erst einmal, wie gut…

Mal lang, mal hoch, mal breit

Bis heute hat die Firma Kleusberg ihren Hauptsitz in Wissen. Durch die 8.700-Einwohner-Stadt im nördlichen Westerwald fließt die Sieg in Richtung ihrer Mündung in den Rhein. Folgt man dem über 150 Kilometer langen Fluss von Wissen gen Westen, kommt man irgendwann auch nach Eitorf. Dorthin ist Stephan Reich gerade unterwegs, allerdings flussaufwärts und auf der Landesstraße 333. Die windet sich in dem Abschnitt, den Reich just befährt, durch zum Teil enge Kurven zwischen Siegauen auf der linken und den felsigen Siegtalhängen auf der rechten Seite hindurch. Ein Schild warnt vor dem verschlungenen Straßenverlauf. Kommen andere Fahrzeuge entgegen, wird es mitunter knifflig: Denn Stephan Reich ist „zu lang, zu hoch, zu breit“, lacht er – wie meist, wenn er im pfauroten „Volvo“ seiner Arbeit nachgeht, den er hinsichtlich der Ausdehnungen meint – und nicht etwa sich selbst. Drei Stunden früher: Stephan Reich hat sein Tagwerk mitten in der Nacht um drei Uhr auf dem Rastplatz „Soester Börde Nord“ begonnen. Dort, neben der A 44, hat er elf Stunden Pause gemacht, ist gut eine Stunde vor dem Start in den Arbeitstag aufgestanden, hat sich die Zähne geputzt, rasiert, Kaffee gekocht – ganz wie zu Hause. Nur halt in der Fahrerkabine seines „Volvo 540“. Der Begleiter fährt vor dem Schwertransport. An dem hängt ein Tiefbett-Sattelauflieger des Fahrzeugbauers Doll. Denn Pfau bietet in seiner Logistiksparte auch den Transport von Dingen an, die auf keinen „normalen“ Lkw passen. Reich hat schon Linienbusse, Kranteile für den Bau von Windrädern, eine mobile Brecheranlage, Stahlkonstruktionen, Agrargeräte, elektrische Betonmischer oder gebrauchte Kehrmaschinen damit durchs Land gefahren. Auch mit Forstmaschinen wie „Harvestern“ ist er oft unterwegs, die Pfau beispielsweise vom Verkäufer oder Vermieter zum Kunden schafft oder zwischen verschiedenen Standorten des deutschen Generalimporteurs der anerkannten „PONSSE“-Forst- maschinen aus Finnland fährt. Die transportiere er besonders gerne, schmunzelt Stephan Reich: „Ich darf die selbst auf den Auflieger fahren – das ist halt Männerspielzeug!“ Gleichwohl sei es eine echte Herausforderung, wenn er beispielsweise Harvester direkt aus dem Wald hole.         Der besondere Auflieger dazu sei „teleskopierbar“, erläutert der Fachmann. Was es damit auf sich hat, wird noch deutlich werden, wenn der Pfau-Mitarbeiter seine aktuelle Fracht gut sechs Stunden später abgeladen haben wird.Diese Fracht hat wiederum mit Kleusberg aus Wissen zu tun. Die Westerwälder Firma hat sich nach eigener Darstellung auf die Planung, Fertigung und Montage von Modulbauten sowie die Vermietung und den Verkauf von Containersystemen und Halleneinbauten spezialisiert. Und so ein von Kleusberg hergestelltes Raummodul, es ist für die Errichtung einer neuen Kindertagesstätte vorgesehen, hat Stephan Reich an diesem Morgen fest verschraubt im Tiefbett stehen und tags zuvor – vor seiner nächtlichen Pause bei Soest – im Saalekreis bei Halle abgeholt. Inzwischen hat er die etwa 170 Kilometer aus der Soester Börde bis nach Eitorf geschafft. Es lief super heute, keine Unterbrechungen, kein Stau, freie Autobahnen. Reich musste vor sechs Uhr, ehe die verkehrsreichere Tageszeit und der Berufsverkehr anbrechen, auf einem Parkplatz unweit des Ortseingangs von Eitorf sein, so stand es in der Genehmigung für diesen erlaubnispflichtigen Schwertransport. Dort soll er auf dem eigens für nächtliche Schwertransporte abgesperrten Gelände – drei Kollegen mit ihren Lkw sind bereits vor Ort und haben die Nacht in ihren Fahrerkabinen verbracht – warten, bis ein „Begleiter“ ihn abholt. So ein Begleitfahrzeug sehen die Straßenverkehrsbehörden immer dann vor, wenn ein Schwer- oder Großraumtransport die zulässigen Maße oder Gewichte überschreitet.„Wir haben drei Meter Breite, wir haben 24 Meter Gesamtlänge, das Modul selbst ist 11,59 Meter lang, die Höhe habe ich jetzt auf 4,12 Meter“, erklärt der Fahrer. Also in allen drei Richtungen größere Ausdehnungen, als ein Lkw ohne Ausnahmegenehmigung aufweisen darf. Warntafeln am Heck des Tiefbettaufliegers markieren das Ende des Moduls, „und dann kommen halt noch 2,80 Meter, das Fahrwerk“, ergänzt der Pfau-Mitarbeiter. Bauleiterin Lara Neumeister und ihr Kollege Timo Stock haben den Pfau-Schwertransport schon erwartet. Fotos (13): Schmalenbach Kurz vor dem Ziel wird es noch einmal eng. Fast drei Stunden Geduld muss er haben, bis er auf der Eitorfer Baustelle an der Reihe ist und Ralf Beil mit seinem rot-weißen Begleitfahrzeug zum Parkplatz kommt. Die beiden besprechen sich kurz. Reich fragt, welchen Kanal für den Funk Beil nutzen werde. Es sei 5 FM, antwortet der aus Großlohra stammende Fahrer des „Begleiters“.Per Funk halten die zwei Kontakt auf dem letzten Streckenabschnitt bis auf die Kleusberg-Baustelle. Der vorausfahrende Ralf Beil gibt Stephan Reich auf diese Weise Informationen zum Streckenverlauf oder wenn er vorzieht, um im Kreuzungsbereich den Gegenverkehr anzuhalten, damit Reich sein großes Gefährt gut „um die Ecken bringen“ kann. Auf den letzten paar hundert Metern seiner Strecke wird es noch einmal deutlich enger, es geht durch ein Wohngebiet, an welches angrenzend die in der kommunalen Planung „West III“ genannte Kita gebaut wird. Überall sind Halteverbotsschilder aufgestellt worden: Würde hier jetzt noch ein Pkw geparkt, gäbe es kein Durchkommen mit dem Modul auf dem Pfau-Tiefbett. Ralf Beil lenkt die beiden Hinterachsen, während Stephan Reich rückwärts auf die Baustelle fährt. Das jedoch ist wichtig: Auf der Baustelle wartet unter anderem schon Kleusberg-Bauleiterin Lara Neumeister auf den Schwertransport. Acht Module, wie der Pfau-Schwertransport gerade eines heranschafft, könnten pro Tag maximal „gestellt“ werden, schildert sie. 32 davon seien insgesamt nötig für den Neubau des Kindergartens, der in Eitorf entsteht. Die Bauleiterin sagt, dass so ein Projekt eine enorme Teamleistung sei: „Jeder Handwerker ist wichtig, jeder einzelne.“ Und sie sagt auch, dass die Module, wie Stephan Reich gerade eines abliefert, in der vorgesehenen Reihenfolge und im richtigen zeitlichen Ablauf kommen müssen: „Wir können nicht einfach eines auf die Wiese stellen, wenn eines, das zuvor eingebaut werden muss, nicht da ist!“, betont Neumeister. Das sei im ersten Obergeschoss, für das das von Pfau gefahrene Modul benötigt wird, schon aufgrund statischer Erwägungen unmöglich, da die Module stets auf Trägern des darunter befindlichen positioniert werden müssten. Ein perfektes Timing ist für den Baufortschritt essentiell. Auch mächtige Forstmaschinen wie diesen „PONSSE Scorpion Giant“ transportiert Pfau mit dem Tiefbett. Der PONSSE-Generalimporteur Wahlers Forsttechnik lobt in einem Social-Media-Post zu diesem Panorama in der Obersteiermark: „Ein großes Dankeschön an die Pfau GmbH für den reibungslosen und professionellen…

Aus der Baugrube in den Wald

Markus Köhler ist offenbar jemand, der sich gerne neuen Aufgaben stellt. Einst absolvierte er erfolgreich sowohl die Lehre zum Konditor als auch die zum Koch. Gerade jedoch ist er an einem frühlingshaften Tag unter blauem Himmel beruflich in einem Eichenwald unterwegs und steuert so spielerisch wie präzise einen Kettenbagger durch den Forst, um Rückegassen anzulegen (siehe „Gassen für den Hauberg, Brennholz für daheim“). Das Logo des Kirburger Unternehmens Pfau ist auf dessen Verstellausleger zu sehen. Markus Köhler arbeitete jahrelang am Herd, im Schwäbischen wie dem Siegerland. Doch arbeitgeberseitige Versprechungen wurden nicht eingehalten, verärgert hing er die Schürze irgendwann an den Nagel. Gleichwohl hat er bereits seit Kindheitstagen ebenso Interesse an schweren Baumaschinen, trotz seiner augenscheinlich vorhandenen, eher filigranen Fähigkeiten beim Verzieren von Torten und Ausgarnieren von Tellergerichten. Als dann ein Tiefbauunternehmer in einer Daadener Kneipe vorschlug, Köhler solle doch bei ihm als Baggerfahrer beginnen, wechselte er die Branche. 28 Jahre lang hielt der in Friedewald Lebende der Tiefbaufirma die Treue. Allerdings standen dort eines Tages Veränderungen an. Der Chef wollte altersbedingt verkleinern. Dass der routinierte Baggerfahrer daraufhin womöglich zu einem anderen Arbeitgeber wechseln würde, erfuhr man auch bei Pfau. Von dort, wie von weiteren Unternehmen, bekam Markus Köhler das Angebot, einzusteigen, und da er das seinerzeit noch in Mauden (heute Kirburg) beheimatete Unternehmen schon von gemeinsamen Baustellen kannte und schätzte, wechselte er. Das liegt nun drei Jahre zurück, und wenn man jetzt mit Markus Köhler über sein Berufsleben spricht, so bezeichnet er den Wechsel zu Pfau als ausgesprochen gute Entscheidung.„Ich finde, dass es für mich jetzt noch abwechslungsreicher ist – das ist, was mich reizt, muss ich sagen“, erklärt der Baggerprofi. Es spricht davon, dass er einerseits mit der Raupe einen Maschinenweg im Haubergswald freilegt dann wieder mit dem „Woodcracker“ Bäume entnimmt, aus denen hochwertiges Brennholz wird, und tags darauf vielleicht schon wieder eine Ausschachtung für ein Wohnhausbau vornimmt. „Es ist dabei natürlich ein enormes Vertrauen im Unternehmen vorhanden“, betont Köhler. „Die stellen mir hier alles hin an Maschinen, und ich erledige alles selbständig. Der Alexander (Anm. d. Red.: Köhlers Chef Alexander Pfau) ist nur einmal zum Gucken hier gewesen“, sagt der Westerwälder und meint damit seine mehrtägige, eigenständige Arbeit mit dem Forstbagger in einem Niederwald. Markus Köhler hat neben dem ihm gefallenden  Abwechslungsreichtum einen weiteren Vorteil hinsichtlich des breiten Tätigkeitsspektrums bei Pfau ausgemacht: „Ich finde es gut bei Pfau, dass wir so breit aufgestellt sind – gerade in der heutigen Zeit. Anders als in anderen, reinen Baufirmen, gibt es niemals die Situation, dass gerade nichts zu tun ist“, beschreibt er. „Das finde ich super. Im Baugewerbe ist es derzeit ruhiger als früher. Das kann uns in Anführungsstrichen egal sein, weil wir immer genug andere Arbeit haben! Wenn wir nicht im Tiefbau tätig sind, haben wir Aufgaben im Wald – ob ich jetzt mit dem Traktor mulche, im Wegebau aktiv bin ober bei der Verkehrssicherung an Straßen.“ Natürlich ist für so verschiedene Herausforderungen zugleich eine Vielfalt an Fähigkeiten erforderlich. Markus Köhler muss sich schließlich mit recht unter- schiedlichen Fahrzeugen und Baumaschinen auskennen und mit jeder zentimetergenau arbeiten können. Die Vielfalt in seiner jetzigen Firma gefalle ihm, sagt der Baggerfahrer (rechts). Fotos: Schmalenbach Er hat Spaß an der Arbeit, darum könne er sich auch in wechselnde Aufgaben einarbeiten, betont Markus Köhler. Das „A und O“ beim Arbeiten im Wald sei dabei, „den Bodendruck ständig im Blick zu haben sowie auf die Wurzelstöcke aufzupassen: Wo kann ich mit meiner Kette herfahren?“, deutet Markus Köhler auf die beiden je vier Tonnen schweren Metallstränge, auf denen sich sein „Volvo ECR235EL“ bewegt. Es sei erst ein paar Tage her, dass ihm, zum ersten Mal in seiner jahrzehntelangen beruflichen Laufbahn, an einem extrem regenreichen Tag eine Kette abgesprungen sei. „Ich musste eine Gasse wieder nach oben und darum wegen des Bodendrucks versetzt neben den Spuren fahren. Dann kommst du irgendwann in die Wurzelstöcke. Wenn du den Bagger dann nur ein ganz klein bisschen drehst, dann wirft dir die Eiche die Kette runter – die Eichen sind sehr stabil! Du musst wirklich extrem darauf aufpassen im Wald.“Ebenso sei die Hangneigung und der zuweilen aufgeweichte Boden ein Faktor – anders als im Tiefbau an einer Straße, wo man wunderbar gerade stehe mit dem schweren Gerät: „Auf jeden Fall“, nickt Köhler, „deswegen habe ich immer das Schild am Bagger nach vorne, wenn ich bergab fahre. Kommst du ins Rutschen, lässt du das runter und dann bleibt der Bagger stehen.“ Ohnehin sei es im Wald wichtig, ohne Hektik zu arbeiten, kontrolliert jede Bewegung abzuwägen. „Schon alleine, um keine Pflanzen zu schädigen, die stehenbleiben sollen. “ Aber genau das möge er an der Arbeit im Forst: Man müsse sich noch mehr konzentrieren als sonst bei Baggerarbeiten. „Das spricht mich sehr an. Im Tiefbau hast du normalerweise Platz. Da gibt es andererseits Kriterien, die wiederum hier im Wald keine Rolle spielen. Du musst zum Beispiel auf deine Höhen aufpassen.“ Man erlebt mit Markus Köhler einen super netten Zeitgenossen, der eine große Zufriedenheit ausstrahlt – zufrieden mit dem, was er im beruflichen Alltag tut. Man könnte als Laie glatt vergsssen, dass dabei alles gar nicht so einfach sein dürfte, wie es aussieht: Mit dem „Woodcracker“, der am Bagger montiert ist, kann man zugleich Baumstämme festhalten, abschneiden und außerdem mit einem „Sammler“ dünnere Stämme zusammentragen, ehe man das Holz neben der Rückegasse ablegt. Das dürfte koordinativ recht fordernd sein, zumal ja alle sonstigen Bewegungen der Baumaschine zeitgleich hinzukommen. Man müsse eben ein Interesse an dieser Arbeit haben, an den Maschinen, nickt der Westerwälder, darauf angesprochen. „Mein Lebensmotto ist immer gewesen: Es gibt nichts, das man nicht lernen kann, wenn man Spaß daran hat. Und wenn du Spaß an etwas hast, lernst du es auch.“ Seine Arbeit, sagt Köhler, sei bei seinem heutigen Arbeitgeber noch umfangereicher, als vorher im reinen Tiefbauunternehmen. „Und das ist, was ich bei Pfau mag: diese Vielfalt. Es ist nie monoton, das finde ich schön.“Aus der Konditorei in den Tiefbau, vom Tiefbau in den Wald: Wie hatte Markus Köhler gesagt? Es gibt nichts, das man nicht lernen kann. Wenn man…

Gassen für den Hauberg, Brennholz für daheim

30, 40 Jahre lang, so schätzt Markus Köhler, ist der Weg wohl nicht mehr gepflegt worden. Dieser „Maschinenweg“ wurde einst zwar eigens für die Holzabfuhr angelegt, doch ein „normales“ Fahrzeug könnte hier heute nicht mehr fahren; nicht einmal ein Rückezug. Farne, Brombeeren, durchaus schon stattliche Fichten stehen im Weg. Die Natur hat die vormals freien Flächen am Waldrand zurückerobert, der zugewucherte Pfad ist kaum mehr auszumachen. Markus Köhler muss erst Platz schaffen – mit einer Raupe, die Pfau neben vielen anderen Maschinen im Einsatz hat. Der 160 PS starke Dieselmotor mit einem ladeluftgekühlten Turbolader bewegt die „Liebherr 724“ scheinbar unaufhaltsam nach vorne: Köhler kann im Weg stehende Pflanzen leicht mit dem Schild des Geräts zur Seite schieben, die hier in diesem Eichenbestand nicht geplanten Nadelbäume einfach umwerfen und den freigelegten Boden zugleich mit der Maschine ebnen. „LGP“ steht an deren Karosserie, was „Low Ground Pressure“ bedeute und laut Hersteller darauf hinweise, dass die Raupe ausdrücklich für weiche Böden mit geringem Bodendruck konzipiert wurde – so, wie sie eben auch im Wald vorhanden sind.Das bodenschonende Arbeiten wird im weiteren Verlauf von Markus Köhlers Einsatz in diesem Haubergswald noch eine große Rolle spielen, wenn er später die vom Förster vorab markierten Rückegassen anlegen wird. Die sollen hangabwärts in den von dem Pfau-Mitarbeiter mit der Raupe freigelegten Abfuhrweg münden. Dieser Pfad befindet sich als unterster von drei Wegen am Fuß eines Hanges in einem Haubergswald zwischen Daaden und Herdorf, einem klassischen Niederwald. So ein Niederwald ist über viele Jahrzehnte charakteristisch gewesen für die Kulturlandschaft heimischer Mittelgebirge. In der heutigen Forstwirtschaft eher selten, fällt der vergleichsweise niedrige sowie unterschiedlich hohe Wuchs dieser historischen Nutzungsform auf, die im 19. und 20. Jahrhundert noch häufig vorhanden und laut Landesforsten Rheinland-Pfalz die in Rheinland-Pfalz vorherrschende Bewirtschaftungsart war. Mit dem „Woodcracker“ lassen sich einzelne Bäume entnehmen. Nach dem Raupeneinsatz ist der Maschinenweg wieder offen. Inzwischen ist der Anteil des Niederwaldes an der Gesamtwaldfläche in Deutschland auf weniger als drei Prozent gesunken. Die meisten entsprechenden Flächen wurden in überwiegend mehreren Schritten in Fichten-Hochwald umgewandelt. Doch dort, wo Markus Köhler fleißig ist, befindet sich weiterhin ein solcher Niederwald.Der typische Niederwald wurde früher überwiegend durch Selbstwerber aufgearbeitet, was auch seine Vielgestaltigkeit erklärte: Auf manchen Parzellen wurde alles kahl gefällt, während direkt nebenan ein geschlossener Eichenwald aufragte. In diesem Haubergswald zwischen Daaden und Herdorf jedoch sind die Dimensionen allerdings schon zu groß für den „motormanuellen Einschlag“ durch Laien, die sich hier ihr Brennholz selbst machen würden. Zugleich ist das Holz sehr krumm, wäre also mit einem „Harvester“ nur bedingt zu bearbeiten.Markus Köhler steigt darum nach der Arbeit mit der Raupe auf dem unteren Weg in einen Bagger um, den er im Haubergswald gleichermaßen zur Verfügung hat. Diese Maschine steht gerade weiter oben auf dem mittleren Abfuhrweg und ist mit einem „Woodcracker“ ausgerüstet.   „Woodcracker“, so nennt das österreichische Maschinenbauunternehmen „Westtech“ das komplexe Anbauaggregat, über das Pfau verfügt und das gerade an Köhlers „Volvo“-Bagger montiert ist. Das Werkzeug kann er allseitig drehen und neigen. An dessen oberem Ende ist ein Greifer angebracht, mit dem der Baggerfahrer einen Baum sicher festhalten und mit einem darunter angebrachten Messer „abknipsen“ sowie in Abschnitte zerteilen kann. Gleichwohl fordern einige der hier im Hauberg stehenden Eichen das Gerät bis an seine Leistungsgrenzen, Markus Köhler muss mehrfach „knipsen“, bis manche Stämme zerteilt sind. Zwischen Greifer und Messer ist ein drittes Werkzeug vorhanden, ein „Sammler“, mit dem der Pfau-Mitarbeiter erst mehrere dünnere Äste zusammentragen kann, ehe er sie zur Seite legt. Markus Köhler arbeitet sich mit diesem so ausgerüsteten „Volvo“ behutsam durch den Wald nach unten. Er bleibt dabei immer zwischen zwei Bäumen, die links und rechts von ihm durch den Förster mit weißen Streifen gekennzeichnet worden sind und die (Einfahrt in die) Rückegasse markieren. Dazwischen sind immer wieder mit einem roten Strich versehene Bäume zu erkennen, die ungefähr in der Mitte der Rückegasse stehen, die mit dem Forstbagger angelegt wird. Mit den weißen Streifen an den Bäumen links und rechts hat der Förster die spätere Einfahrt zur Gasse markiert, die Markus Köhler hier anlegen soll. Der Forstbagger ist optimal für sehr gezieltes Arbeiten im Bestand. Das Fahren auf Ästen, die ohnehin gehackt werden, schont den Boden. Der Baggerfahrer sortiert die als Brennholz geeigneten Stämme direkt mit dem „Woodcracker“. Die Bäume zwischen den markierten Stämmen an den Seiten soll Markus Köhler dazu mit dem „Woodcracker“ entnehmen. Aus diesen soll Brennholz werden. Pfau leistet das „Abknipsen“ auf Wunsch als Dienstleistung für Waldbesitzer, die das so gewonnene Brennholz anschließend selbst verkaufen können. Ebenso bietet Pfau an, Bestände komplett zu übernehmen. Die gehen dann beim Kirburger Unternehmen in die hauseigene Brennholzproduktion mittels Spaltautomat (die „PFAU-NACHRICHTEN“ berichteten – siehe „Brennholz aus dem neuen Automaten“). Eine gleichzeitige Durchforstung wäre gleichwohl ebenso möglich. In diesem Wald jedoch war nur die Gassenanlage gewünscht, so dass ausschließlich Bäume zu Brennholz werden, die nach Maßgaben des Försters dort entnommen werden, wo nach Abschluss der Arbeiten die Rückegassen in einem Abstand von 30 Metern zueinander durch den Wald führen.Im zweiten Schritt in vielleicht zwei oder drei Jahren wird üblicherweise auf solchen Flächen die „Dimensionierung“ vorgenommen. Es werden also bei der Durchforstung Bäume – durchaus auch für eine stoffliche Nutzung als Eichenschnittholz – geerntet, damit andere, zukunftsträchtigere Pflanzen mehr Platz, Licht und Nahrung bekommen. Markus Köhler ist inzwischen bei der Anlage der einen Gasse durch diese nach unten gefahren, wechselt nun in die benachbarte und fährt dabei vom unteren wieder nach oben zum mittleren Weg. Dort dreht er erneut, die übernächste Gasse wird abermals bergab angelegt. So soll die Bodenverdichtung gering gehalten werden, da der Bagger jede Stelle nur einmal befahren muss. Und noch einen Trick zugunsten des Bodens wendet der Pfau-Mitarbeiter bei seinem Baggereinsatz an: Die Astkronen der entnommenen Bäume schneidet er zunächst mit dem „Woodcracker“ vom dickeren Teil des Stammes ab und legt sie auf separaten Stapeln zusammen. Sie werden später direkt im Wald gehäckselt, um Material für ökologisch sinnvolle Hackschnit- zelheizungen zu gewinnen. „Zuvor jedoch lege ich mir einige Äste hier an diese Stellen, wo es sehr steil ist“, deutet Markus Köhler auf eine der Rückegassen, „in…

Ohne schriftliche Bewerbung zum neuen Job

Ehe Lukas Mertens im März 2020 Teil des Pfau-Teams wurde, war er in einem Tief- und Straßenbauunternehmen tätig, das unter anderem viele Außenanlagen gestaltet oder defekte Wasserleitungen erneuert hat. Im vorangegangenen Winter hatte der Hachenburger sogar noch die Zusatzqualifikation als Berufskraftfahrer erworben. „Den Lkw-Führerschein hatte ich eigentlich gemacht, um für meinen damaligen Arbeitgeber noch flexibler einsetzbar zu sein“, schildert er. Doch der vorherige Arbeitgeber – das missfiel Mertens zusehends – konnte ihm keine richtige Perspektive für die Zukunft bieten. „Oder wollte es vielleicht auch nicht“, sagt der Westerwälder heute. Es nimmt nicht Wunder, dass die beruflichen Gegebenheiten zu Beginn des Jahres 2020 in Lukas Mertens eine immer größere Unzufriedenheit entstehen ließen. Irgendwann wünschte er sich eine Veränderung. „Da habe ich mir – weil ich beim Autofahren schon oft ein Holzauto von Pfau vor mir hatte – gedacht: ‚Probiere es doch einfach einmal initiativ dort.‘ Zumal ich ja von meiner Ausbildung her eigentlich aus der Branche komme“, erzählt Mertens. Denn dereinst hatte er in der Eifel erfolgreich die dreijährige forstwirtschaftliche Ausbildung zum Forstwerker absolviert, zu der Bereiche wie das Pflanzen, die Kulturpflege, das Läutern sowie Fällen und vieles mehr gehören. „Man muss auch die lateinischen Namen der Pflanzen lernen“, blickt der jetzige Pfau-Mitarbeiter zurück. Die duale Ausbildung in einem Betrieb und der zuständigen Berufsschule schloss er als Drittbester seines Kurses ab. Der Westerwälder mag es, mit Holz zu arbeiten und ist bei Pfau auch beim „motormanuellen Fällen“ im Wald im Einsatz. Seine Initiative war erfolgreich, Alexander Pfau bat Lukas Mertens ganz unkompliziert am Telefon: „Komm‘ mal vorbei.“ „Und dann haben wir einen Termin ausgemacht – so schnell kam ich zu einem Vorstellungsgepräch“, freut er sich noch heute, „ohne eine vorherige schriftliche Bewerbung!“ Mitte Januar erfolgte damals der erste, telefonische Kontakt, „eine Woche später hatte ich bereits das Gespräch – und schon am 1. März konnte ich anfangen bei Pfau. Das passte genau, da ich im alten Betrieb noch einen Monat Kündigunsfrist hatte“, betont Mertens.   Zu Beginn seiner neuen Tätigkeit bei Pfau war er mit der Motorsäge und einem Traktor samt Forstseilwinde viel im Wald aktiv, „um Windwurf für den ‚Harvester‘ vorzuliefern“, erläutert der Fachmann. Anschließend war er genauso im Einsatz, um Sägewerke mit Holz zu versorgen. „Da bin ich viel die ‚Sauerlandlinie‘ entlang gefahren.“ Ebenso bugsierte er unter anderem Überseecontainer, mit denen die enormen Mengen „Käferholz“ von vom Borkenkäfer heimgesuchten Kalamitätsflächen verschifft werden mussten, weil die inländischen Sägewerke gar nicht die ausreichende Kapazität hatten, um die plötzlich anfallenden Massen zu verarbeiten. Bei allem half der eigentlich noch für den alten Arbeitgeber erworbene Lkw-Führerschein, der dem Fleißigen aber derart vielfältige Betätigungsfelder nicht geboten hatte. Lukas Mertens (im Mercedes) kann aufgrund seines Führerscheins jederzeit die Tiefbau-Kollegen unterstützen. Anders vom Start weg bei Pfau: „Unseren ältesten Auflieger, den wir – leider – nicht mehr haben, den haben wir ‚Eisenschwein‘ genannt. Der bestand nur aus Stahl! Unkaputtbar“, lacht Lukas Mertens. Mit jenem und einem Mercedes-„Actros“ V8 war er im Dienste Pfaus offenbar so gut unterwegs, dass ihm daraufhin sogar der Langholztransport zugetraut wurde. „So bin ich dann zum Langholz-Fahren gekommen – innerhalb weniger Wochen! Das war schon eine große Umstellung“, erinnert sich der Hachenburger, „weil du den Nachläufer hinten separat von drinnen lenken kannst. Das ist etwas anderes, als mit einem normalen Sattelauflieger – gerade das Rückwärtsfahren, weil du dann quasi für zwei Fahrzeuge denken musst.“ Auch Tieflader seines Arbeitgebers bewegt er bald schon, um Forstmaschinen wie den Rückezug oder den „Harvester“ zu Einsatzstellen zu bringen. „Da hat der Ulrich Pfau mir schon am Anfang mehr zugetraut, als ich mir selber zugetraut hätte. Aber im Nachhinein war es die richtige Entscheidung von ihm“, sagt der Pfau-Mitarbeiter, „irgendwann hat das alles richtig Spaß gemacht.“Lukas Mertens hätte bei Pfau ebenso die Möglichkeit gehabt, im Fernverkehr unterwegs zu sein, was ihm jedoch nicht zusagte. Stattdessen arbeitete er begeistert mehr und mehr in der Pfau-Tiefbauabteilung mit, brachte sich fleißig im Wegebau ein. Wieder und wieder setzt er seine Fähigkeiten der Forstwirtschaft ein, wenn etwa jemand zum „Zufällen“ gebraucht wird, weil eine Fläche nicht rein maschinell bearbeitet werden kann. Und seit kurzem zeichnet er verantwortlich für den Betrieb der Pfau-Brennholz-Produktion in einer der Kirburger Hallen des Unternehmens (die „PFAU-NACHRICHTEN“ berichteten). Konzentriert arbeitet der Hachenburger am Sägespaltautomat. Getrocknetes Brennholz (in einer Pfau-Halle): Der Forstwerker achtet auf Top-Qualität. Fotos: Schmalenbach Lukas Mertens findet es höchst sinnvoll, wie er hervorhebt, wenn es beim Brennholz-Thema feste Zuständigkeiten gibt. „Und nicht fünf verschiedene Leute an so einer Maschine arbeiten“, deutet er auf den Sägespaltautomat. Mit diesem können hochwertige Holzscheite verschiedener Längen produziert werden, zum Beispiel aus dem in Niederdreisbach bei Verkehrssicherungsmaßnahmen entnommenen Holz (siehe „Sicherer Verkehr, nachhaltige Verwertung“). „Denn jeder macht etwas anders, geht anders mit der Maschine um“, begründet er sein Plädoyer. „Wenn ein oder zwei Mitarbeiter sich federführend mit dem Thema beschäftigen, hat es den Vorteil, dass die immer wissen, was an Holz da ist, in welchem Stadium es gerade ist, welche getrockneten Holzarten vorhanden sind und sofort nutzbar – da ist der Überblick besser.“ Im Übrigen komme jedem Maschinenführer letztlich eine große Verantwortung dafür zu, dass die Pfau-Kunden verlässlich nur Top-Qualität mit jeder Brennholz-Lieferung erhalten, findet er. Ohnehin scheint das Thema „Holz“ Lukas Mertens in gewisser Weise in die Wiege gelegt worden zu sein: Sein Opa war schließlich Revierförster im Hunsrück. Der Vater ist gelernter Schreinermeister. Seine Eltern zogen in ihren Zwanzigern der Arbeit wegen vom Hunsrück zurück nach Hachenburg, von wo auch eine Oma Mertens‘ stammte. „Ich bin ebenfalls wieder gebürtiger Hachenburger, bin in dritter Generation wieder ein echter Wäller“, zwinkert der 33-Jährige (Anm. d. Red. Die Westerwälder bezeichnen sich selbst als „Wäller“). „Ich habe damit in gewisser Weise zum Ursprung zurückgefunden“, schmunzelt er, „nicht nur in den Westerwald, sondern genauso wieder in Richtung Wald und zum Holz als Ausgangsmaterial für vieles, das uns im Alltag begegnet!“ Bei Lukas Mertens‘ zwei jüngeren Geschwistern scheint die Leidenschaft des großen Bruders für Holz hingegen zu fehlen: Seine Schwester ist Erzieherin in der Kita, der Bruder kümmert sich für ein hessisches Unternehmen um die Bauleitung im Glasfaserbereich. Den ganzen Tag in einer…

Sicherer Verkehr, nachhaltige Verwertung

Sonst sind hier Menschen auf Trekkingrädern, Gravel- oder Montainbikes unterwegs. Einige strampeln einfach aus Spaß in der Freizeit, andere sausen auf dem Asdorftalradweg per E-Bike zur Arbeit oder bringen ihre Kinder mit dem Lastenrad zur Kita. Doch heute ist diese Route, die Kirchen mit Oberasdorf verbindet, im Norden von Niederfischbach gesperrt. Anstelle von Radlern fahren Niklas und Benjamin darauf herum. Der eine Pfau-Mitarbeiter mit einem Mobilbagger, sein Kollege mit einem Rückezug. Sie führen im Auftrag der Gemeinde Verkehrssicherungsmaßnahmen durch – gleichzeitig wird dabei nachhaltig Brennholz und Material für Hackschnitzelheizungen gewonnen. Es sieht zum Teil recht spektakulär aus, wenn zehn, elf Meter lange Stämme durch die Luft zu „schweben“ scheinen: Niklas arbeitet sich mit dem Mobilbagger den Radweg entlang auf Niederfischbach zu. Am Arm der Baumaschine ist ein „Woodcracker“ montiert. Mit diesem greift der Pfau-Mitarbeiter immer wieder Sträucher und Bäume, die an der Böschung neben dem Asdorftalradweg aufragen, hält sie mit der oberen Zange des Anbaugerätes fest und schneidet sie mit einer ebenfalls daran befindlichen, hydraulischen Schere darunter ab. Vielfach schneidet Niklas den Baum zunächst etwa auf halber Höhe ab: Der obere Teil wird gehackt… …der untere, astfreie wird zu Brennholz. Der zuständige Förster hat zuvor jene Bäume markiert, die er als standsicher und somit als den Verkehr auf dem Radweg sowie der benachbarten Straße L 282 nicht gefährdend einstuft. Sie sind mit einem pink Punkt gekennzeichnet, Niklas lässt sie unangetastet. Alle anderen greift er, wenn sie länger sind, zunächst in halber Höhe mit dem „Woodcracker“ und zerteilt sie. „Die oberen Stücke sind als Brennholz oft nicht geeignet, da sie zu dünn sind“, erklärt er, „sie werden später zu Hackschnitzeln gemacht und dementsprechend dennoch sinnvoll genutzt.“ Die dickeren und überwiegend astfreien unteren Teile hingegen könne man zu Brennholz verarbeiten, erläutert der Fachmann. Mit dem „Woodcracker“, der an einem Mobilbagger montiert ist, entnimmt Niklas Stamm für Stamm ganz präzise und kann das Holz direkt so schneiden, dass für Brennholz geeignete Abschnitte vom übrigen Teil der Bäume getrennt werden. Der Förster hat Bäume markiert, die standsicher sind und stehen bleiben können. Fotos: Schmalenbach Auf einen Stapel legt Niklas als Brennholz geeignete Stämme zusammen, auf einem anderen Äste und Sträucher und sortiert das Holz damit gleichzeitig vor. Das sieht zwar alles sehr spielerisch aus, ist mit dem „Volvo“-Mobilbagger, den Niklas einsetzt, aber vermutlich eine viel Konzentration, eine ausgesprochen ruhige Hand und ein sehr scharfes Auge erfordernde Arbeit! Denn der Baggerfahrer bugsiert das Holz zwischen den anderen Stämmen zentimetergenau heraus, legt es parallel neben dem Radweg ab (siehe VIDEO) und achtet bei jedem einzelnen „abgeknipsten“ Baum darauf, dass er ihn erst hoch über die Böschung hebt, ihn neigt und in dieselbe Richtung dreht, in welcher der Radweg verläuft, so dass die Stämme nicht über den Verkehr auf der nebenan verlaufenden Straße gehoben werden.     Dieser wird durch eine notwendige Ampelregelung eingeschränkt, die Landstraße zur Einbahnstraße, solange Niklas, Benjamin und ihre Kollegen fleißig sind: Die näher am Radweg verlaufende Fahrspur ist gesperrt, damit niemand zu Schaden kommt, sollte trotz aller Achtsamkeit doch einmal ein Ast neben den Radweg fallen. Ein Autofahrer, der durch die Ampelstrecke fährt, stoppt: „Sind Sie von der Presse? Schreiben Sie, was das für eine Schande ist!“, ruft er erregt durch das heruntergelassene Seitenfenster seines grauen Kombis. Ein Passant, der den mürrischen Zeitgenossen just gehört hat, entgegnet: „Naja, wenn man nichts macht und einem Radfahrer später ein abgebrochener Ast auf den Kopf fällt, ist der Schaden und die Aufregung hinterher auch wieder groß!“ Eine einspurige Verkehrsführung stellt sicher, dass genug Abstand zum Straßenverkehr vorhanden ist. Um das von Niklas abgeschnittene und zusammengelegte Holz kümmert sich als nächstes sein Kollege Benjamin. Er packt es mit dem Greifer seines Rückezugs, lädt es auf und fährt mit dem „Ponsse Buffalo“ zu einem Lagerplatz am Anfang des Baustellen-Abschnitts im Tal des Bächleins Asdorf. Dort ragen schon zwei große Haufen auf: links dünne Äste und kleinere Gehölze, die sich nicht als Brennholz eignen, wie Niklas just geschildert hatte. Rechts Ahorn-, Birken-, Buchen- und Eichenstämme, die nachfolgend abtransportiert und bei Pfau in Kirburg von Lukas (siehe „Ohne schriftliche Bewerbung zum neuen Job“) zu handlichen Holzscheiten verarbeitet werden. Anschließend erfolgt deren Trocknung auf einen Wert unter 20 Prozent Restfeuchte. Die Bundesimmissionsschutzverordnung schreibt vor, dass als trocken bezeichnetes Brennholz weniger als 20 Prozent Feuchtigkeit enthalten muss, wobei eine Restfeuchte von15 bis 18 Prozent als ideal gilt. So werden alle in Niederfischbach entnommenen Bäume voll verwertet: Sind sie dafür geeignet, wird daraus bei Pfau mittels Spaltautomat hochwertiges Brennholz gemacht. Alles andere Holz wird im neuen Jahr gehackt und geht als umweltfreundlicher Bioenergieträger in Hackschnitzelheizungen oder auch Kraftwerke zur Ökostromerzeugung. So erfährt der gesamte Baum – wenn er denn nach Meinung der zuständigen Stelle aus Verkehrssicherheitsgründen schon weichen muss – eine sinnvolle Nutzung. „Ich mach‘ mit dem Bagger so weit, wie ich von der Reichweite des Armes her komme“, beschreibt Niklas. „Der Rest, oben am Rand der Böschung, wird von meinen Kollegen Adrian und Claudia mit der Motorsäge zugefällt. Die zwei schneiden ohnehin alles nach, damit es hier wirklich sauber aussieht, wenn wir fertig sind.“ Ebenso komme die Motorsäge an jenen Stämmen zum Einsatz, die für die Schere am Bagger zu dick sind. „Der Ahorn ist fast wie Glas“, sagt Niklas auf die Frage, ob sich die verschiedenen Holzarten, die entlang des Asdorftalradwegs wachsen, beim Schneiden mit dem „Woodcracker“ unterschiedlich verhalten. „Manches Mal knipst du die oben ab und ein Splitter fliegt einige Meter weit weg. Da vorne“, deutet Niklas auf einen noch vor ihm liegenden, südlicheren Teil des Radwegs, „da stehen Robinien – die sind extrem zäh. Mitunter musst du das Werkzeug fünf- oder sechsmal auf- und zumachen!“ Neben dem Radweg soll nichts zurückbleiben, alles wird sofort vom Rückezug aufgeladen… …und zum Lagerplatz gebracht. Generell werde für das spätere Brennholz ausschließlich Ahorn, Birke, Buche und Eiche verwendet, betont Niklas, „alles andere wie Erle, Weide oder Pappel wird gehackt.“ Insgesamt sechs Tage lang ist Pfau mit der Verkehrssicherungsmaßnahme im Auftrag der Gemeinde Niederfischbach beschäftigt. Bis zu acht Mitarbeiter gleichzeitig bringen die 1.700 Meter lange Strecke in die gewünschte Form. Dass Benjamin…

„Das fand ich richtig cool, ehrlich!“

Dennis Schäfer betätigt einen Schalter über seinem Kopf. Elektrisch fährt eine Jalousie an der Windschutzscheibe seines „Actros L“ herunter, um den Pfau-Fahrer vor der blendenden Sonne zu schützen. Das Fahrzeug ist das neueste „Holzauto“ der Kirburger Firma und der erste fabrikneue Lkw, den Dennis, der seit November 2023 zum Team gehört, für seine tägliche Arbeit zur Verfügung gestellt bekommen hat. „Ich durfte mir bei der Ausstattung fast alles selbst aussuchen“, schwärmt er, während er auf dem Weg zu einer Ladestelle ist, an der schneebedecktes Eichenholz auf den Abtransport wartet. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Doch in Internetforen hatte es um die Optik des neuesten „Actros“ aus dem Hause Mercedes eine Weile lang viele Diskussionen gegeben. Dabei kommen inzwischen mehr und mehr anfängliche Kritiker dahinter, dass die große Fläche, die die Front des Fahrzeugs über den tief unten angeordneten Lufteinlässen bietet, eine Menge nie gekannter Gestaltungmöglichkeiten eröffnet. Denis Schäfer hat sich für die Folierung des Fahrerhauses selbst ein Design überlegt, wie er schildert. Seine Chefs hätten ihm freigestellt, sich gemeinsam mit dem Fahrzeugbeschrifter Herwick aus Betzdorf etwas Originelles einfallen zu lassen. „Das fand ich richtig cool, ehrlich!“, freut er sich. Herausgekommen ist eine überaus dynamische und überzeugende Gestaltung. Dreidimensional wirkende Elemente in dunklem Grau, die den beleuchtbaren Mercedes-Stern einrahmen, in Kombination mit um die Türen herumgeführte weiße und schwarze „Schwingen“ geben dem hoch aufragenden Fahrzeug eine fast filigrane Silhouette Und der neueste Pfau-„Actros“ ist wirklich sehr hoch: „Hier hast du noch einmal eine Trittstufe mehr als sonst“, deutet Dennis Schäfer auf den Einstieg. „An die Höhe muss man sich beim Fahren auch erst einmal gewöhnen“, zwinkert er. Doch dafür ist der Innenraum entsprechend großzügig geschnitten: Drinnen kann man bequem aufrecht stehen, 1,99 Meter Platz ist zwischen Fußboden und Dach! Die Rungen sind verschiebbar, um Platz für den Anhänger zu haben. „Auch wenn man es nicht sieht: Im Vergleich zum Vorgänger ist das Fahrerhaus nach vorne knapp zehn Zentimeter länger geworden für die Aerodynamik. Die habe die Kraftstoffeffizienz erhöht“, erläutert Sascha Meckel weitere Gestaltungs- details. Er ist Verkäufer der Westerburger Mercedes-Niederlassung, bei der Pfau den „Actros 3353 L“ gekauft hat (siehe auch  „Der erste, den ich mir neu gekauft habe“). Der Hersteller selbst schreibt dazu: „Die (…) verlängerte Front ermöglicht ein noch aerodynamischeres Design. Jedes Detail der ‚ProCabin‘ wurde gestaltet, um die frontale Luftströmung möglichst widerstandsarm umzuleiten. Das Ergebnis: eine Effizienzsteigerung um bis zu drei Prozent im Vergleich zum Vorgänger.“ Die „ProCabin“, wie Mercedes das Konzept nennt, gibt es seit Januar. „Meines Wissens ist dieses hier der erste Kurzholzzug in Deutschland, der auf einem Mercedes mit ‚ProCabin‘-Design aufgebaut worden ist“, berichtet Dennis Schäfer. Diese Fahrerkabine bietet nicht nur in der Höhe ein nie dagewesenes Raumangebot: Auf der Beifahrerseite gibt es eine Lounge-Ecke, die so weit von der Frontscheibe zurück liegt, dass sich der Fahrer vom Beifahrersitz aus der Länge nach ausstrecken kann, ohne mit den Füßen bis ans Armaturenbrett zu kommen! Ein seitlich angebrachter Tisch ist herunterklappbar und bietet, etwa beim Essen, Komfort wie im Wohnmobil. „SoloStar Concept“ nennt der Lkw-Hersteller diesen Zuschnitt. Ein üppiges Platzangebot bringt ebenso die Koje mit, falls Dennis Schäfer doch einmal im Lkw übernachten muss: Sein Bett ist 750 Millimeter breit, 2.200 lang und verfügt über einen vollwertigen Lattenrost inklusiver einteiliger 7-Zonen-Kaltschaummatratze. Strenggenommen gibt es zwei Betten im Fahrzeug, doch Dennis Schäfer hat sich entschieden, das obere zu nutzen. „So habe ich nach vorne nicht einmal mehr die Lehne des Fahrersitzes im Weg, man schwebt darüber“, sagt er. Auch bei der technischen Ausstattung verfügt der 530 PS starke Sechs-Zylinder über eine Menge Annehmlichkeiten und Unterstützungen für den Fahrer. „Er hat so ein paar Alleinstellungsmerkmale wie die Assistenzsysteme oder die elektrische Lenkung, die er drin hat. Die ist sicher herausragend“, betonnt Sascha Meckel. Ebenso sei das neue Lichtkonzept sehr gut, „der hat jetzt Matrix-LED wie ein Pkw.“Das Cockpit ist volldigital, es gibt keinerlei analoge Anzeigen mehr. „Das hier ist das Multi-Media-Cockpit 2“, erklärt Dennis Schäfer. „Dieses interaktive Cockpit gibt es erst seit 6/25 – und der Lkw hier wurde gebaut am 10. Juli 2025.“ Der Arbeitsplatz des Fahrers ist technisch auf dem neuesten Stand. Der leere Anhänger fährt auf dem Motorwagen mit und wird mit dem Bordkran hinaufgehoben. „Hallo Mercedes! Temperatur auf 23 Grad“, sagt der Pfau-Mitarbeiter, während er das alles beschreibt. Die Sprachsteuerung funktioniert tadellos, die weibliche Computerstimme bestätigt die Anweisung. „Die Sprach- steuerung funktioniert gut selbst bei lauter Musik, bei offenem Fenster“, hat der Fahrer festgestellt. „Und der Sitz ist ebenfalls komplett überarbeitet worden. Der ist so bequem, du willst hier gar nicht mehr aussteigen, ehrlich“, schwärmt Dennis Schäfer. Sitz, Vorderachse und die gesamte Fahrerkabine sind luftgefedert. „Wenn ich mal unsere Geschäfte des Jahres 2025 Revue passieren lasse, dann ist dieser neue ‚Actros L‘ für Pfau schon unter den Top-3 ausgestatteten Autos!“, betont Mercedes-Mitarbeiter Sascha Meckel. Das erste Mal ein komplett neues Auto zur Verfügung gestellt zu bekommen, sei schon etwas Besonderes, unterstreicht Dennis Schäfer abermals: „Das ist schon cool – wenn du das erste Mal einsteigst, das erste Mal in einem ganz neuen Bett schläfst.“ Er schätzt es wert, dass sein Arbeitgeber ihm modernste Technik an die Hand gibt, um seinen Arbeitsalltag möglichst angenehm bewältigen zu können.     „Und das Design des ‚Actros‘ hat mir auch von Anfang an gefallen – ich fand es total toll und super innovativ.“ Ihm sage außerdem zu, dass der moderne Lkw im Pfaurot leuchtend unterwegs sei und den Schriftzug des Unternehmens trage: „Das zeigt auch, wie dynamisch und innovativ diese Firma unterwegs ist“, findet Dennis Schäfer, „das Auto ist ein super Aushängeschild. Es guckt halt jeder, das Auto ist überall Gesprächsthema, egal, wo man hinkommt – und nicht nur wegen des aufladbaren Systems, sondern wegen des Designs.“ Das aufladbare System, das der Holzfahrer erwähnt, ist der Anhänger des Kurzholzzuges: Den kann der routinierte Fahrer mithilfe seines Bordkrans greifen, auf die Ladefläche des Motorwagens stellen, auf dem dafür zunächst die Rungen beiseite geschoben werden können, und huckepack mitführen. So ist der leere Kurzholzzug wendiger auf dem Weg in den Wald und bei der Erkundung der Zufahrtswege,…

„Der erste, den ich mir neu gekauft habe“

An Uli Pfaus erste Fahrzeugbestellung bei ihm kann sich Sascha Meckel ausgesprochen gut erinnern: „So etwas ist mir nie wieder passiert; davor nicht und danach nicht!“ Damals war der Lkw-Verkaufsberater noch neu bei der Mercedes-Benz-Niederlassung in Westerburg. „Das war das schnellste Geschäft, das ich je gemacht habe“, blickt Meckel auf den Verkauf eines „Arocs“-Kippers zurück und lacht laut los. Jetzt hat Uli Pfau zusammen mit Fahrer Dennis Schäfer abermals einen nagelneuen Lkw in Westerburg abgeholt – einen „Actros L“ der jüngsten Generation. Zur Übergabe hat Pfau eine 19 Jahre alte Sattelzugmaschine mitgebracht, ebenfalls ein „Actros“, der seinerzeit das erste Neufahrzeug überhaupt in der Firmengeschichte des in Kirburg ansässigen Unternehmens gewesen ist. Über die Anschaffung des Dreiachs-Kippers der „Arocs“-Baureihe kann der Firmengründer noch heute schmunzeln: „In nur einem Telefonat: angeboten, Auftragsbestätigung erstellt, unter- schrieben, retourniert, fertig“, denkt Uli Pfau an seinen ersten Kontakt mit Verkäufer Sascha Meckel zurück. „Alles während des Telefonats: die Ausstattungsdetails heruntergeladen, gerechnet, Angebot erstellt, fünf Minuten über die Ausstattung geredet“, schüttelt Meckel, etwas ungläubig, den Kopf. „Dann haben wir noch ein bisschen Feinschliff am Preis gemacht, ich habe die Bestellung gedruckt, sie dem Uli per E-Mail geschickt, der Uli hat sie digital signiert – und das hat vielleicht 20 Minuten gedauert das Ganze! Eine Woche später, es war die Woche vor Weihnachten, stand das Auto hier“, schildert Meckel. Fachsimpeln zu dem „Actros“ neuester Bauart (links) und dem 2660, der bis heute ohne Probleme läuft: Dennis Schäfer, Jens Strunk, Uli Pfau (von links). Fotos: Schmalenbach Als das ungewöhnliche Geschäft abgewickelt wurde, da war die Westerburger Mercedes-Niederlassung noch nicht im Besitz der Schweizer „Merbag Holding AG“. Die Gesellschaft hat zum 1. April dieses Jahres die in Neuwied beheimatete, 1924 gegründete KBM-Gruppe übernommen, zu der das Westerburger Mercedes-Haus zu dem Zeitpunkt ebenso gehörte, wie die gleichermaßen von Merbag gekauften Standorte Alzey, Andernach, Bad Neuenahr- Ahrweiler, Idstein, Limburg, Mayen, Neuwied, Schierstein, Sinzig, Taunusstein, Weilburg und Wiesbaden. „Außerhalb der Schweiz und Deutschland ist Merbag auch in Luxemburg, Italien und Österreich tätig. Per 1. April 2025 werden europaweit 63 Standorte zur Merbag-Gruppe gehören und rund 4.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt“, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Gleichwohl war der Kipper, den Uli Pfau damals bei Sascha Meckel geordert hatte, nicht das erste Neufahrzeug, das der Westerwälder in Westerburg kaufte! Ihm wurde zuvor ein für ihn nützlicher, gebrauchten Auflieger aus Süddeutschland angeboten. Dieser hatte noch keine zweieinhalbtausend Kilometer Laufleistung und als Besonderheit vor allem einen Bordkran für das Auf- und Abladen von Holz. „Der war natürlich für mich interessant“, erzählt Pfau. Doch die Lieferzeit für entsprechende Nutzfahrzeuge betrug damals ein halbes Jahr, und solange wollte sich der Unternehmer den ohne passende Zugmaschinen nutzlosen Auflieger nicht auf den Hof stellen. „Ich sagte deswegen zum Verkäufer: ‚Ich gucke, ob ich etwas Passendes zeitnah bekommen kann – ansonsten lassen wir das Ganze‘“, so der Westerwälder.Uli Pfau fragte bei mehreren Lkw-Händlern an, unter anderem bei der Westerburger Niederlassung von Mercedes-Benz, mit der er zu dem Zeitpunkt noch kein Neuwagengeschäft abgewickelt hatte. Dort wusste man von einem 2006 gebauten „Actros“, der in der Ausstellung des Mercedes-Werkes in Wörth stand. In Wörth am Rhein befindet sich das nach Firmendarstellung größte Lkw- Montagewerk von „Mercedes-Benz Trucks“ . Es wurde schon 1963 gegründet und produziert „Arocs“, „Atego“ – und seit mehr als 20 Jahren den laut Mercedes „weltweit erfolgreichsten Schwer-Lkw“ „Actros“. „Am Jahresende, kurz vor Weihnachten, geben die in Wörth die Ausstellungsfahrzeuge immer ab, und der ‚Actros‘ in Wörth, den die Westerburger als Zugmaschine für mich gefunden hatten, passte“, sagt Pfau im Rückblick.Jedoch: Um das neue Zugfahrzeug mit dem gebrauchten „Holz-Auflieger“ zu nutzen, benötigte dieses einen anderen Nebenantrieb und eine größere Pumpe, um den Bordkran betreiben zu können. „Der Jens, es ist sein Spezialgebiet, hat dann alles an technischen Daten abgeglichen (Anm. d. Red.: Uli Pfau deutet auf den Westerburger Betriebs- und Serviceleiter Jens Strunk): ‚Jawoll, können wir passend machen.‘“ Der kleine, lediglich für eine Kippmulde gedachte Nebenantrieb, der im fabrikneuen „Actros“ verbaut war, wurde gegen einen größeren getauscht, der mit der Hydraulik des Krans zurecht kam und der neue „Actros“ aus der Wörther Ausstellung damit in Westerburg komplettiert. Die Westerburger Niederlassung, in der Jens Strunk (rechts) und Sascha Meckel arbeiten, gehört inzwischen zur Schweizer Holding. „Damals hatte der Jens allerdings das größte Bauchweh damit, denn das war der erste 600er, den die hier verkauft hatten“, erzählt Uli Pfau, „und dann hatte der auch noch das ‚Power-Shift‘, was damals neu war.“ (Anm. d. Red: Ein automatisches Getriebe, das zwar mechanisch schaltet, bei dem das Kuppeln und der eigentliche Schaltvorgang jedoch elektronisch geregelt sind, ohne, dass der Fahrer kuppeln und schalten müsste.) „Das war ein Prototyp mit dem automatisierten Getriebe ohne Kupplungspedal“, bestätigt Jens Strunk. Dieser habe ihn vor dem Kauf gewarnt, erinnert sich Uli Pfau: „Oh je, so ein Automatikgetriebe im Wald – das Auto steht am Ende nur in der Werkstatt! “ Uli Pfau lächelt zufrieden: „Das Auto hat nie in der Werkstatt gestanden, da war gar nichts…“ Neben dem gebrauchten Sattelauflieger mit Kran hat der Lkw ebenso einen firmeneigenen Tieflader gezogen, mit dem Pfau Forstmaschinen umsetzte. „Das war optimal hinsichtlich der Nutzlast, da man beim Tieflader nicht den Kran mitschleppen musste, weil der nicht am Motorwagen verbaut worden war. Und bei der Forstmaschine brauchst du jede Tonne“, erklärt Uli Pfau. Er fügt versonnen hinzu: „Das war der erste, den ich mir neu gekauft habe – deswegen hänge ich auch daran! Das war damals eine Nummer: Ein seinerzeit kleiner Laden wie wir kauft so ein Auto!“ „Das ist heute noch immer eine Nummer, Uli“, wirft Jens Strunk ein, „jeder der Ahnung hat, guckt hinterher.“   Das neue Arbeitsgerät von Dennis Schäfer (rechts) verfügt über einen aufladbaren Anhänger (siehe auch Seite 6). Uli Pfau lobt, dass der „Actros 2660“ aus 2006 unverwüstlich gewesen sei. Das Fahrzeug gibt es derzeit, 19 Jahre später, bei Pfau noch immer (obwohl die Holzautos im Unternehmen sonst in deutlich kürzeren Zyklen gegen neue ersetzt werden) – aber läuft nicht mehr im Tagesgeschäft. Das Gefährt hütet Uli Pfau wie seinen Augapfel. Es markiert für ihn den Beginn…

Zu lange nicht gepflegt

Sowohl private als auch staatliche Waldbesitzer sind die Auftraggeber für die Wegepflegearbeiten, die Pfau durchführt. Das Kirburger Unternehmen erfüllt gleichermaßen eine Reihe Rahmenverträge mit Kommunen. Diese regeln, dass die Pfau-Wegebauprofis den entsprechenden Pfad durch den Forst in einem definierten Zustand erhalten. Sie tragen dabei zum Beispiel Sorge dafür, dass Schlaglöcher nicht immer größer, sondern rechtzeitig beseitigt werden. Und ebenso, dass die Wege von Zeit zu Zeit abgefahren, aufgerissen und hergerichtet werden, wie im Fall der Verbindungsstrecken im Höhner Wald (siehe „Nur trocken gut“). Hier muss erst einmal eine Abflussmöglichkeit für das stehende Wasser geschaffen werden. Pfau legt dazu mit Baggern einen Seitengraben an. Einige hundert Meter von der Baustelle, an der Uli Pfau in vergleichsweise kurzer Zeit wieder eine erstklassige Beschaffenheit des Weges in der Kommune Höhn erzielt hat, ist sein Mitarbeiter Markus Köhler noch mit einem Radbagger im Einsatz. Er legt auf der Oberseite des dortigen Waldweges einen Graben an, damit der Pfad überhaupt einmal trocken wird. Er ist in diesem Bereich äußerst matschig, nur noch mit geländegängigen Fahrzeugen wirklich gut zu nutzen. Abermals geht es bei der Maßnahme um die Regenwassermengen, die ein Wald aufnimmt. Der Wasserabfluss über den neuen Graben soll zukünftig mindestens 50 Zentimeter tiefer als der Wegekörper verlaufen. „Dadurch bleibt dieser trocken und eben auch stabil“, erläutert Uli Pfau, der die Tiefbauabteilung von Pfau leitet. „Wir vertreten die Meinung, dass es am sinnvollsten ist, das Wasser immer auf so kurzem Weg wie möglich seitlich vom Waldweg wegzuleiten und nicht erst der Länge nach entlang zu schicken bis zu gewissen Punkten, wo dann Querrinnen angelegt wurden, die das Wasser ableiten.“ Diese, beschreibt Pfau, setzten sich ohnehin häufig zu, und das Wasser stehe somit schlussendlich doch wieder auf dem Weg. Allerdings: Nur durch die Grabenanlage wird der Abschnitt nicht in Ordnung zu bringen sein, dafür wurde er dem Anschein nach zu lange nicht gepflegt. Nach der  Grabenanlage, erläutert Markus Köhler, müssten darum knapp 600 Tonnen neues Material herangeschafft und eingebaut werden. Grundsätzlich asphaltierte Forststraßen sind keine echte Alternative, bedeuten sie doch einen ganz anderen (insbesondere finanziellen) Aufwand bei der Anlage. Und selbst eine Asphaltdecke hält nicht dauerhaft, sondern wird vom Befahren abgenutzt und von Wurzeln beschädigt. Zudem wären Asphaltdecken grundsätzlich ein negativer Beitrag zur in Deutschland ohnehin viel zu hohen Flächenversiegelung! „Ausweislich der amtlichen Flächenstatistik des Bundes wurden in Deutschland im Vierjahresmittel 2020 bis 2023 jeden Tag durchschnittlich rund 51 Hektar als Siedlungsflächen und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Dies entspricht einer Fläche von circa 71 Fußballfeldern täglich“, ist in diesem Zusammenhang beim Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit zu erfahren. „Etwa 45 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen sind in Deutschland aktuell versiegelt, das heißt bebaut, betoniert, asphaltiert, gepflastert oder anderweitig befestigt“, so das Umweltbundesamt dazu. „Die Zunahme versiegelter Flächen ist vor allem auf das stetige Wachstum der Verkehrsflächen zurückzuführen, denn mit 50 bis 70 Prozent weisen Verkehrsflächen einen relativ hohen Anteil versiegelter Fläche auf.“ #gallery-1 { margin: auto; } #gallery-1 .gallery-item { float: left; margin-top: 10px; text-align: center; width: 16%; } #gallery-1 img { border: 2px solid #cfcfcf; } #gallery-1 .gallery-caption { margin-left: 0; } /* see gallery_shortcode() in wp-includes/media.php */ Das Loch muss beseitigt werden, ehe es weiter wächst. Dazu wird es mit den Meißeln zerstört… …und mit dem umgebenden Material vermischt. Anschließend wird das Material gleichmäßig verteilt… …und wieder verdichtet, so dass anstelle… …des Schlaglochs ein ebener Weg vorhanden ist. HIER WEITERLESEN: Pfau-Nachrichten zum Download

Nur trocken gut

Langsam senkt sich das Schild des „Anbaugraders“. Uli Pfau gibt Gas, der „John Deere 6830 Premium“ zieht die Vorrichtung am Heck des Treckers mühelos über einen Weg im Kommunalwald der Gemeinde Höhn im Westerburger Land. Mit dem grünen Schlepper und dem Gerät dahinter schält Pfau die Humusschicht, die sich oben auf dem Wegekörper gebildet hat, ebenso vom Weg ab wie bereits üppig darauf sprießende Pflanzen. Es ist nicht selten, dass bei Waldwegen, die zwar stark vergrast sind, das darunter befindliche „Material“, wie die Wegebau- und Wegepflegeprofis sagen (in der Regel Schotter), dennoch ausreichend, fest und weiterhin nutzbar ist. Neuer Schotter braucht demnach nicht aufgebracht werden. Jedoch sollte der Wegekörper in mehreren Durchgängen bearbeitet werden, damit der Waldweg anschließend wieder in einem belast- und haltbaren Zustand ist.Nachdem die oberste Schicht auf dem Höhner Waldweg mit dem Grader abgetragen worden ist und ebenso der Humus an den Banketten mit dem Schild des Gerätes nach außen geschoben worden ist (so dass Regenwasser später rasch seitlich vom Weg abfließen kann), setzt Uli Pfau sich selbst drehende Rundschaftmeißel ein, die ebenfalls an der Baumaschine vorhanden sind. Sie reißen die Oberfläche bis maximal zehn Zentimeter Tiefe auf und mischen dabei zugleich das Material neu.Anschließend wird abermals das Schild des Graders verwendet. Damit wird das aufgelockerte Material gleichmäßig auf einem intakten Wegeprofil verteilt oder, falls nötig, das Profil modelliert. Häufig formt man dabei ein „Dachprofil“, das absichtlich von der Mitte zu den Seiten abfällt – ebenfalls im Bestreben, Wasser vom Weg herunter fließen zu lassen. Es solle stets rasch vom Pfad weg, nicht in Wegrichtung entlang laufen, betont Uli Pfau.Das leichte Aufreißen hat zugleich einen wichtigen Effekt bei etwaigen Schlaglöchern, die sich da und dort in Waldwegen bilden. Denn vom Rand eines Schlaglochs nach innen verläuft stets ein „Trichter“. Schafft man da nur neues, festes Material hinein, wird es beim Überfahren nach unten und an die Ränder gedrückt und vergrößert das Loch sogar noch! Darum sollte das Schlagloch vor jeder Ausbesserung durch die Meißel komplett zerstört werden, so dass nachfolgend wieder eine vollständige Bindung geschaffen werden kann. Im Fall des etwa 875 Meter langen Teilstücks einer insgesamt 7,5 Kilometer umfassenden Maßnahme in diesem Revier, das Pfau gerade bearbeitet, ist das Profil des Wegekörpers in Ordnung, weswegen Uli Pfau direkt zum dritten und letzten Arbeitsschritt übergeht: dem Verdichten.Dazu nutzt er an der Front des Schleppers angebaute, vibrierende Verdichterplatten. Diese sind zusätzlich zur Seite schwenkbar. Man kommt beim Bearbeiten also auch rechts und links über den Rand des eigentlichen Weges hinaus, wohingegen eine herkömmliche Walze lediglich in der Mitte fahren kann, da sie sonst ins Bankett rutschen würde. Deshalb kann die abfallende Kontur des Waldweges durchgängig bis auf die seitlich benachbarten Flächen geführt werden, wohin Regenwasser ablaufen soll.Denn nur ein trockener Weg ist ein guter Weg! Wasser ist wesentlich für die Vegetation, kann indessen den Zustand von Waldwegen massiv beeinflussen. Erst recht in Zeiten, in denen immer mehr Starkregenereignisse ein Übriges tun. Steht Wasser nachfolgend zu lange auf den Pfaden, dringt es mehr und mehr in den Wegekörper ein und setzt die Stabilität, mithin die Befahrbarkeit damit deutlich herab. Dieser Waldweg ist offenbar länger nicht gepflegt worden und darum bereits vergrast… …doch das Material darunter noch in Ordnung und deswegen nach den drei Arbeitsgängen wieder erstklassig befahrbar. Ein Beispiel, was passiert, wenn man die Waldwege nicht in dieser Weise offen hält, bietet inzwischen der bekannte Höhenzug „Stegskopf“ im Dreiländereck Rheinland-Pfalz-Hessen-Nordrhein-Westfalen. Auf dem Berg, der einst den Truppenübungsplatz Daaden beheimatete, hat man die Nutzung bewusst stillgelegt. Waren die dort vorhandenen Waldwege vormals selbst bequem mit einem Reisebus zu befahren, passt nach nur wenigen Jahren heute gerade noch ein Fahrrad durch. Auf dem „Stegskopf“ ist es so gewollt, doch im Wirtschaftswald müssen auch die Wege bewirtschaftet werden. Und erneut gilt, dass Pflege immer günstiger ist als Wege(neu-)bau. Pflanzenteile und Erde behindern das Abtrocknen… …und werden neben den Pfad geschoben. Alexander Pfau sagt, dass es im Wegebau wie beim Heckenschneiden sei: Eine Hecke, an der man zehn Jahre lang niemals Hand angelegt habe, müsse man im Anschluss erst einmal wieder in Form bringen. „Danach geht es dann einfacher“. Und das sei bei Wegekörpern und ihren Profilen genauso. Darunter kommt eine nutzbare Schicht zum Vorschein. Wird die Schicht nur 10 Zentimeter tief aufgerissen… Im Fall des Höhner Waldweges stimmen nach mehreren Überfahrten mit dem „John-Deere“-Schlepper und dem Anbaugrader alle Parameter: Das Lichtraumprofil ist groß genug, die Deckschicht wurde abgetragen, das Material aufgerissen und neu vermischt, anschließend verdichtet. …ist die Verteilung des Materials wieder ausgeglichen… …und es kann verdichtet werden. An dieser Wegeverbindung sind außerdem die Bankette gemulcht worden. Das wiederum verhindert, dass Gräser, die neben dem frisch gepflegten Waldweg wachsen, ständig aufs Neue ihre Samen auf der Fahrbahn verteilen – die dann abermals stark zuwachsen würde. Das Mulchen schafft so quasi eine „Barriere“ zwischen den seitlich wachsenden Pflanzen und dem Weg.Bei Anwendung all dieser Arbeitsschritte, betont Alexander Pfau, könne man im Prinzip mit wenig bis gar keinem Einsatz von neuem Material einen Waldweg immer wieder herstellen und instand halten – anstatt ihn alle zehn oder 15 Jahre neu bauen zu müssen. Nach zwei Überfahrten mit den Rüttelplatten ist der Waldweg vollkommen eben. Fotos (12): Schmalenbach Zur perfekten Wegepflege gehört das Schneiden von Lichtraumprofilen zwingend dazu. HIER WEITERLESEN: Pfau-Nachrichten zum Download

Eine Leidenschaft für so ein Projekt

„Was wir hier gemacht haben, das fällt unter GaLa-Bau, unter Garten- und Landschaftsbau“, beschreibt Klaus-Jürgen Sturm. Drei Wochen lang ist er im August mit seinem Kollegen Fabian Blank auf der Baustelle in Niederroßbach fleißig gewesen. An diesem Nachmittag stehen die beiden Mitarbeiter der Pfau-Tiefbauabteilung kurz vor dem Abschluss der Arbeiten rund um ein privates Neubauhaus. Es ist das Heim der Familie von Claudia und Johannes. Sie hatte sich einen „Familiengarten“ gewünscht, „mit viel Platz für die Kinder, auch die aus der Nachbarschaft“. Und was gibt es hier nun für Möglichkeiten! Selbst ein Schlittenhügel gehört dazu. An diesem modelliert Klaus-Jürgen Sturm gerade letzte Details mit seinem Bagger, zentimetergenau und feinfühlig, gerade so als wäre die 17 Tonnen schwere Baumaschine eine Konditoren-Palette zum Glattstreichen von Torten. „Wir haben hier praktisch ‚auf der grünen Wiese‘ angefangen“, lächelt der erfahrene Pfau-Mitarbeiter. Auf dem sehr großen Grundstück, das das Haus umgibt, „lag ein riesiger Haufen Erde, der unbenutzt war“, wie Sturm es ausdrückt. „Das war der Aushub vom Bau des Wohnhauses, viel, viel Mutterboden – den haben wir gesiebt“ (Anm. d. Red.: siehe auch  „Das ist schon super Zeug!”). Lange überlegten die Bauherren: Was macht man mit der großen Menge Erde? Wegfahren? Wird im Verhältnis zu teuer. Liegenlassen? Kostet zu viel Platz und sieht nicht schön aus, wenn man abends den Feierabend genießt und von der Terrasse aus in den Garten blickt. Die Kinder der Familie hatten zuvor auf dem leicht abfallenden Gelände eine kleine „Schlittenbahn“ – ein paar Meter lang bloß, aber wenn es im Westerwald einmal wieder richtig Winter geben sollte, kann man einige vergnügte Stunden dort zubringen. „Da habe ich gesagt: ‚Dann lasst uns doch eine große Schlittenbahn daraus machen!“, lacht Sturm, „und im Sommer geht es dort mit dem Fahrrad drüber. Im Vorderfeld modellieren wir die Schlittenbahn. Hier hinten wird das Gelände relativ flach, da bekommt der Bauer, dessen Wiese angrenzt, jetzt etwas mehr Fläche und kann hier noch ein bisschen Heu machen“, deutet der Pfau-Fachmann auf das Grundstücksende. Große Steine wurden als Terrassen-Einfassung gesetzt. Der Pool wurde im Erdreich „versenkt“. Der ursprüngliche Hausbau begann 2018, Ende des Folgejahres zog die Familie ein. Danach wurden Pflasterarbeiten direkt am Haus noch erledigt, es entstanden schöne Terrassenflächen und benötigte Wege. „Aber nach der Bauphase brauchten wir dann erst einmal etwas Zeit zum Durchatmen, bevor es an die Außenanlagen geht“, blickt Claudia zurück. „‚Corona‘ kam zwischendurch auch noch. Wir haben unterdessen kreative Ideen gesammelt und überlegt, was wir überhaupt wollen.“ In diesem Sommer sollte es weitergehen auf dem Grundstück. Der Daadener Baumschul- und Gartengestaltungs- betrieb Hebel wird dort in den nächsten Wochen Pflanzungen vornehmen. Viele Gräser, verschiedene Büsche – „eine lockere Bepflanzung, die abwechslungsreich ist“, sei vorgesehen, erläuert die Gartenbesitzerin. „Wir haben mit Hebel gesprochen, dort hat man uns für die Erdarbeiten Pfau empfohlen“, schildert Claudia weiter, „in dieser Dimension braucht man jemanden für die Vorbereitungen, der das Personal und die Maschinen hat.“Kurz darauf sei Uli Pfau, der die Tiefbauabteilung des Kirburger Unternehmens leitet, nach Niederroßbach gekommen, um sich die Vorstellungen der Bauherren anzuhören. „Er hat sich einen Abend Zeit genommen, und wir haben alles durchgesprochen“, erzählt die Hausherrin. So wurden Ideen „einmal rund ums Haus“ gemeinsam entwickelt. Eine davon ist ein runder Pool mit vier Metern Durchmesser, 14.000 Liter Wasser passen rein. Zunächst wurde von Pfau ein Loch für den Pool ausgehoben, denn das Becken sitzt 30 Zentimeter tiefer im Boden, damit der Einstieg nicht so hoch ist. Nach dem Ausschachten setzte Pfau den Pool an den gewünschten Platz, umrahmt von Einfassungen, verschiedenen Schotter- und Splittsorten – ein großartiger, super in die Region passender Kontrast zu den später ringsrum wachsenden Pflanzen und ein gelungener Materialmix.Nebenan gibt es eine praktische Außendusche. Rahmen aus Cortenstahl werden dort zu Trennwand und Sichtschutz. In die vom Gartenboden aufragenden Rechtecke sollen Holzscheite aufgeschichtet werden, so bekommt die Dusche Seitenwände. „Keine Palmen, sondern eine Gestaltung, die in den Westerwald passt“, findet Claudia. Um die gestalterischen Elemente hat Pfau sich ebenso gekümmert wie um die Modellierung des Terrains. „Wir wollen mit der Zufriedenheit aller nach Hause gehen“, unterstreicht Klaus-Jürgen Sturm am letzten Nachmittag auf der Baustelle in Niederroßbach. Fotos: Schmalenbach HIER WEITERLESEN: Pfau-Nachrichten zum Download

„Das ist schon super Zeug!“

Fabian Blank lebt nicht weit von dem Haus in Niederroßbach entfernt, um welches herum die Pfau-Tiefbauabteilung in den zurückliegenden drei Wochen im Garten- und Landschaftsbau geschafft hat (siehe „Eine Leidenschaft für so ein Projekt“): er kommt aus Rennerod. Seit 1. August ist Blank Teil der Tiefbauabteilung von Pfau. Als gelernter Straßenbauer hat er sich bei dem ambitionierten Projekt direkt voll einbringen können. Gerade arbeitet er ein letztes Mal mit einem besonderen Anbauwerkzeug an seinem Bagger, das aus der Entfernung ein bisschen wie eine Kaffeemühle klingt. Im Schaufelseparator bearbeiten angetriebene Wellen die Erde. „Gesteinskörnung, die Grasnabe – egal, was im Erdhaufen drin ist, bleibt im Sieb des Löffels hängen“, erläutert Fabian Blank. Mit dem „Sieblöffel“, so der Fachbegriff, hat er wieder und wieder die noch vom Ausschachten des 2018/19 errichteten Wohnhauses auf dem Niederroßbacher Grundstück übriggebliebene Erde bearbeitet. „Der so aufbereitete, hochwertige Mutterboden ist wunderbar für Rasenflächen und die Gartenanlage“, erklärt der Fachmann. „Der Baumschulbetrieb Hebel, der jetzt nach uns kommt, Gräser und Sträucher setzen und Rasen einsähen wird, hat es damit auch viel leichter, beim Pflanzen benötigte Löcher zu machen, das Pflänzchen hineinzusetzen und mit der Erde wieder zuzudecken. Das ist schon super Zeug, das Gerät einwandfrei!“, sagt der Straßenbauer über den Sieblöffel.Der Baggerlöffel jedoch sei keine einfache Siebschaufel, aus der durch Schütteln feine Erde durch ein darin eingesetztes Gitter nach unten fällt. In dem auch „Schaufelseparator“ genannten Gerät, das die Pfau-Tiefbauabteilung benutzt hat, zermahlen von Hydraulikmotoren angetriebene Wellen die Erde zusätzlich. Das macht sie besonders fein und gleichmäßig, wie man deutlich erkennen kann, wenn man Fabian Blank zusieht: Die Erde rieselt beinahe wie Puderzucker zu Boden. Die aufbereitete Erde ist ideal für die Gartengestaltung. HIER WEITERLESEN: Pfau-Nachrichten zum Download

Trotz Hitze: Holz ist für Besucher interessant

Schüttraummeterpreise und Hartholzanteile sind zwar die am häufigsten angesprochenen Themen bei den Besuchern am Pfau-Stand. Konstantin und Annastasia jedoch finden die Ausmalblätter erheblich interessanter, die es im vor der ersten großen Hitzewelle des Sommers schützenden Zelt des Kirburger Unternehmens, neben Gummibärchen und kühlen Getränken, für Kinder gibt! Der Fünfjährige verleiht der Kippmulde auf dem Vordruck einen typischen, pfauroten Buntstift-Anstrich, während seine Schwester, mit Unterstützung von Vater Alexander, ihr Bild lieber in Grün hält. Es ist natürlich ein Zufall, dass die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft ihren Platz auf den diesjährigen „Westerwälder Holztagen“ direkt gegenüber dem Pfau-Messestand gefunden hat. Doch die Kombination macht eine Reihe Betrachter offenbar nachdenklich: Die Berufsgenossenschaft zeigt mit einem „Kick-Back-Simulator“, wie gefährlich der Motorsägen-Einsatz bei unsachgemäßer Handhabung sein kann.    Etliche Besucher kommen daraufhin ins Grübeln. Sicher, fertiges Brennholz, wie es Pfau seit neuestem auch für Endverbraucher im Angebot und am „Holztage”-Stand in allen Einzelheiten präsentiert hat, mag etwas mehr kosten, als wenn man selbst „Holz macht“. „Wenn man sich allerdings ansieht, was bei laienhaftem Arbeiten passieren kann und außerdem berücksichtigt, dass man nass geschwitzt ist, wenn man ein, zwei Meter fertig hat: dann stellt sich schon die Frage, ob der Aufwand lohnt oder man einfach bequem auf das fertige Brennholz-Angebot zurückgreifen sollte. Zumal man nicht jünger wird!“, schildert ein Paar, das aus Bendorf aufs „Holztage“-Areal im Gelände der Holzwerke van Roje in Oberhonnefeld-Gierend im Landkreis Neuwied gekommen ist, wie es erzählt.   „Was kostet das Holz?“ „Was gibt es für Holz?“ „In welchem Umkreis liefert ihr?“ „Wie viel habt ihr?“ Das seien die Themen und Fragen gewesen, mit denen die meisten Besucher der „Westerwälder Holztage“ an den Pfau-Stand gekommen sind, berichtet Alexander Pfau. Oder ebenso: „Kann ich auch Rundholz haben, so dass ich das zu Hause selbst aufarbeiten kann, aber es nicht mehr selbst aus dem Wald holen muss?“ Gerade beim letzten Punkt sei die Resonanz doch deutlich größer gewesen, als er selbst erwartet habe, betont Pfau. Das neue Brennholz-Angebot für Endverbraucher samt Online-Shop (shop-forst-pfau.de) steht am Pfau-Stand klar im Vordergrund des Besucherinteresses. Die Demonstration der Berufsgenossenschaft gleich gegenüber des Pfau-Standes macht manchen nachdenklich. Zugegebenermaßen sei es ein gewisser Aufwand, einen Stand zu gestalten, das Material aufs Messegelände zu bringen und dort aufzubauen (und am Ende wieder fortzuschaffen), räumt er ein. Außerdem investieren Mitarbeiter am Wochenende – die „Westerwälder Holztage“ finden während eines Samstags und Sonntags statt – viel Zeit, um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und alle Fragen kompetent zu beantworten. „Doch aufgrund der Veränderungen der vergangenen Jahre wollen wir uns auch mehr gegenüber Endkunden präsentieren“, erläutert der Firmenchef und denkt dabei an die dramatischen Verwerfungen im deutschen Wald infolge des Klimawandels und Borkenkäfers. Es gehe letztlich darum, ergänzt Alexander Pfau, „dass die Menschen überhaupt wissen, was wir inzwischen alles machen. Früher kannte man uns nur als Dienstleister, der mit dem ‚Harvester‘ die Holzernte erledigt hat. Oder dessen große rote Lkw man auf der Straße vor sich hatte – aber nicht als Partner, der Brennholz für jedermann bis vor die Haustür liefert und das mit einem bequem zu nutzenden Online-Shop möglich macht. Den haben wir unter der Adresse shop-forst-pfau.de eigens eingerichtet, weil sich viele so eine unkomplizierte Bestellmöglichkeit gewünscht hatten.“   HIER WEITERLESEN: Pfau-Nachrichten zum Download

Davon profitieren auch die Waldbesitzer

Kevin Wuttke kommt mit seinem 540er „Volvo“ an jener Halle in Kirburg an, in der der neue Brennholzautomat von Pfau, ein „SpaltFix S-376“ des österreichischen Herstellers Posch, aufgebaut worden ist. „Wuddi“, so der Spitzname des Fahrers, bringt eine Fuhre Rundholz, das zu Brennholz werden soll. Er legt mit dem am Motorwagen seines „Kurzholzzuges“ montierten Bordkran direkt einige Stämme davon auf den Aufgabetisch der Anlage. Von dort wird das Holz über einen höhenverstellbaren Walzenförderer in die Halle sowie in den eigentlichen Sägespalter gezogen. An dem arbeitet gerade Claudia und lässt die unter einem Polycarbonat-Schutzfenster kreisende Säge wieder und wieder durch die Stämme sausen. Das Holz, das die Pfau-Mitarbeiterin mit dem Gerät wahlweise in 20, 25, 33, 40, 50 Zentimeter lange Stücke schneiden kann, hat das Kirburger Unternehmen während der vergangenen Monate bei Durchforstungsarbeiten mit dem „Woodcracker“ aus Wäldern entnommen. Dieses Anbauwerkzeug am Forstbagger greift Stämme und „knipst“ sie mit einem großen Messer präzise und besonders nah über dem Erdboden ab (die PFAU-NACHRICHTEN berichteten). „Durch die Käfer-Kalamitäten der letzten Jahre ist das Laubholz absolut vernachlässigt geworden. Da gibt es extreme Pflegerückstände“, erläutert Kevin Koziol, „da geht man jetzt aber gezielt ran und durchforstet Laubholzflächen beziehungsweise beauftragt uns vermehrt damit.“ Wie der Pfau-Einsatzleiter weiter schildert, könne die Brennholzproduktion somit komplett aus einer Hand geboten werden – vom Einschlag bis zur Lieferung vor die Haustür. Denn Pfau schaffe das bei den Pflegemaßnahmen geerntete Holz selber mit dem Rückezug bis an die Waldstraße, wo Pfau-Fahrer wie „Wuddi“ es mittels Kran aufladen und mit eigenen Lkw zum Brennholzautomaten fahren. Der sei bewusst in einer Halle aufgebaut worden, um witterungsgeschützt zu stehen, „so dass die Bediener auch bei schlechtem Wetter eine angenehme Arbeitsumgebung haben und das fertige Produkt ebenso im Trockenen ist“, ergänzt Koziol. Das Spalten, Trocknen und Liefern übernehme Pfau ebenfalls vollständig selbst, sagt der Einsatzleiter: „Wir haben den Platz dafür, die Hallen dafür, die Logistik.“ Von dieser Ausstattung und Arbeitsorganisation profitierten indes nicht nur die Kunden, die Brennholz bestellen, sondern ebenfalls die Waldbesitzer: „Sie wünschen sich die Pflege und möchten natürlich auch eine gewisse Summe mit dem Holz erzielen. Wir bieten das Komplettpaket an, erledigen die vollständige ‚Selbstwerbung‘“, verdeutlicht Kevin Koziol. „Das heißt, dass wir dem Waldbesitzer garantieren, dass wir ihm alles Holz abnehmen und er nicht auf einem einzigen Festmeter sitzen bleibt. Er muss sich also um nichts kümmern, das ist ein riesiger Vorteil.“ Deswegen kaufe Pfau das Holz, das bei vom Unternehmen durchgeführten Durchforstungen entnommen wird, wenn gewollt. Claudia zieht unterdessen den nächsten Stamm ein, variiert dazu die Einzugshöhe des Walzenförderers, weil das Holz etwas krumm ist. Die daraus geschnittenen Scheiben werden im Spaltkanal des „SpaltFix“ daraufhin vom Spaltzylinder auf ein Spaltkreuz gedrückt und mit bis zu zwölf Tonnen Druck in Scheite zerteilt. Das Spaltkreuz ist hydraulisch wechselbar zwischen Vierfach- oder Achtfach-Ausführung, so dass das Brennholz im Durchmesser wahlweise dicker oder dünner ausfällt. HIER WEITERLESEN:

Brennholz aus dem neuen Automaten

Frühsommerliche Temperaturen auch im Oberwesterwald – doch in Kirburg beschäftigen sich trotzdem gerade ein paar Männer und eine Frau intensiv mit Brennholz? Kevin Koziol schmunzelt: „Klar, wenn ich zur nächsten Heizsaison hochwertiges, luftgetrocknetes Brennholz haben möchte, dann muss ich jetzt etwas dafür tun.“ Deswegen ist der Pfau-Einsatzleiter mit drei Kollegen derzeit dabei, in einer Halle des Unternehmens mit einem nagelneuen Brennholzautomaten frisches Buchenholz zu schneiden und zu spalten (siehe auch Seite 6). Zwei Stunden früher: Vor einem schmucken Einfamilienhaus in Weitefeld fährt Kevin Koziol mit einem Pickup im Pfau-Design vor. Mit dem „VW Amarok“ zieht er einen Anhänger voller Holzscheite und rangiert das Gespann gerade genau vor die Garage des Wohngebäudes. Exakt dort möchte der Hausherr das Brennmaterial abgekippt haben, da er es auf der Rückseite der Garage aufsetzen und trocknen lassen will. „Wir können das Brennholz so liefern, wie es gewünscht ist. Alles ist möglich“, erklärt Koziol dazu. Werde, wie in diesem Fall, frisches Brennholz vom Kunden geordert, lassen die fleißigen Mitarbeiter von Pfau es direkt vom Förderband des Spaltautomaten auf den Anhänger purzeln und liefern es unmittelbar aus. „Das macht sich natürlich im günstigeren Preis bemerkbar. Wenn jemand sagt, er brauche eh nur ein paar Meter, hat draußen am Haus Platz und möchte sich das Holz selbst aufsetzen, dann ist das ideal“, fügt Kevin Koziol an. In der Kirburger Halle jedoch wird das eben frisch gespaltene Brennholz in diesem Moment vom Automaten aus in Gitterboxen gefüllt: Ein Kunde benötigt rasch eine größere Menge davon. Und diese soll bei der Lieferung in wenigen Tagen bereits getrocknet sein. Darum laden die Pfau-Leute die gefüllten Gitterboxen anschließend auf einen Plateauauflieger, der zum Fuhrpark des Unternehmens gehört, und fahren die Holzscheite mit den Boxen in eine Trockenkammer, so dass die gewünschte Restfeuchte bereits nach nur fünf bis acht Tagen erreicht wird. Daneben werde das gespaltene Holz ebenso in Bigpacks und Gitterboxen ganz natürlich „im in Kirburg gefühlt ständig wehenden Wind“ getrocknet, zwinkert Kevin Koziol. Er schildert außerdem, dass bei der Auswahl der Holzarten ebenfalls individuelle Vorlieben Berücksichtigung finden können. Reine Buche sei genauso lieferbar wie Laubholz gemischt mit 80 bis 90-prozentigem Hartholzanteil. Darin sind also zum Beispiel Eiche, Esche, Buche enthalten. HIER WEITERLESEN:

Baggern für mehr Wasser im Wald

Im Norden von Rheinland-Pfalz, in der Verbandsgemeinde Kirchen, da, wo das Siegerland auf das Bergische und den Westerwald trifft, findet man fernab der Hauptstraßen das beschauliche Harbach. Die drei Ortsteile dieser Wohngemeinde – Locherhof, Hinhausen und eben Harbach – liegen in den Tälern des Löcher- und des Hinhausenerbachs. An der Stelle, wo der Löcherbach aus dem Wald in das Dort Locherhof fließt, ist die Tiefbauabteilung von Pfau derzeit aktiv. Bei den Baumaßnahmen geht es ebenfalls um fließendes Wasser. „Wir fangen hier an und kommen nach über zwei Kilometern Rundweg hier wieder an“, deutet Uli Pfau entlang eines Forstwegs, der neben dem Löcherbach verläuft. „Der gesamte Weg wird auf dieser Runde um 1,50 Meter verbreitert“, erläutert der Leiter der Pfau-Tiefbauabteilung weiter. So werde Platz geschaffen für einen Seitengraben, der dem Wasserrückhalt dient. Damit soll mehr Feuchtigkeit im Wald gehalten werden – eine in Zeiten des Klimawandels immer wichtigere Aufgabe, mit der sich viele Forstverwaltungen beschäftigen und entsprechende Baumaßnahmen ausschreiben. Jedoch darf das Material, das für die Verbreiterung weggebaggert werden muss, nicht einfach auf die andere Seite des Forstweges bewegt werden. „Deswegen muss alles oben auf dem Hügel zu einem Lagerplatz gefahren werden – wir bewegen hier zweieinhalb tausend Kubikmeter Aushub. Mindestens!“, verdeutlicht Uli Pfau. Um das effizient erledigen zu können, setzt er einen Volvo A25G ein. Der Sechszylinder-Diesel dieses „Dumpers“ leistet 320 PS. Alle Räder sind angetrieben, und so kann die Maschine mit ihrer 15 Kubikmeter großen Mulde 25 Tonnen Nutzlast befördern – auch den kurvigen, in Teilen steilen und rutschigen Forstweg hinauf zum Lagerplatz.Insgesamt vier Woche dauerten die Arbeiten bei Locherhof, sagt Uli Pfau. An der Stelle, an der der Aushub abgekippt wird, planiere Pfau und schaffe so noch einen zusätzlichen Holzlagerplatz neben dem Weg.  

Dankbar, zur Arbeit gehen zu können

Auf seinen Kollegen Lukas hat Klaus-Jürgen Sturm schon gewartet. Mit einem pfauroten Kipper bringt er „Split 0-32“ zur Baustelle, auf der Sturm schon geraume Zeit aktiv ist. Der Pfau-Mitarbeiter nimmt sich mit einem kleinen Bagger löffelweise etwas von dem Material auf Lukas‘ Lkw herunter, um damit fein dosiert eine gleichmäßige Rampe an der Kante einer Betonbodenplatte zu modellieren. Auf dieser Bodenplatte ist eine neue Pferdeboxenanlage für einen Westerwälder Reitverein errichtet worden. Ringsum hat die Pfau-Tiefbauabteilung (mit unter anderem wetterbedingten Unterbrechungen) seit Dezember im wahrsten Wortsinn eine Menge bewegt. Seit Anfang des Jahres unterstützt von Klaus-Jürgen Sturm. Bei einem Bauunternehmen in der Nähe begann der gelernte Kfz-Mechaniker, der zuvor zehn Jahre lang Landmaschinen repariert hatte, einst mit der Option, sich vor allem um die Wartung der Baumaschinen zu kümmern. „Und ab und zu mal auf einer Baustelle zu helfen“, ergänzt Sturm, der 36 Jahre bei jener Firma blieb. Durch seine vorherige Tätigkeit hatte er vor diesem dauerhaften Engagement bereits als Externer den Maschinenpark der Bauunternehmung betreut. Eine somit alles in allem weit über vier Jahrzehnte währende Verbindung also: So lange am Stück einem Arbeitgeber die Treue gehalten zu haben, solcherlei findet sich heute nicht mehr in allzu vielen Lebensläufen! Entsprechend schwer mitgenommen hat Klaus-Jürgen Sturm ein Gespräch im vergangenen August mit seinem seinerzeitigen Chef. Dieser eröffnete ihm, dass es nach seinem bevorstehenden Ausscheiden wohl keinen Nachfolger geben werde. Weshalb die Firma zum Jahresende den Betrieb einstelle.Es muss ein Schock für ihn gewesen sein, das merkt man Klaus-Jürgen Sturm noch immer an, wenn er davon erzählt und schlucken muss: „Nach über 40 Jahren war das nicht so ganz einfach. Es ist bitter“, nickt er. „Zuletzt war ich in dem Bauunternehmen Polier, ja, und auch Baggerfahrer. Doch vor allem habe ich richtig große Baustellen koordiniert, die Leute eingeteilt, Material bestellt. Jede Baustelle ist ein neues Thema gewesen – und man lernt immer wieder dazu. Das ist genau das Spannende daran: dass man immer wieder neue Herausforderungen im Job hat.“ Senior-Chef Uli Pfau, der insbesondere die Tiefbauabteilung des Kirburger Unternehmens leitet, kannte Klaus-Jürgen Sturm bereits seit dessen Zeit als Landmaschinenmechaniker. „Man kennt sich halt hier – der Westerwald ist ein Dorf“, schmunzelt der in Niederdreisbach Wohnende. „Von daher war es für mich von Anfang an klar: Wenn ich die Arbeitsstelle noch einmal wechseln müsste, versuche ich, beim Uli unterzukommen. Weil ich Bock habe auf die Arbeit, die er macht.“So war keine lange Verhandlung nötig: Uli Pfau hätte Klaus-Jürgen Sturm direkt ab September 2024 eingestellt. „Aber ich wollte den alten Chef nicht sitzen lassen und bin darum noch bis Weihnachten geblieben“, berichtet Sturm. Doch jetzt verstärkt er das Pfau-Team – und wenn er die am neuen Pferdestall geleisteten Arbeiten begeistert beschreibt, so erkennt man, wie sehr ihm diese Tätigkeit weiter Freude macht. HIER WEITERLESEN:  

Einfach anhalten und Holz mitnehmen

Kevin Koziol holt orange Gurte, um einen „Bigpack“ transportsicher festzuzurren. Der Sack ist gefüllt mit ofenfertigem Brennholz, das derzeit bei Pfau in Kirburg besonders günstig zu bekommen ist. Ein Handwerker aus Mauden ist mit seinem Pickup auf dem Rückweg von einer seiner Baustellen über die B 414 gefahren und hat spontan in Kirburg angehalten. Er nimmt einen Schüttraummeter Hartholz gemischt (Buche, Eiche und Esche) mit. Den gibt es bei Pfau solange der Vorrat reicht gerade für nur 95 Euro (brutto, ab Station). Kaum ist der Dachdecker wieder vom Hof gefahren, muss Koziols Kollege Niklas einen Anhänger beladen. Mit diesem soll kurz darauf ein Kunde im Nachbarort Norken angesteuert werden, der sich lose Scheite wünscht, um sie unter einem Vordach an seinem Haus aufzuschichten. Dort liegen sie einerseits gut belüftet und außerdem recht praktisch gleich neben einer Terrassentür vom Wohnzimmer nach draußen. So ist es sehr komfortabel, das Holz korbweise für den herrlich wärmenden Kaminofen in der Stube hereinzuholen. Zu den Geschäftszeiten (montags bis freitags zwischen sieben und 16 Uhr) bestehe in der Regel die Möglichkeit, Brennholz zum Angebotspreis bei Pfau in Kirburg mitzunehmen (direkt an der Bundesstraße 414/Köln-Leipziger- Straße 2), beschreibt Kevin Koziol. Es sei ebenso möglich, eine Abholung vorab telefonisch (0 26 61/9 35 94 10) zu vereinbaren, ergänzt er – allein schon, um eventuelle Wartezeiten zu vermeiden. Jetzt heißt es also schnell sein: Eine Menge vom Holz zum Angebotspreis ist bereits weg… „Aber noch gibt es bei uns einen kleinen Rest ofenfertiges Brennholz zum Sonderpreis“, schildert Kevin Koziol. Nur 95 Euro je Schüttraummeter seien preislich eben recht attraktiv, urteilt der Fachmann, weshalb die Nachfrage sehr groß sei. Und dass es sowohl lose als auch Sackware gebe, Selbstabholung genauso möglich ist wie eine Belieferung, decke jeden Bedarf ab. HIER WEITERLESEN:

Große Nachfrage bei Brennholz-Aktion

Da ist es in den zurückliegenden Tagen doch wahrhaftig noch einmal etwas kälter geworden, ehe ein erster Hauch von Frühling wehte! An einigen Orten im Norden von Rheinland-Pfalz und im Siegerland gab es kurz zuvor nachts noch zweistellige Minusgrade. „Aktuell bedienen wir darum vor allem Menschen, die kurzfristig Brennholz benötigen, weil sie in der jüngsten Kältephase viel verbraucht und darum jetzt zu wenig daheim haben“, erläutert Alexander Pfau. Doch ebenso sei die Nachfrage aus einem zweiten Grund sehr groß, betont der Westerwälder: Bei Pfau läuft eine Brennholz-Aktion, mit der man den heimischen Holzstapel besonders preiswert auffüllen kann. Jedoch nur, solange der (inzwischen schon deutlich verringerte) Vorrat reicht. „Unser Ziel ist es natürlich immer, die Westerwälder so früh zu versorgen, dass sie ihr Holz noch ein Jahr aufsetzen können. Deswegen arbeiten wir geeignetes Holz genauso im bevorstehenden Frühjahr und Sommer auf, damit wir es direkt verkaufen können. So dass alle gut eingedeckt sind, ehe es in der nächsten Heizperiode erneut kalt wird“, führt Alexander Pfau aus. Dabei gestalteten sich die Preise danach, ob der Kunde das Holz kammergetrocknet, luftgetrocknet oder frisch haben möchte. Ebenso ist die Wahl der Holzsorte(n) maßgeblich: Soll es ausschließlich Buche sein? Oder Buche, Eiche, Birke gemischt? „Bei unserer momentanen Aktion handelt es sich um gemischtes Hartholz, also Eiche, Buche und Esche“, fügt Pfau-Mitarbeiter Kevin Koziol an, der bei dem in Kirburg ansässigen Unternehmen vor allem für die Einsatzplanung im Forstbereich zuständig ist. Außerhalb dieses Sonderangebotes könne man gleichwohl gleichermaßen sortenreines Brennholz bei Pfau bekommen. „Das möchten viele Menschen“, berichtet Koziol. „Die Buche ist so ein bisschen der ‚Liebling‘ der meisten“, zwinkert er. Das liege daran, dass die Buche als Brennholz einfach seit jeher sehr bekannt sei, „denn das ist das Holz, das es hier in der Region immer gegeben hat.“ Nach Daten von Landesforsten Rheinland-Pfalz hat die Rotbuche mit rund 30 Prozent tatsächlich den größten Anteil an der Waldfläche in dem Bundesland. „Außerdem lässt sich Buche, wenn man selbst händisch Brennholz macht, gut spalten, trocknet schneller als etwa Eichenholz und hat einen sehr hohen Heizwert“, erläutert der Pfau-Fachmann die Gründe für die Beliebtheit der Buche im Westerwald. HIER WEITERLESEN:

Mit Bruno auf dem Beifahrersitz

„Mein Bruno sitzt normalerweise da.“ Markus Jäger deutet auf den Beifahrersitz in seinem pfauroten „Volvo 540“. Weil er dort heute einen Reporter als Gast mitnimmt, musste Bruno weichen und fährt ausnahmsweise auf dem Bett in der Fahrerkabine mit. „Ich habe gestern zum Alexander (Anm. d. Red.: Gemeint ist Geschäftsführer Alexander Pfau) gesagt: ‚Jetzt kann ich mir den ganzen Vormittag das ‚Gebruddel‘ vom Bruno anhören, weil der sich beschwert, dass er nicht aus dem Fenster gucken kann“, lacht Jäger herzerfrischend. Als der Lkw-Fahrer noch nicht mit seinem heutigen Kurzholzzug im Fernverkehr unterwegs war (siehe „Vom Praktikanten zum Fernfahrer“), sondern mit einem Kipper-Sattelauflieger im Münsterland Mist aus einer Biogasanlage als Dünger für einen landwirtschaftlichen Betrieb in Westhessen holte, gab es im Büro eines der Auftraggeber für den sympathischen Siegerländer des öfteren ein nettes Pläuschchen, eine Pause und frischen Kaffee. „Und die hatten da in dem Büro immer einen Bären als Maskottchen sitzen“, schildert Markus Jäger. Jedes Mal, wenn er die Räumlichkeiten betrat, sagte er zum Stofftier: „Na, heute fährst du mit, oder?“ „‚Nix‘, hat der Chef immer eingeworfen, ‚der bleibt hier‘“, erzählt der Fahrer. „Irgendwann ist der Bär bestimmt mir“, das sei wiederum seine Antwort gewesen. „Das war natürlich immer nur Spaß, aber bestimmt habe ich das vier-, fünfmal gesagt“, schmunzelt Markus Jäger. Eines Tages ist der Pfau-Mitarbeiter abermals im Büro des Kunden. Wiederum wird ihm Kaffee angeboten. Es gibt sogar Plätzchen dazu, entsinnt er sich, „da die auch sehr zufrieden waren mit unserer Arbeit“. Plötzlich verlässt der Chef der Firma das Büro – angeblich, weil er irgendwelche Papiere vergessen habe. Es vergeht eine Weile, der Kaffee schmeckt, der Firmenchef kehrt zurück, ohne erkennbar irgendwelche Unterlagen geholt zu haben, daran erinnert sich Markus Jäger noch genau.Als sich der Pfau-Fahrer verabschiedet, zu seinem Lkw zurückgeht, „sitzt der Bär da!“, entfährt es ihm. „Ich wieder rein: ‚Ich habe ein Problem. Da sitzt einer in meinem Auto.‘“ „Jetzt hast du deinen eigenen“, habe man ihm seinerzeit lachend erwidert.„Da hatte der Chef doch seine Frau am Vortag losgeschickt, um so einen Bären zu besorgen, extra für mich!“, freut Markus Jäger sich noch heute über die nette Geste. „Seitdem ist der Bruno immer dabei.“ Immer auf dem Beifahrersitz des „Volvo 540“, Kilometer für Kilometer, den der Fernfahrer zurücklegt, um die Sägeindustrie mit dem von ihr so dringend benötigten, kostbaren Rohstoff zu versorgen. HIER WEITERLESEN:

Vom Praktikanten zum Fernfahrer

Während die meisten seiner Kollegen noch schlafen, ist Markus Jäger bereits unterwegs, um seinen Kurzholzzug zu beladen. Es ist kurz nach Mitternacht, der Pfau-Fahrer ist vor gut einer Stunde aufgestanden und losgefahren. Anders als seine ebenfalls mit „Kranautos“ Holz transportierenden Kollegen im Westerwälder Unternehmen, ist der 49-Jährige in der Regel von montags bis freitags „draußen“, schläft in seinem „Volvo 540“ und kommt nur am Wochenende heim ins Siegerland, wo er mit seiner Frau und seinem Sohn lebt. Denn Markus Jäger mag die Arbeit als Fernfahrer, „möchte nicht mehr ‚nur um den Kirchturm‘ unterwegs sein“, wie sein Chef Alexander Pfau es ausdrückt. Es müsse so sieben, acht Jahre zurückliegen, erzählt Markus Jäger. Auf der Suche nach einer neuen beruflichen Aufgabe stieß er auf eine vakante Stelle bei Pfau. „Die suchten einen Baggerfahrer“, sagt er. Mit dem Radbagger waren seinerzeit große Mengen Holz von durch den Borkenkäfer geschädigten „Kalamitätsflächen“ in Überseecontainer zu verladen. Denn die heimische Sägeindustrie war schlicht nicht in der Lage, so viel Rundholz auf einmal zu verarbeiten, wie plötzlich innerhalb recht kurzer Zeit in den arg gebeutelten Wäldern etwa im Sauer- und Siegerland oder dem Westerwald anfiel.So stieg Jäger also bei Pfau ein, zunächst im Rahmen eines vom Arbeitsamt geförderten Praktikums. „Um mal zu gucken, ob das überhaupt etwas für mich sein könnte. Und ob die Firma zu mir passen würde“, blickt er zurück. Schlussendlich wurden aus dem „Versuch“ zwei Jahre, in denen Markus Jäger „Container im Akkord vollgestopft“ hat, wie er scherzt. Irgendwann waren die vom Borkenkäfer zerstörten Waldstücke natürlich abgeerntet, für Mitarbeiter Markus Jäger war in diesem Bereich weniger zu tun. „Dafür wurde die Nachfrage nach dem Wegebau von Pfau immer größer“, schildert er. So wechselte der aus dem zur Gemeinde Burbach gehörenden Würgendorf Stammende als Baggerfahrer in die Abteilung Tief- und Wegebau.Eines Tages sei Senior-Chef Uli Pfau auf ihn zugekommen, führt Jäger weiter aus, und habe ihm vorgeschlagen, einen Lkw-Führerschein zu machen. „Wenn man als Baggerfahrer keinen Schotter für den Wegebau mehr hat, kann man in den Lastwagen steigen und sich selbst welchen holen“, lacht der Siegerländer. Die Firma bot an, die Fahrerausbildung komplett zu finanzieren, „und auch die Zeit, die ich in der Fahrschule gesessen habe, hat Pfau ganz normal wie Arbeitszeit Stunde für Stunde bezahlt“, lobt Jäger. „So habe ich den Führerschein halt gemacht.“ Nach erfolgreich bestandener Prüfung startete Markus Jäger im Lkw: „Ich bin mal Kipper gefahren, mal ein bisschen Tieflader – nichts Weltbewegendes.“ Als Pfau im Auftrag des Landesbetriebes Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) eine Winterdienst-Tour übernahm, wechselte er aufs Räumfahrzeug. „Mir war egal, ob ich tagsüber arbeite oder eben nachts ab zwei die verschneiten Straßen freilege, wenn andere noch schlafen. Auch über Weihnachten und Silvester. Dabei muss man allerdings höllisch aufpassen – es ist keine Spazierfahrt! Wenn du das mal so acht Stunden gemacht hast, bist du durch.“ Und dann folgten da ein paar Situationen, in denen Markus Jäger aushilfsweise das eine oder andere Mal spontane Fahrten auf dem Holzauto übernahm. „Seinerzeit gab es kurzfristig einen Personalengpass, es stand eine Bahnverladung an. Da habe ich gesagt: ‚Okay, das kann ich ja mal machen.‘“ Aus dem „mal machen“ wurde eine dauerhafte Begeisterung für das Thema Holztransport, inzwischen fährt Markus Jäger bereits seit vier Jahren Pfau-Laster. Sein Kurzholzzug ist mit einem Kran ausgestattet, mit dem er nicht nur seinen 540 PS starken „Volvo“ nebst Anhänger be- und entlädt, sondern ebenfalls die Fahrzeuge seiner Kollegen, die Holz mittels Sattelzügen zu den Kunden schaffen und nicht über eigene Kräne verfügen (dafür aber leichter sind und entsprechend mehr Holz zuladen dürfen).„Man verdient schon gut“, verrät Markus Jäger über sein heutiges Beschäftigungsverhältnis, „wer damit nicht klarkommt, ist selbst schuld“, räumt er mit dem Vorurteil auf, man könne als Lkw-Fahrer kein lohnendes Einkommen erzielen. „Wir bekommen jede Stunde bezahlt und zusätzlich Spesen – das mag bei manchem Fahrerkollegen aus Osteuropa anders sein.“ Unter anderem eine für ihn unattraktive Bezahlung nach der Lehre war es einst, die Markus Jäger verärgerte und bewog, seinen Ausbildungsbetrieb zu verlassen. Dabei hatte schon jene Lehrzeit des Siegerländers mit Holz zu tun: Er hat einstmals Sägewerker gelernt.Anschießend war der Würgendorfer zweieinhalb Jahre als Waldarbeiter tätig, „jeden Tag mit der Motorsäge – ich hatte damals Arme wie ein Preisboxer!“, schmunzelt der jetzige Pfau-Mitarbeiter. „Im Winter war allerdings schlechtes Wetter, da konntest du nichts machen. Wir haben im Akkord gearbeitet – das bedeutet: arbeitest du, hast du Geld, arbeitest du nicht, hast du kein Geld.“ Abermals wollte Markus Jäger sich beruflich anders, ja besser aufstellen und begann stattdessen „auf dem Lager eines anderen Unternehmens. Staplerfahren und so etwas. Da bin ich 20 Jahre lang ‚hängengeblieben‘.“ Und das obwohl der Verdienst auch bei diesem Job – für eine ganze Familie – eher knapp ausfiel. „Als ich dann beim Pfau angefangen habe und der erste Monatslohn kam, da sah ich, dass man auch richtig Geld verdienen kann!“ HIER WEITERLESEN:

Einfach eine Notwendigkeit

Die Pfau GmbH und das beschauliche 120-Einwohner-Dorf Mauden im Landkreis Altenkirchen sind wahrlich eng miteinander verbunden. Schließlich gründete Uli Pfau hier vor 38 Jahren sein Gewerbe, seinerzeit noch zur Miete in Daaden wohnend. In Mauden entstand 1990 eine erste neue Halle von „Forst Pfau“. Uli und sein Sohn Alexander haben im Ort bis heute ihre Heimstatt, und fast vier Jahrzehnte lang war Mauden Sitz des am 1. 11. 1986 gegründeten Unternehmens. Warum sich das gerade ändert und wieso das zahlreiche Vorteile bringe, schildern die beiden Geschäftsführer im Interview mit Uwe Schmalenbach. Knapp vier Jahrzehnte lang war die Pfau GmbH in Mauden zu Hause, doch nun verlasst ihr mit der Firma Euer Heimatdorf. Warum das – nach so langer Zeit?Uli Pfau: Das hat einfach Platzgründe. Man kann eigentlich sagen, dass sich das Unternehmen im Schnitt alle zehn Jahre neu ausgerichtet hat. Wir haben hier in Mauden angefangen, zunächst noch am elterlichen Haus für kurze Zeit in der dortigen Scheune. Dann haben wir unsere erste Halle gebaut – die war lange zu groß, dann hat sie lange gepasst und sie war ebenfalls lange zu klein. Was passierte anschließend in der Firmengeschichte?Uli Pfau: 2008 haben wir den Standort in Kirburg hinzugenommen (Anm. d. Red.: Das Gelände liegt dort unmittelbar an der Nordseite der Bundesstraße 414), weil Lkw hinzukamen und es hier in Mauden nicht mehr passte. Nach und nach hat sich immer mehr nach Kirburg verlagert. Als wir dort anfingen, hatten wir nur zwei Lastwagen, die standen abends in der Halle. Inzwischen stehen dort 15. Und jetzt gibt es in Kirburg einen neuen Standort zusätzlich, auf der Südseite der Bundesstraße 414. Was ist der Grund dafür?Uli Pfau: Das Büro muss dringend nachziehen, damit wieder alles an einem Standort ist. Die Nähe zu den Mitarbeitern, der Kontakt untereinander ist ganz anders, wenn alle am selben Ort sind. Auch der Bezug zwischen Verwaltung und den Fahrern mit ihren Fahrzeugen auf dem Hof ist dann ganz anders. Gab es diesen Gedanken schon länger?Alexander Pfau: Ja, eigentlich haben wir schon seit sieben, acht Jahren darüber nachgedacht. Im Zuge der Borkenkäfer-Thematik hat sich unser Geschäftsfeld einmal mehr verlagert – weniger Maschinen, mehr Lkw. Die sind in Kirburg aufgrund der besseren Verkehrsanbindung durch die Bundesstraße vorteilhafter stationiert. Und irgendwann kam die Frage auf, ob das Büro nicht auch am Ort des Geschehens sein müsse. Und warum hattet ihr es dann nicht längst an den Kirburger Standort verlegt?Alexander Pfau: Da gab es verschiedene Regularien – Stichwörter wie Bebauungsplan oder Wasserschutzgebiet sind zu nennen –, die eine weitergehende Bebauung unseres bisherigen Betriebsgeländes in Kirburg bis zum heutigen Tag verhindert haben. Wie seid ihr daraufhin zur jetzigen Lösung gekommen?Alexander Pfau: Es hatte sich Ende letzten Jahres die Gelegenheit ergeben, gegenüber unseres Kirburger Standortes ein Grundstück zu kaufen. Wir hatten auch andere Varianten betrachtet, andere Orte und Gewerbegebiete. Aber eigentlich war immer das Ziel, in Kirburg zu bleiben, weil man dort eben so verkehrsgünstig direkt an der Bundesstraße liegt. Und so sind wir in der Woche vor Weihnachten umgezogen (Anm. d. Red.: siehe dazu auch die Reportage zum Umzug). Nun betreibt ihr zwei Betriebsgelände in Kirburg, die sich in Blickweite gegenüber liegen. Wäre es nicht sinnvoller gewesen, den bisherigen Kirburger Platz zu schließen und nur noch ein Gelände zu unterhalten?Alexander Pfau: Nein, wir werden beide brauchen – das jetzige Gelände wäre bereits wieder zu klein. Werkstatt und Verwaltung sind künftig vorne direkt an der Bundesstraße auf dem neuen Areal, hinten auf dem bisherigen Platz wird dann mehr Raum für den Lagerbereich sein. Wofür braucht ihr so viel Fläche als Lager?Alexander Pfau: Unter anderem für neue Tätigkeiten oder die Arbeit mit unserem neuen Brennholzautomaten; ebenso für Schüttgüter und ähnliches mehr.Uli Pfau: Außerdem haben wir mit dem neuen Standort erweiterte Möglichkeiten hinzugewonnen: Es war beim Kauf zum Beispiel bereits eine größere Werkstatthalle vorhanden, um deren Errichtung wir uns nicht mehr kümmern mussten.Alexander Pfau: Wir haben im vergangenen Jahr bereits einen tollen Mechaniker für die Werkstatt eingestellt, in diesem Jahr ist ein Kfz-Meister als weitere Kraft hinzugestoßen. Und wir werden 2025 zum ersten Mal nach 39 Jahren einen Auszubildenden zum Kfz-Mechaniker Fachrichtung Nutzfahrzeuge hinzubekommen, so dass wir in diesem Bereich noch besser aufgestellt sein werden. Wozu ist das notwendig?Alexander Pfau: Wir sparen dadurch Fahrzeiten zu anderen Werkstätten und zurück ein. Man kann mehr Reparaturen selbst vor Ort schneller erledigen, was unseren Kunden nützt. In der Werkstatt am neuen Standort gibt es dafür eine Grube, es gibt eine Kranbahn. Warum ist das im Kundeninteresse?Alexander Pfau: Unsere Kunden haben oft zeitkritische Logistik-Bedürfnisse, einen eigenen Termindruck. Je rascher wir etwaige Ausfälle der Transportkapazitäten also beseitigen, desto eher und umso besser können wir die Kunden bei der Lösung ihrer Aufgaben unterstützen! Außerdem: Mauden liegt in einer wunderbaren Gegend, ist schön zum Wohnen – aber ist kein zeitgemäßer Standort mehr, wenn Partner uns aufsuchen wollen und dafür erst „hinter die sieben Berge“ fahren müssen. Für Besucher bedeutet der Standort also ebenfalls eine Verbesserung. Seid ihr nicht traurig, dass die Firma nun nicht mehr in eurem Heimatdorf angesiedelt ist? HIER WEITERLESEN:

Neue Firmenzentrale: Kein Tag ohne Action

Es ist fast ein Symbolbild: Während es bei Pfau seit vielen Jahren permanent aufwärts geht, die Firma wächst und immer mehr Geschäftsfelder, neue Mitarbeiter und Fahrzeuge hinzukommen, fällt das Gelände hinter der jüngsten Neuerung des Westerwälder Betriebs steil ab! Gleich neben der kurz vor Weihnachten bezogenen neuen Firmenzentrale des vormals in Mauden beheimateten Unternehmens in Kirburg verläuft nämlich die 250 Meter lange Piste des örtlichen Ski-Clubs, die mit elf Prozent Gefälle talwärts führt. Doch dafür haben Alexander Pfau und seine Mitarbeiter im Moment noch keinen richtigen Blick: Erst vor einem Tag sind die Büromöbel eingeräumt worden, und jeder ist an diesem windigen, nassen Vormittag noch dabei, seinen Arbeitsplatz weiter einzurichten. Zunächst war nur eine einfache Renovierung geplant, als Pfau das Betriebsgelände in Kirburg, direkt an der Bundesstraße 414, mit allen Gebäuden darauf erwarb. Alexander Pfau schmunzelt: „Als wir anfänglich durch die Bestandgebäude auf unserem neuen Grundstück gingen, meinten die Verkäufer: ‚Die Tapete ist ja noch gut…‘“ Doch am Ende wurde das Herrichten der künftigen Verwaltung eine umfangreiche Kernsanierung: die gesamte Elektrik und Wasserversorgung, Fenster, Fußböden, Heizung, eine zukunftsfeste Haustechnik für IT-Netzwerk und anderes mehr wurden komplett neu installiert. Dabei passierte alles unter Zeitdruck. Auf die zum Areal gehörende LKW-Werkstatt erhielt die Pfau GmbH gar erst Anfang November vollen Zugriff, so deren geschäftsführender Gesellschafter weiter. Insofern sind offenkundig alle positiv überrascht und zufrieden, dass man wenige Wochen später tatsächlich so weit ist, dass die Arbeit in der Köln-Leipziger-Straße 2 aufgenommen werden kann. Früher war auf dem Grundstück im zur Verbandsgemeinde Bad Marienberg gehörenden Kirburg ein Tiefbauunternehmen beheimatet. Davon zeugen einige Schüttgutreste auf dem weitläufigen Betriebshof, der sich über mehrere Ebenen erstreckt und an besagte Skipiste grenzt, die 1970 eingerichtet wurde. Diese verfügt neben einem Lift inzwischen sogar über Flutlicht sowie eine Beschneiungsanlage. Auf den Gängen im neuen Pfau-Verwaltungsgebäude sind bereits Scherze bezüglich einer künftigen „Pfau-Wok-WM“ vernehmbar gewesen – schneereiche Wintertage vorausgesetzt… „Du merkst direkt, dass es jetzt einen noch viel engeren Kontakt zu allen Mitarbeitern gibt, gerade auch jenen, die mit unseren Fahrzeugen unterwegs sind und mal eben schnell hier herein kommen können“, resümiert Alexander Pfau etwas ernsthafter, obschon der eigentliche Umzug noch keine 48 Stunden zurückliegt. Ohnehin sind weiterhin Restarbeiten zu erledigen. Gerade fahren die Pfau-Mitarbeiter Dennis und Peter vor und bringen einen Anhänger voll „Rest-Möbel“ – einige Regale und ähnliches, die sie noch vom vormaligen Pfau-Büro in Mauden nach Kirburg geholt haben. „Es holpert im Augenblick zwar da und dort noch etwas“, zwinkert Alexander Pfau, „doch wir waren recht schnell mit dem Umzug: In vier Stunden war das alte Büro in Mauden geräumt!“, lobt er das Zupacken aller. „Sicher: Es fehlen noch die Türen der einzelnen Büroräume, das sorgt für Unruhe. Und im oberen Bereich des Gebäudes erledigen fleißige Handwerker abschließende Arbeiten“, schildert Pfau. Man plane letztlich, Ende Januar mit allem fertig zu sein. Im Keller sollen danach im Februar noch komplett neue Sozialräume für die Mitarbeiter geschaffen werden. Kevin Koziol, der vor allem für die Einsatzplanung im Forstbereich zuständig ist, kann den fehlenden Türen, auch zu seinem Büroraum, durchaus etwas Positives abgewinnen: „Gestern waren wir ganz froh, als wir die schweren Schreibtische hereingetragen haben, dass noch keine Türen drin waren. So ist mehr Platz gewesen.“Einen Raum weiter sind John und Leonhard von der „ComputerTechnik Kremer GmbH & Co. KG“ aus Weitefeld dabei, einen letzten Arbeitsplatz mit dem Computernetzwerk zu verbinden und alle Kabel sauber im Schreibtisch zu „verstecken“. Auch den beiden Dienstleistern gefällt die neue Büroumgebung bei Pfau, wie sie sagen.„Ich habe mit dem eigentlichen Umzug nicht ganz so viel zu tun gehabt, weil ich nur zwei Tage in der Woche hier im Haus bin. Und die große Aktion war gestern, da bin ich nicht dabei gewesen“, erzählt derweil Birgit Strunk. „Ich muss sagen, ich hätte nicht damit gerechnet, dass der eigentliche Umzug so schnell vonstatten geht“, so die Buchhalterin weiter. „Ich bin heute zum allerersten Mal hier, und die haben schon wirklich viel in der Zeit geschafft“, lobt sie die Leistung der Handwerker sowie den Einsatz ihrer Kollegen. „Gut: Es gibt noch Kleinigkeiten zu tun, aber da kann man auch mal drüber hinwegsehen. Hier fehlen noch ein paar Bilder an der Wand oder ein paar Blümchen – aber es ist schön hier, auch von der Aufteilung der Räume her gefällt es mir gut“, betont Strunk. Ihr gefalle zudem, dass alle Mitarbeiter sich nun wohl öfter sehen werden – „und nicht nur einmal im Jahr bei der Weihnachtsfeier oder beim Sommerfest“, scherzt sie. „Auch dass sie hier die EDV sofort wieder hinbekommen haben, das ist top!“ HIER WEITERLESEN:

Reichen die heimischen Holzstapel?

Herbst und Winter sind in unseren Breiten inzwischen oft eher „schmuddelig“ als idyllisch verschneit; nass und ungemütlich eben. Doch wenn man von draußen in die gute Stube kommt und sich an einem lodernden Holzfeuer wärmen kann, ist das bei solchem Wetter ebenso wunderbar wie an klaren, klirrend kalten Tagen, an denen man ein bisschen „durchgefroren“ ist. Aber welches Holz ist eigentlich gutes Brennholz? „In erster Linie trockenes“, sagt Kevin Koziol von der Pfau GmbH, „nasses Holz ist für die Umwelt nicht in Ordnung, und es brennt natürlich auch nicht gut.“ Ein eindeutiges Merkmal für die Qualität sei die im Kern gemessene Restfeuchte.Die Bundesimmissionsschutzverordnung bestimmt, dass nur Brennholz, das weniger als 20 Prozent Feuchtigkeit enthält, als „trocken“ beworben werden darf. Gleichwohl sind 15 bis 18 Prozent Restfeuchte ideal. Eine zu hohe Feuchtigkeit im Brennholz bewirkt nämlich, dass das Holz nicht bei passenden, hohen Temperaturen verbrennt. Die vom Heizkesselhersteller Viessmann betriebene Webseite „heizung.de“ mahnt: „Grund dafür ist das enthaltene Wasser, das einen großen Teil der freigesetzten Energie zum Verdunsten benötigt. Problematisch dabei ist, dass nicht alle Bestandteile des Brennstoffs verbrennen und die Umwelt durch eine höhere Schadstoffbelastung belastet wird.“Zudem, so das im hessischen Allendorf ansässige Unternehmen weiter, könne feuchtes Holz dem Schornstein schaden: „Verbrennen Hausbesitzer nasses Brennholz, können sich Wasser und unverbrannte Holzreste an den Schornsteinwänden ablagern. Neben Schäden durch eine allmähliche Durchfeuchtung kann das sogar zum Kaminbrand führen. Dabei entzünden sich die Stoffe in der Regel schlagartig, was eine hohe Gefahr für Gebäude und Bewohner bedeutet.“Und noch einen Aspekt stellt Viessmann heraus: „Vergleicht man gut getrocknetes Brennholz mit frischem Waldholz, kann der Heizwert fast auf die Hälfte sinken. Um die gleiche Wärme in einen Raum zu bringen, ist dabei annähernd die doppelte Holzmenge nötig.“ Das Thema Feuchtigkeit ist laut Schilderung des Experten später nach der vorangegangenen, professionellen Trocknung bei der Pfau GmbH ebenso der wichtigste Punkt im heimischen Lager. Beim eigenen Scheitholzvorrat solle man deshalb darauf achten, „dass ein Dächelchen drüber ist“, zwinkert Kevin Koziol, das Holz vor Regen geschützt aufbewahrt werde. „Und im Idealfall kann auch noch ein bisschen der Wind durchgehen.“ Denn das von der Pfau GmbH gelieferte Holz sei zwar grundsätzlich optimal getrocknet, aber dennoch sei es gut, bei der Lagerung ebenso zu berücksichtigen, dass nasses Holz – siehe oben – nachteilig wäre, die Scheite also besser trocken bleiben.Das führt zugleich zur Überlegung, wie sinnvoll es eigentlich ist, sich einen mitunter gleich für mehrere Heizperioden ausreichenden Vorrat zuzulegen – vielleicht aus Furcht vor einer „kalten Hütte“. Zur Frage großer Holzvorräte daheim gibt es gleichwohl unterschiedliche Meinungen. Kevin Koziol mahnt, dass selbst, wenn das Holz eigentlich trocken und gegen Niederschlag von oben geschützt ist, „dennoch irgendwann der Schädling reingehen kann“. Darum ist es nach seiner fachlichen Einschätzung „eher sinnvoll, das Holz in der Saison, in oder zu der es geliefert wird, möglichst auch zu verheizen und einen Rest maximal mit ins Folgejahr zu nehmen. Holz ‚für die nächsten fünf Jahre‘ im Keller einzulagern, ist hingegen nicht unbedingt zweckmäßig.“ HIER WEITERLESEN:

Ofenfertiges Brennholz – direkt vor die Tür

Rund 1,1 Mio. Haushalte in Deutschland nutzen dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zufolge Scheitholz, Holzpellets oder Holzhackschnitzel in Heizkesseln als primäre Energiequelle zum Heizen des kompletten Wohnraums. Außerdem brauchen die Bundesbürger ebenso Brennstoff für etwa 11,2 Millionen „Einzelraumfeuerstätten“ wie Kaminöfen und Kachelöfen. Der Bedarf an Holz als Energieträger ist demnach einerseits riesig – andererseits müsse man berücksichtigen, dass viele Menschen heutzutage gar nicht mehr die Zeit haben, selbst „Holz zu machen“, unterstreicht Kevin Koziol von der Pfau GmbH. Genau dieses Problem löst das Brennholz-Angebot von Pfau. Ein hübsches Fachwerkhäuschen an der Betzdorfer Straße, die Daaden mit der ehemaligen Eisenbahnerstadt verbindet. Der Daadenbach verläuft in diesem Abschnitt direkt neben der Fahrbahn, begrenzt das Grundstück, das zu dem Fachwerkhaus gehört, nach hinten. Beheizt wird das gesamte Gebäude mit einem großen Kaminofen, wie die überaus freundliche Hausherrin schildert. Das dafür benötigte Brennmaterial hat sie bei der Pfau GmbH geordert. Deren Mitarbeiter Dennis Schäfer ist darum gerade mit einem pfauroten „Volvo“ auf dem Weg zu der Immobilieneigentümerin. Er hat auf dem Anhänger seines Kurzholzzuges 2,50 Meter lange Rundholzabschnitte geladen. „Die Auftraggeber wollen es selbst spalten“, erklärt der Pfau-Fahrer, währenddessen kommt er am Fachwerkhaus an und stoppt sein Fahrzeug. Es erfordert einiges Geschick, die bestellten Rundholzabschnitte vom Transportfahrzeug in den Garten am Fachwerkhaus zu heben: Dennis muss den Arm seines Krans dazu zwischen einer Straßenlaterne und einem Strommasten hindurchbugsieren, dabei auf ein neben dem Daadenbach montiertes Geländer sowie Leitungen über ihm Acht geben. Doch das scheint für den routinierten Pfau-Mitarbeiter keine echte Herausforderung zu sein. Er bringt viel Erfahrung vom Holztransport aus dem Wald mit und errichtet so rasch wie zentimetergenau einen ordentlichen Holzstapel auf dem Grundstück der Holznutzerin. Die ist sichtlich zufrieden mit Dennis‘ Arbeit: „Wunderbar!“, lobt die Daadenerin. HIER WEITERLESEN:

Sich jedes Mal aufs Neue selbst schlagen

Mit Waffen wollte er sich irgendwann beruflich nicht mehr beschäftigen. Sich mit Gewalt, die er bei Einsätzen gesehen hatte, nicht mehr auseinandersetzen müssen. Nach zwölf Jahren in der Bundeswehr stieg Dennis Schäfer dort im März 2019 aus. Da der Fallschirmjäger (siehe „Du denkst an gar nichts mehr“) bei der Truppe die Chance erhielt, einen Lkw-Führerschein zu erwerben, war es wohl naheliegend, sich im zivilen Leben nach einer passenden Beschäftigung umzuschauen. Seine erste Anstellung als Fahrer fand Dennis allerdings schnell langweilig – anders als die jetzigen Aufgaben, die er mit seinem roten „Volvo FH 540“ bei der Pfau GmbH bewältigt. Etwas anderes als Holz fahren? Das kann sich Dennis Schäfer inzwischen nicht mehr vorstellen! Zu Beginn seiner Karriere als Lkw-Fahrer war er bei einer Baufirma tätig. „Doch da merkte ich ziemlich schnell, das wird mir langweilig: immer nur Schotter holen, abkippen, wieder von vorne.“Als er im Internet ein Imagevideo der Pfau GmbH entdeckte, wurde er aufmerksam: „Das fand ich geil, was da zu sehen war!“ Umgehend fragte er bei dem Westerwälder Unternehmen an, konnte kurz darauf im November 2023 anfangen – seither fährt er dort Holz. Zuvor hatte er sich in einem anderen Betrieb ein halbes Jahr lang in die Besonderheiten dieses Bereichs einarbeiten lassen und für ein Jahr Langholz gefahren – dann entdeckte er eben seinen heutigen Arbeitgeber. Und etwas anderes könne er sich als Beruf schon nicht mehr vorstellen, unterstreicht Dennis: „Denn bei Holz hast du auch mal Nervenkitzel und kannst und musst draußen im Wald eigenverantwortliche Entscheidungen treffen!“ „Mal sehen, ob wir da rein passen“, murmelt Dennis Schäfer, während er sein Arbeitsgerät in Richtung der nächsten Ladestelle in einem ihm bislang unbekannten Waldstück steuert. Sein „Kurzholzzug“ ist gerade einmal zwei Jahre alt. Anders als andere Pfau-Fahrzeuge, haben Motorwagen und Anhänger einen „Plateauaufbau“, also keine „Schemel“, auf die das Rundholz gelegt wird, sondern ebene Flächen. „Dadurch kann man das Fahrzeug leicht umbauen, schnell die Rungen herausnehmen und nötigenfalls auch Stückgut fahren“, erläutert Dennis. So habe er durchaus schon Schaltafeln, Blumenerde oder Maschinenteile mit seinem „Volvo“ durchs Land gebracht, wenn Firmen um entsprechende Transportmöglichkeiten verlegen waren und die Pfau GmbH helfen konnte. Fest zur Ausrüstung seines Kurzholzzuges gehört nicht nur ein Vorrat an Wasser und Lebensmitteln (wofür Dennis selbstverständlich auch einen Kühlschrank im komfortablen Fahrerhaus hat). Ebenso sind immer seine Laufschuhe auf dem Lkw: Wann immer Zeit dazu ist, dreht Dennis eine Runde im Wald.Geduscht wird anschließend mithilfe von zwei 15-Liter-Kanistern voll Wasser, die er am Kran seines Lastwagens befestigen und darunter duschen kann.„Am Ende bist du das Aushängeschild der Firma. Und wenn du irgendwo hinkommst, zu einem Kunden, dann hast du da vernünftig aufzutreten“, beschreibt der Pfau-Mitarbeiter seine Einstellung. „Du hast ein ordentliches Erscheinungsbild zu haben, vernünftige Klamotten anzuziehen, dich vernünftig zu artikulieren.“ Das Bild, das manche Fernfahrer auf ihren nächtlichen Rastplätzen notgedrungen abgeben, beschädige das Image des Lkw-Fahrer-Berufs, glaubt Dennis, wenngleich die Kollegen selbst zumeist nichts für ihre prekären Arbeitsbedingungen könnten. Klar, es komme auch im Holzgeschäft vor, dass der Tag einmal lang werde und man eine Nacht im Lkw verbringe – schon alleine, um gesetzliche Vorgaben zu Lenk- und Ruhezeiten einzuhalten. Aber meist ist Dennis nach Feierabend daheim, bei der Familie. Gemeinsam lebt diese in Aßlar, woher Dennis auch stammt.Zu seiner Familie gehören seine Freundin und ein 12-jähriger Sohn. Hund und Katze sorgen ebenfalls für „Leben in der Bude“. „Wobei ja die meiste Zeit meine Freundin den Laden schmeißt, da ich eben viel mit dem Holz unterwegs bin“, zwinkert der Mittelhesse anerkennend. HIER WEITERLESEN:

„Du denkst an gar nichts mehr“

Nach seiner Zeit bei der Bundeswehr tingelte Dennis Schäfer ein Jahr lang nur für sein leidenschaftlich ausgeübtes Hobby Fallschirmspringen durch die Welt. Erst nach dieser Auszeit im Anschluss an das Leben als Soldat stieg er wieder in die zivile Berufswelt ein (siehe Sich jedes Mal aufs Neue selbst schlagen). Das Fallschirmspringen ist gleichwohl weiterhin ein wesentlicher Bestandteil seines Lebens. Wie viele Sprünge er bislang absolviert habe? Das vermag Dennis Schäfer auch bei längerem Nachdenken nicht recht zu beantworten. Irgendwann habe er aufgehört, genau zu zählen. Mehrere Tausend dürften es aber sein, schätzt er, „auf jeden Fall über 2.000“, fügt er hinzu.Zum Militär habe er schon immer gewollt. Doch als Jugendlicher habe er Höhenangst gehabt. Die habe er überwinden wollen. Als er dann „mit eins gemustert“, also als uneingeschränkt tauglich für die Bundeswehr getestet wurde, da beantwortete er die Frage, was er bei der Truppe machen wolle, mit dem Wunsch Fallschirmjäger zu werden. „Und so bin ich zum Springen gekommen“, erzählt Dennis. „Erst einmal bin ich mit einer sogenannten ‚Rundkappe‘ gesprungen. Da springt man aus 400 Metern, der Schirm geht automatisch auf, man kann auch nicht bremsen, man landet mit fünf bis sechs Metern pro Sekunde Geschwindigkeit.“ Nach Erwerb der Grundlagen spezialisierte sich der heutige Pfau-Mitarbeiter in der Armee. „Dadurch kam ich in den Genuss des Freifallens“, führt Dennis aus. Man springe dabei aus Höhen „von 4.000 Metern plus, teilweise auch 6.000, 7.000 mit Sauerstoffmaske und muss dann halt den Fallschirm selbst öffnen.“Während seiner Bundeswehr-Zeit von Januar 2007 bis März 2019 hat er in Zeven gewohnt, da das Fallschirmjägerregiment 31 der Luftlandebrigade 1 benachbart im niedersächsischen Seedorf beheimatet ist, Dennis‘ Einheit. Die Arbeit in der Truppe führte ihn auch zu Einsätzen in Afghanistan.Mehr und mehr gefiel ihm das Erlebnis, am Schirm zu Boden zu schweben. Rasch stand für ihn fest, diesen Sport auch zivil ausüben zu wollen. Er ließ seinen Springerschein umschreiben. „Danach habe ich den konventionellen Fallschirmsprunglehrer gemacht, dann den Tandem-Master – so dass ich Gäste mitnehmen und mit ihnen rausspringen darf, ihnen die Welt des Fallschirmspringens zeigen kann. Und dabei bin ich geblieben.“Selbstverständlich ist das Hobby des Aßlarers recht exklusiv. Da sind zum einen die Kosten: Ein Komplettsystem für einen Springer liegt allein schon bei 10.000 Euro. Jeder Sprung schlägt mit 32 bis 35 Euro zu Buche, die für Wartung der Ausrüstung und auch die Benutzung der Springermaschine anfallen. Außerdem sind zudem die Möglichkeiten, in Deutschland zu springen, begrenzt, was entsprechende Anreisen erfordert. Eigentlich springe er überall, nickt Dennis Schäfer zustimmend, „aber haupsächlich bin ich in Breitscheid im Westerwald gesprungen. Doch diesen Platz gibt es leider nicht mehr.“ In Lützellinden bei Gießen, nicht weit von Dennis‘ Wohnort im mittelhessischen Aßlar, bestehe eine Möglichkeit, doch ebenso ist der Sprungbegeisterte immer wieder in die Eifel oder auch nach Bad Sassendorf in der Soester Börde gereist, um sich auf Höhe bringen zu lassen und wieder zur Erde zurückzuschweben.Ihn fasziniere „der Moment, wenn du aus dem Flugzeug in 4.000 Metern Höhe aussteigst und dich der Wind packt – und du einfach frei bist. Du fokussierst dich wirklich nur noch auf diesen Moment und denkst an gar nichts mehr – hast nur noch ein riesiges Glücksgefühl“, beschreibt der Springer. „Wenn du gemeinsam mit deinen Freunden springst, hast du einfach eine geile Zeit – und dann die Öffnung vom Fallschirm: Wenn ich den Fallschirm öffne, nach oben gucke und sehe, wie er sich langsam entfaltet – das macht so viel Spaß!“ HIER WEITERLESEN:

„Da war ich so alt wie mein Sohn heute“

Na klar, nickt Richard Heimann energisch, seine Arbeit mache ihm deswegen so viel Freude, weil es dabei um Holz geht; um die Herausforderung, mit dem Holz-Lkw auch Polter im Wald anzusteuern und Rundholz zu laden, wenn An- und Abfahrt einmal vergleichsweise schwierig sind. „Das ist ja der Reiz an der Sache – wenn es kein Holz mehr gäbe, weiß ich nicht, ob ich Lkw fahren würde!“ Das tut Richard Heimann – so wie sein Vater Christoph (siehe https://forst-pfau.de/christoph/) – bei der Pfau GmbH. Dort hat er 2015 begonnen, vier Jahre früher als der Vater. Zuvor ist er ebenfalls mit Holz unterwegs gewesen, fuhr den wertvollen Rohstoff in einem anderen Betrieb.Gleichwohl war auch das nicht der Beginn der beruflichen Leidenschaft Heimanns für Holz: Die hatte er bereits zu Lehrzeiten – der heutige Pfau-Mitarbeiter ist gelernter Tischler.Selbstredend springt der routinierte Fahrer ein, wenn einmal „Not am Mann“ herrscht. In solchen Augenblicken lässt er seinen Kurzholzzug stehen und unterstützt mit dem Kipper seine Kollegen der Tiefbauabteilung der Pfau GmbH.Doch eigentlich ist der besagte Kurzholzzug inzwischen fest der fahrbare Untersatz von Richard Heimann. Auf einem solchen startete er seine Tätigkeit beim in Mauden ansässigen Familienunternehmen 2015 auch. Zwischen- durch jedoch fuhr er eine Weile mit dem Langholz-Lkw – noch eine Parallele zu Vater Christoph, der weiterhin mit Langholz unterwegs ist. „Ob ich Langholz fahre oder Kurzholz, ist mir eigentlich egal“, schildert Richard Heimann. Hauptsache Holz ist die Ladung. Und selbstverständlich hat er schon in beiden Fällen erlebt, dass selbst beste Fahrer in knifflige Gegebenheiten und ungünstige Umgebungsbedingungen geraten können. Das allerdings schrecke ihn nicht: „Solange man Stützen und einen Kran zur Verfügung hat“, sagt er im Hinblick auf die Ausrüstung seines Lastwagens, „kann man sich immer helfen.“ Notfalls werde eben unterwegs Ladung wieder abgeladen, wenn es anders nicht weitergeht. „Oder auf einen anderen Lkw von einem Kollegen, der mich jederzeit unterstützen kann“, beschreibt der Fahrer.Die digitalen Karten im Fahrerhaus, die ihm anzeigen, wie die Beschaffenheit vor ihm liegender Waldwege ausfällt und die bei der Pfau GmbH Standard sind, seien ebenso eine große Hilfe. Ganz generell gelte für seinen heutigen Arbeitgeber: „Die Ausstattung ist super – da kannst du dich nicht beschweren!“Richard Heimann erläutert, dass er sich vorstellen könne, seine jetzige Tätigkeit bei Pfau bis zur Rente auszuüben. „Denn Holzfahren ist das Schönste, das es gibt!“, unterstreicht er abermals. „Ich bin draußen im Wald alleine, habe meine Ruhe beim Arbeiten. Ich ginge auf keinen Fall mehr in eine laute Produktionshalle eines Betriebes!“ Zudem stelle es einen Reiz dar, relativ selbständig mit dem Auftrag unterwegs zu sein, Holz aus dem Wald zu holen und fachgerecht zum Kunden zu befördern.Diese Begeisterung für Holztransporte ist ihm sogar dann erhalten geblieben, wenn doch einmal etwas schiefging, was sich bei der Arbeit im Wald bei aller Umsicht wohl niemals völlig verhindern lassen wird: „Ich habe einmal beim Laden mit einem Stamm mein Holzauto eingedellt – das damals gerade erst zwei Monate alt war!“, blickt Richard Heimann zurück. Daraufhin habe er den Lkw abgeschlossen, den Tag beendet – und sei aufgelöst direkt zu seinen Chefs geeilt. Die jedoch sahen das Malheur relativ gelassen. Der Schaden wurde anschließend zu einem passenden Zeitpunkt behoben, damit war die Sache erledigt. HIER WEITERLESEN:  

Holz hat er schon als Zehnjähriger geholt

Das Unglück ereignete sich im August 2019. Zwar kämpften über 150 Feuerwehrleute stundenlang, doch das Sägewerk Koch in Langenbach bei Kirburg war am Ende nicht mehr zu retten, die Rauchsäule beinahe im ganzen Westerwald zu sehen: Ein Großbrand zerstörte es völlig – und damit den damaligen Arbeitsplatz von Christoph Heimann. 20 Jahre lang war er zu jenem Moment bei dem Betrieb Fahrer eines von drei firmeneigenen Langholz-Lkw gewesen. „Es gab damals zwar viele, die einen erfahrenen Fahrer suchten“, blickt Christoph Heimann auf 2019 zurück, als er sich wegen der Vernichtung des Sägewerks für einen anderen Arbeitgeber entscheiden musste. Doch da ihm „Forst Pfau“ seinerzeit natürlich längst ein Begriff war und er außerdem Senior-Chef Uli Pfau seit langem kannte, überlegte er nicht viel und wechselte zum in Mauden beheimateten Unternehmen mit den charakteristischen roten Lastwagen.„Das ist hier natürlich eine vielfältigere Arbeit“, beschreibt der in Weitefeld Wohnende den Unterschied zum ehemaligen Job. „Am liebsten ist mir Langholz fahren!“, fügt er augenzwinkernd hinzu. Langholztransporte gelten vielen als die „Königsklasse“ im Holztransport – wohl mit Recht: 25 Meter lang ist das beladene Fahrzeug Heimanns maximal. Damit muss man erst einmal um so manche schmale Westerwälder Biegung kommen… Für ihn sei es hingegen völlig normal, mit so einem – nun ja: unhandlichen – Gefährt jeden Tag unterwegs zu sein, wiegelt Christoph Heimann ab. „Gut, wenn man Ecken hat, in denen man sich nicht auskennt, dann steht man vielleicht plötzlich mal in einer engen Kurve und es geht nicht weiter.“ Ja, und dann? In extremen Situationen könne es sein, dass er die im LKW mitgeführte Motorsäge zur Hilfe nehme – und das Langholz kurzerhand ein wenig kürzer mache, um wieder manövrierfähig zu sein, schmunzelt der Routinier. Damit er allerdings gar nicht erst in problematische Lagen gerate, gucke er sich Ortschaften, die er durchfährt, auf dem Weg zur Ladestelle vorher daraufhin an, „ob ich beladen wieder herauskomme“.Mit dem beruflichen Transport des einzig nachwachsenden, natürlichen Rohstoffs kam Christoph Heimann erstmals 1991 in Kontakt. Das war bei einem Unternehmen im Siegerland, aus dem der Fahrer stammt. „Dort habe ich Holz fahren gelernt“, erzählt er. „Die Erfahrung bringt es dann“, erklärt der aus Neunkirchen Stammende den Weg von ersten Versuchen bis zur Königsklasse. „Man wird mit der Erfahrung mutiger“, ergänzt er lachend – aber verschweigt ebenso wenig: „Man hat sich auch schon ein paar Mal festgefahren.“ HIER WEITERLESEN:  

Kein Problem, das man nicht lösen könnte

Hier zischt es. Irgendwo entweicht Luft, muss ein Schlauch im „DAF XF 530“ eine Undichtigkeit haben. Dennis Bimber kippt das Führerhaus, um an darunterliegende Leitungen der Zugmaschine heranzukommen. Kaum ist die Fahrerkabine geneigt – ist das Zischen weg! Also wieder hoch mit dem Arbeitsplatz von Dennis Bimbers Kollegen bei der Pfau GmbH. Und schon pfeift erneut der Luftstrom. Merkwürdig. Solche und andere „Macken“ und Defekte im Fuhrpark des Maudener Unternehmens zu beheben, ist die Aufgabe von Dennis Bimber. Mittwochs bis freitags ist er in der Werkstatt der Pfau GmbH in Kirburg tätig. Zu tun gäbe es gleichwohl noch mehr, aber an zwei Tagen der Woche möchte der Kfz-Mechaniker noch die Kunden seiner eigenen kleinen Pkw-Werkstatt in Derschen versorgen, die er selbständig betreibt. Im April 2023 kam er zur Pfau GmbH. Er soll dort insbesondere Senior-Chef Uli Pfau unterstützen, der ein ausgesprochen kundiger Tüftler ist und bei sämtlichen Fahrzeugen vom Allrad-Pkw bis zum schweren Bagger überaus detailreiche Kenntnisse hat. Früher war der Kfz-Fachmann Bimber in leitender Funktion in einem Pkw-Autohaus beschäftigt, 26 Jahre lang, immer im selben Betrieb in Daaden. Doch nach dessen Insolvenz musste sich der Westerwälder umorientieren.Für zwei Jahre stellte Dennis Bimber daraufhin einer Firma seine Arbeitskraft und sein Fachwissen zur Verfügung, die Camping- und Feuerwehrfahrzeuge ausbaut. „Da fing es an, schon etwas größer zu werden, was die Fahrzeuge angeht. Aber dann hat der Uli Pfau mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, hier mitzumachen. Und der Wechsel war eine ziemlich gute Entscheidung!“, freut sich Dennis Bimber. Ihm mache es total Spaß, erklärt er, mit so viel Flexibilität und Vielfalt zu arbeiten – „ob es Elektrik ist, Hydraulik, Schweißen, Bergung von Fahrzeugen. Oder auch mal einspringen für einen ausgefallenen Fahrer, wenn Not am Mann ist – das bereitet unheimlich Freude!“ Seinen Lkw-Führerschein hat Dennis Bimber darum nach dem Einstieg beim Maudener Unternehmen ebenfalls gemacht. Gerade steht er in dessen Kirburger Werkstatthalle und schweißt Bleche an einem Auflieger mit einer 60 Kubikmeter fassenden Kippmulde an. Die hat sich ein Fahrer im Wald abgerissen und das gemeldet.Für solche Fehler- und Schadensberichte dient ein computergestütztes Auftragssystem: Die Fahrer schicken ihre Problembeschreibungen und zugehörige Fotos von einem Tablet aus, das standardmäßig an Bord jedes Pfau-Lkw vorhanden ist. Uli Pfau, Kevin Koziol (der die Maschineneinsätze im Gelände plant) und Dennis Bimber erstellen daraus Prioritätenlisten: Wann kann man etwas beheben? Die Lkw sind viel unterwegs, wenn es Kleinigkeiten sind, sollten diese Arbeiten möglichst zusammengefasst und an einem Tag erfolgen, damit das Fahrzeug nicht zu lange steht. Vielleicht geht der Fahrer bald in Urlaub und benötigt den Lastwagen darum ohnehin eine Zeitlang nicht? Oder ist es etwas sehr Eiliges, wofür der Fahrer umgehend in die Werkstatt kommen muss? Die aktuelle Liste an Reparaturwünschen im Computer, die Dennis Bimber zeigt, ist lang: 18 neue Aufträge sind hereingekommen, zum Teil mehrere Dinge von einem Fahrer. „Dieser Bereich ist das übliche Tagesgeschäft – das ist eher ruhiger“, führt Dennis Bimber gelassen aus. „Wenn so ein Fahrzeug wie der DAF einen ganzen Tag hier stehen kann, ist das natürlich traumhaft, entspanntes Arbeiten. Denn das sind alles Sachen, die wir vorher geplant haben, die nötigen Teile wurden beschafft, wir kennen vorher den Umfang der Aufgabe.“Das, so die „gute Werkstatt-Seele“ weiter, sei jedoch nicht die Regel: „Die Regel ist, dass wir bei Notfällen sofort aktiv werden müssen. Das mache ich eigentlich unheimlich gerne, wenn es heißt: ‚Ich steh‘ hier im Wald – Motorschaden.‘ Oder ganz oft ist unser Hydraulikservice nötig, wenn unterwegs Schläuche platzen oder dergleichen.“ Derlei werde umgehend vor Ort – auch mitten im Wald – repariert. „Oder Kräne, die beim Abladen im Sägewerk stehengeblieben sind – das geht natürlich nicht, da muss ich sofort dorthin und das instandsetzen.“ Sieben Uhr morgens beginnt der Arbeitstag von Dennis Bimber. „Wenn du hier morgens um sieben hinkommst, kannst du allerdings nicht sagen, was zwei Stunden später sein wird“, betont er nachdenklich: Vielleicht ruft gleich ein Lkw-Fahrer an, der mit seinem Fahrzeug im Wald vom Weg gerutscht ist und Hilfe braucht.Der nächste „Patient“ an diesem Tag ist indessen gelb und eine Baumaschine: Eine Walze aus der Tiefbauabteilung der Pfau GmbH springt nicht mehr zuverlässig an. Bimber guckt auch der Walze unter die Haube. Mal Kippmulde, dann Zugfahrzeug, nun Baumaschine? „Ich gebe mich an alles ran“, schmunzelt Dennis Bimber. „Wir machen alles selbst, was wir machen können. Wir arbeiten natürlich sehr stark mit den umliegenden Lkw-Werkstätten zusammen, wenn es größere Reparaturen sind.“Er selbst lerne dabei jeden Tag unheimlich viel dazu, beschreibt der Westerwälder. „Weil es hier alles Mögliche an Fahrzeugen gibt, man in allem mal drinsitzt – anders, als die Fahrer, die jeden Tag fest mit ihrem Fahrzeug unterwegs sind. Man ist natürlich nicht perfekt in allem, aber man lernt es zu bedienen. Es gibt kein Problem, das man nicht lösen kann. Wenn man es selbst nicht hinbekommt, dann muss man halt wissen, wen man fragen kann. Und da gibt es immer Möglichkeiten – ich habe stets Ansprechpartner in alle Richtungen.“ Werkstätten, an die jene Dinge vergeben werden, die sie bei Pfau nicht selbst machen können oder wollen, seien allerdings alle überlastet. „Im Lkw-Bereich ist der Fachkräftemangel noch schlimmer als im Pkw-Sektor“, erläutert Dennis Bimber die Ursachen. Eine Hälfte seiner Arbeitszeit benötige er daher allein für die Planung und Koordinierung von Reparaturen. Lediglich 50 Prozent seiner Tätigkeit seien die eigentliche „Schrauberei“.Ohnehin ist vieles längst nicht mehr mit dem Schraubenschlüssel zu lösen: „Es gibt heutzutage immer mehr Elektronik! Das wird auch im Pkw-Bereich immer schlimmer – ist aber harmlos verglichen mit unseren Forstmaschinen. Du setzt dich heute nicht mehr in ein Fahrzeug – in keinen Rückezug, keinen Traktor –, drehst den Schlüssel herum und fährst los. Das geht nicht. Da ist ‚IT hoch drei‘ drin“, unterstreicht Dennis Bimber.Für seine Vor-Ort-Einsätze hat der Kraftfahrzeug-Fachmann einen eigenen Werkstattwagen. In dem gibt es nicht nur Werkzeug – sondern sogar einen 500-Liter-Vorrat Diesel: Tatsächlich komme es vor, dass ein Lkw liegenbleibe, zwinkert der Werkstatt-Mitarbeiter, „weil er ‚trockengefahren‘ wurde…“Dass jemand, der so viel Freude am Umgang mit Fahrzeugen hat, privat mit einem „Quad“ unterwegs ist und außerdem zwei Motorräder besitzt,…

Brennholz-Angebot: Ein Vorrat für den Winter

„Damit fährst du die Säge herunter“, erläutert Phil Menzel und zieht den Hebel rechts neben seinem Sitz zurück. Wenn er ihn nach dem Sägen nach vorne drückt, kippt er dadurch die abgeschnittene Holzscheibe auf ein Förderband, das sie in einen „Kreuzspalter“ transportiert. Darin arbeiten zwei Messer, die mit einer Kraft von 16 Tonnen über Kreuz durch das Holz fahren. Und so hochwertige Holzscheite produzieren, die man ab sofort als Brennmaterial für den heimischen Ofen oder Kamin bei der Pfau GmbH bekommen kann. Die Buche verströmt einen herrlichen Holz-Duft. Ein Geruch beinahe wie im Wald zieht über den Platz der Pfau GmbH in Kirburg, gelegen direkt neben der Bundesstraße 414. Dort hat Phil Menzel von „PCM Forst“ aus Kreuztal für das Westerwälder Unternehmen seinen Brennholzautomaten aufgestellt. Und wie er mit dem „SpaltFix“ so die Buche scheibchenweise zersägt und die Scheiben in auffallend gleichmäßige, nahezu identisch große Scheite zerteilt, denkt man unweigerlich an ein herrlich loderndes Kaminfeuer, obwohl draußen gerade doch eher sommerliche Temperaturen herrschen. „Aber der nächste Winter kommt bestimmt“, schmunzelt Kevin Koziol, „jetzt im Sommer kann man sich günstig mit Brennholz bevorraten und dann ordentlich stochen, wenn der Winter einmal wieder etwas härter werden sollte.“ Koziol gehört zum Pfau-Team und schildert, dass das Brennholz bei „Forst Pfau“ raummeterweise berechnet werde – und nicht nach Schüttraummetern. „Das finde ich fairer“, betont er. Nach telefonischer Bestellung sei entweder die Selbstabholung in Kirburg möglich, „oder wir liefern auf Wunsch direkt vor die Haustür“, erklärt Kevin Koziol. Am Ende des Förderbands des Brennholzautomaten steht Gerd Feckler. Er ist eigentlich Hausmeister bei der Pfau GmbH in Kirburg und sorgt heute dafür, dass die frisch gespaltenen Holzscheite direkt in einen sauberen Sack fallen. Die Anlage arbeitet ziemlich zügig, schon wieder ist einer voll. Das Behältnis ist 1,60 Meter hoch und fasst einen Raummeter.Gerd Feckler hat eine drahtlose Fernbedienung in der Hand, mit der er die Spalt- und Förderbandfunktion des Brennholzautomaten kurz stoppt, damit er den vollen Sack auf einer Palette per Gabelstapler zur Seite stellen und einen neuen, leeren Sack unter dem Förderband positionieren kann. Ein zweiter Druck auf die Fernbedienung – schon purzeln die Holzscheite wieder. „Das ist echt total feines Brennholz“, murmelt Feckler versonnen.   HIER WEITERLESEN:

Ganz behutsam, natürlich…

Also, unser Fahrer Stephan ist in den vergangenen Tagen echt viel herumgekommen – findet Ihr nicht auch? Doch der Reihe nach:Erst holt der fleißige Kollege einen Elektro-Betonmischer für das Rheinland in Bremerhaven ab. Dann muss ein wuchtiger Schaltkasten vom Wester- in den Schwarzwald. Anschließend sollte der „Harvester“ aus dem Wiedtal ins Bergische Land, ein Silo von der Nordsee in den Breisgau gebracht und ein Radlader aus dem Siegerland nach Frankfurt gefahren werden. Mit unserem Tiefbetttransport haben wir dabei echt eine vielfältig nutzbare Logistiklösung – so dass Stephan zum Schluss auch noch bayerische Glasscheiben an die Elbe nach Hamburg geschafft hat. Ganz behutsam, natürlich…

Helfer an Bord: Schöner fahren

„Die heutigen Autos fahren sich schöner: Du hast die ganzen Helferlein hier drin, viel elektronische Unterstützung vom Spurhalteassistenten bis zum Abstandstempomat – eigentlich wie in einem sehr gut ausgestatteten, großen, neuen Pkw“, beschreibt Maik, worin der Unterschied seines neuen Arbeitsgerätes „Scania R 590“ zu den Vorgängermodellen besteht, mit denen er bisher für die „Pfau GmbH“ Holz transportiert hat. Solche Unterstützung mache das Arbeiten mit dem Lkw angenehmer, sagt der Profi, der nicht nur seit bereits sieben Jahren bei der „Pfau GmbH“ ist, sondern viel Erfahrung aus dem europaweiten Fernverkehr mitbringt (siehe „Ist halt neu!”). Kamerasysteme helfen ihm beim Rückwärtsfahren, wahlweise sieht Maik auf dem Bildschirm an seinem Armaturenbrett den Blick vom Heck des Anhängers nach hinten oder vom Motorwagen. Und selbstverständlich kommen von der Klimaanlage, über den digitalen Tacho, bis hin zum Radio mit „Digital Audio Broadcast“ (DAB) weitere Annehmlichkeiten für den Westerwälder hinzu. „Klimaanlage hatten die alten Autos natürlich auch. Was dieser Lkw zusätzlich mitbringt, ist eine Stadtklimaanlage: Wenn du wirklich mal nachts irgendwo stehenbleiben musst oder bei 30 Grad im Schatten länger anhalten musst, hast du es in diesem ‚Scania‘ dennoch super angenehm“, ergänzt Maik ein weiteres Komfortmerkmal. „Das passt schon! Da wird bei uns in der Firma nach geguckt, dass wir tolles Gerät haben – egal, ob das ein Dreiachser oder ein Vierachser ist, ein Holzauto oder ein spezielles Fahrzeug für andere Logistikaufgaben. Wir haben eben einen schönen Fuhrpark, der stets in Ordnung ist – das haben andere nicht immer!“ Im „Scania R 590“, den Maik vor kurzem übernommen hat, gibt es an der integrierten Koje sogar eine Fernbedienung für die Klimaanlage… Doch nicht nur zum Ausruhen bringt der neue Lkw Vorzüge mit sich – er unterstützt den Pfau-Mitarbeiter gleichermaßen besonders bei dem Vorgang, der neben dem eigentlichen Fahren am häufigsten anfällt: Laden und Entladen. Beispielsweise wird die Luftfederung des Fahrwerks automatisch gesteuert: Sobald Maik die Hydraulik für den Kran anschaltet, um Holz auf seinen Kurzholzzug zu heben oder davon herunter, sinkt das Fahrzeug tiefer, steht in Ergänzung zu den ohnehin ausgefahrenen Stützen am Kran dadurch noch sicherer, während der Fahrer in der Kabine des Bordkrans arbeitet. In dieser „Comfort Cab“, die wahlweise über eine Front- oder Seitentür zugänglich ist, gibt es ebenfalls ein digitales Radio mit MP3, USB und zwei Lautsprechern. Ein luftgefederter Komfortsitz sorgt dafür, dass Maik ermüdungsfrei schaffen kann. „Autobahn ist mit dem Auto besonders schön zu fahren“, fügt er an, „da stellst du deine Geschwindigkeit ein und wann exakt das Fahrzeug selbst aktiv abbremsen soll – und du kannst auch den Abstand zum Vordermann einstellen. Also eigentlich teilautonomes Fahren, der Fahrer lenkt im Grunde nur noch.“ Die ganzen Sicherheitsaspekte, die das neue Fahrzeug mitbringt, lobt Maik in besonderer Weise. Der Westerwälder wohnt nur dreieinhalb Kilometer vom Platz der „Pfau GmbH” entfernt, auf dem der neue Lkw nach Feierabend steht. „Optimal“ sei das, sagt Maik. „Das ist heutzutage auch viel Wert, wenn du eine Arbeitsstelle hast, zu der du keine weite Anfahrt hast.“Aber nun geht es erst einmal mit voller Aufmerksamkeit um die Anfahrt zur Ladestelle: Den schmalen Weg weist dem Fahrer ein „Wald-Navi“. Es zeigt die Route exakt zu dem Polter, an dem geladen werden soll. Mehr noch: Nach dem Ladevorgang kann Maik direkt eine etwaig nicht mehr auf sein Fahrzeug passende (oder aufgrund des zulässigen Gesamtgewichts im Wald zurückgelassene) Restmenge Holz im System aktualisieren, was der Disposition in der Pfau-Verwaltung in Echtzeit den aktuellen Bestand anzeigt und damit natürlich die jederzeit optimale Versorgung von Kundenwünschen vereinfacht.   HIER WEITERLESEN:  

„Ist halt neu!“

Wenngleich die Steuerung der des Vorgängermodells entspreche: Zwei, drei Tage müssten er und der neue Kran sich wohl noch aneinander gewöhnen, schmunzelt Maik auf der Anfahrt zur Ladestelle. „Ist halt neu“, zwinkert er. Doch nicht allein der „Epsilon TZ18“ ist neu, sondern der gesamte Lkw, an dessen Heck dieses wichtige Hilfsmittel montiert ist. Mit diesem ist der Fahrer der „Pfau GmbH“ gerade auf dem Weg zu einem Polter Fichtenholz in der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf im nördlichen Rheinland-Pfalz. Maik hat die Hauptstraße verlassen, biegt mit seinem Arbeitsgerät in eine kleine Seitenstraße ein. Sie ist wahrhaftig nicht allzu breit, und sie wird im Verlauf noch enger. Hier würde mancher sich schon unwohl fühlen, nur einen Pkw zwischen den (zum Teil historischen) kleinen Häuschen rechts und links der Fahrbahn hindurchzusteuern, die Fachwerkbalken und Schieferplatten zieren. Es geht weiter bergan, vorbei an den letzten Wohngebäuden; vor einem ist ein Auto relativ ungeschickt geparkt worden, Maik hat gerade genug Platz, seinen „Kurzholzzug“ vorbeizulenken, muss dazu allerdings auf einer Seite über den Grünstreifen ausweichen. „Wenn wir nachher beladen wieder runterkommen“, murmelt er, „muss der weg – nicht, dass wir mit dem vollen Gewicht auf weichem Untergrund Probleme bekommen.“Irgendwann ist der asphaltierte Weg in Richtung Wald zu Ende. Maik sagt allerdings, dass das in diesem Fall „schon Luxus“ sei, dass man auf Asphalt bis so nah ans Ziel, zur Ladestelle komme. Und dann konzentriert er sich wieder auffallend stark auf die Äste, die von links, von rechts und von oben in den Fahrweg hineinragen: An den „Scania R 590“ soll nach Möglichkeit kein Kratzer kommen. „Ist halt neu“, betont Maik noch einmal. 2017 hat der überaus sympathische Westerwälder bei der„Pfau GmbH“ angefangen. Er kam aus dem Fernverkehr, ist lange Zeit Silotransporte für eine Westerwälder Spedition gefahren. „Spanien rauf und runter“, lacht er, „und Portugal, Frankreich. Es war wirklich eine schöne Zeit – aber es war irgendwann auch mal gut.“ Maik hatte keine Lust mehr, sonntags die Tasche zu packen und erst Freitag zurückzukehren. Der in Nauroth Lebende wollte abends zu Hause sein. Zumal manche Tour nach (Süd-)Frankreich oder Portugal nicht nur eine, sondern mitunter gleich zwei Wochen Abwesenheit weit weg vom Westerwald bedeutete. Nach der Zeit bei der Spedition fuhr der heutige Pfau-Mitarbeiter erst noch „ein Jahr Milch“. Sein Ziel war aber das in Mauden beheimatete Familienunternehmen. „Da wird sehr darauf geachtet, dass jeder neue Fahrer gut ins Team passt“, schildert Maik. Er habe, davon ist er überzeugt, nur aufgrund der Empfehlung von zwei bereits bei der „Pfau GmbH“ Beschäftigten anfangen dürfen. „Es ist Uli und Alexander Pfau wichtig, dass wir alle gut miteinander auskommen, eine familiäre Stimmung, ein ordentlicher Umgang herrschen“, beschreibt der Naurother. Gerade diese besondere Atmosphäre schätze er an seinem aktuellen Arbeitpslatz, den er vor sieben Jahren bekam. „Okay, da kriegst du natürlich nicht sofort das neueste Auto“, erzählt Maik über die erste Zeit nach seinem Wechsel zu Pfau. Er startete mit dem ältesten beim in Mauden beheimateten Unternehmen seinerzeit laufenden Lkw – wobei man sagen muss: Wirklich „alte“ Fahrzeuge wurden dort noch nie eingesetzt. Es ist den Chefs Uli und Alexander Pfau ausgesprochen wichtig, mit dem Fuhrpark nicht nur einen guten Eindruck beim Kunden zu hinterlassen, sondern ihren Fahrern optimales Arbeitsgerät zur Verfügung zu stellen und den Job so angenehm wie möglich zu machen. Zum Beispiel haben die Lastwagen, mit denen etwa Holztransporte durchgeführt werden, großzügig dimensionierte Betten in der Fahrerkabine, obwohl die Lkw nicht im Fernverkehr laufen – sollte es doch einmal spät werden, irgendwo Wartezeit entstehen, können die Pfau-Fahrer es sich trotzdem jederzeit gemütlich machen, natürlich klimatisiert. Im Anschluss an sein erstes pfaurotes Auto wechselte Maik auf ein weiteres gebrauchtes Fahrzeug im Pfau-Fuhrpark. „Aber das war am Ende elf Jahre alt und hatte – zumindest für ein Holzauto, das halt erheblich stärker beansprucht wird als ein Lkw, der immer nur geradeaus auf der Autobahn fährt – schon recht viele Kilometer drauf.“Maiks jetziges Auto, das er erst vor wenigen Tagen das erste Mal gestartet hat, war schon seit dem vergangenen Jahr in Planung. Doch wie es heute so ist mit Lieferfristen, dauerte es, ehe es, fix und fertig im Pfau-Design foliert, startklar war – so dass Maik zwischendurch auch noch ein drittes älteres Fahrzeug fuhr. „Was aber gar nicht schlimm war“, unterstreicht er, „denn alle Autos bei uns sind technisch immer vorbildlich in Ordnung, dass ist der Firma wichtig!“„Ja klar!“, entfährt es dem Westerwälder auf die Frage, ob es einen großen Unterschied zwischen seinem neuen Lkw und den alten Lastwagen gebe hinsichtlich der Technik und Ausstattung: „Die Technik hat sich natürlich sehr verändert.“   HIER WEITERLESEN:

Planvolles Vorgehen beim Durchforsten

Ovi hält Ausschau nach markierten Bäumen. Die soll er auf Wunsch des zuständigen Försters entnehmen, damit mehr Platz entsteht für sogenannte „Zukunftsbäume“. Zwar könnte man in diesem Fall die betreffenden Stämme vom Durchmesser her wohl noch mittels „Woodcracker“ (siehe https://forst-pfau.de/witwenmacher-und-gassenausfahrten/) abschneiden. Doch mit Hilfe des „Harvesters“, mit dem Ovi hier zu Werke geht, lassen sich daraus sofort zentimetergenau je vier Meter lange Abschnitte sägen. Damit das den ganzen Tag hindurch jederzeit perfekt klappt, muss der Fahrer der Erntemaschine die Messelektronik jetzt erst einmal kalibrieren.   „Dazu brauchst du gerades Holz“, erläutert er, während er aus der Kabine seines „Harvesters“ nach unten steigt. Ein- bis zweimal am Tag sei die Kalibrierung maximal erforderlich, schildert der Forstwirt. „Zunächst messe ich morgens, wenn ich ein paar Stücke geschnitten habe, mit einem Maßband und stelle fest, dass oftmals gar keine Kalibrierung notwendig ist, weil sich die im ‚Harvester‘ angezeigte Länge nicht von der tatsächlichen unterscheidet.“Doch jetzt soll dieses „Feintuning“ vorgenommen werden. Dazu nutzt Ovi eine elektronische Kluppe. Kluppe, so wird eine Wäscheklammer im Bayrischen und Österreichischen zuweilen genannt, aber ebenso ein Hilfsmittel im Wald: Wahrhaftig hat eine Kluppe, ein Messschieber, wie er in der Forstwirtschaft üblich ist, eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Klammer beziehungsweise Zange.Die Kluppe aus Ovis „Harvester“ hilft digital, exakt Durchmesser und Längen von Stämme zu bestimmen. „Die sagt mir sogar, an welcher Stelle am Stamm ich messen muss“, führt der Pfau-Mitarbeiter aus, zieht als erstes eine Art Drahtseil aus dem Gerät heraus, befestigt es am einen Ende des eben in Abschnitte zerlegten Stamms und führt es bis zum gegenüberliegenden. Die Messkluppe piept und piept, gibt mit verschieden hohen Tönen Signale, wenn sie einen Punkt erfasst hat und anderes mehr. Die so ermittelten Daten werden drahtlos an die Elektronik in der Kabine des „Harvesters“ übertragen. Dadurch kann Ovi sicher sein, dass die Länge, die er für das Zerteilen der Bäume über die Bedienelektronik eingestellt hat, automatisch auf je vier Meter lange Abschnitte gebracht wird, nachdem er sie gefällt hat.„Bis zu zwei Prozent Abweichung sind in Ordnung“, unterstreicht Ovi nach dem Messvorgang, „aber jetzt hatten wir etwas mehr.“ Für Berechnung des Verkaufspreises für das Holz allerdings haben die „Harvester“-Daten keine Bewandtnis: Dazu werde später ohnehin erneut genau gemessen. Ein Bildschirm im Innern der Fahrerkabine, auf dem präzise zu sehen ist, in welche Abschnitte der „Harvester“ die Stämme automatisch teilt, zeigt ihm in Ergänzung diverse Werte an; wie viele Stämme er seit Arbeitsbeginn schon gefällt hat etwa und etliches mehr.Laubholz sei schwieriger zu bearbeiten als Nadelholz, „weil es härter ist“, sagt Ovi und lässt den „Harvester“ einen Meter weiter in den Baumbestand rollen. An den nächsten vom Förster markierten Baum rechts neben der Gasse, in der er sich mit dem Gerät bewegt, kommt er jetzt allerdings nicht ohne Weiteres heran: Ein kleinerer Baum steht unmittelbar davor… HIER WEITERLESEN:

Mehr als die Kettensäge zu schwingen

„Die beiden sind in den Eichen am Vorliefern“, sagt Niklas und meint damit seine Kollegen Lukas und Benjamin. Die zwei Forstwirte mühen sich im Naturpark Siebengebirge allerdings gerade an einer großen Buche ab: Sie müssen gemeinsam kräftig mit ihren „Fällhebern“ nachhelfen, damit der Baum schlussendlich in die geplante Richtung fällt, nachdem Lukas mit seiner Motorsäge sowohl den „Fällheberschnitt“ als auch den „Trennschnitt“ in den Stamm gesägt hat. „Das war ein leichter ‚Rückhänger‘, also ein sich etwas entgegengesetzt seiner Fällrichtung neigender Baum“, erklärt Lukas, nachdem der Stamm einen Augenblick später dann doch imposant krachend genau dorthin gefallen ist, wo der Mitarbeiter der „Pfau GmbH“ es vorgesehen hatte. „Und in dem Moment, wo dieser eigentlich umfallen sollte, drückte böiger Wind entgegen.“ Die Laubwaldfläche, in der Benjamin und Lukas fleißig sind, liegt vielleicht drei Kilometer Luftlinie entfernt von der Stelle, wo Niklas mit seinem Bagger Rückegassen anlegt (siehe „Wittwenmacher und Gassenausfahrten“) – was nur eine der vielen verschiedenen Arbeiten ist, die die „Pfau GmbH“ hier im Naturpark Siebengebirge durchführt.In dem Bestand, in dem die zwei Forstwirte Eichen und Buchen mit der Motorsäge fällen, hat Niklas im vergangenen Jahr ebenfalls die Feinerschließung vorgenommen, nun folgt die erste Durchforstung. Dabei sei das „Zufällen“ beziehungsweise „Vorliefern“ – so wird Lukas‘ und Benjamins momentane Tätigkeit in der Fachsprache genannt – zwingend erforderlich: Der „Harvester“ hat einen Kran, den er maximal elf Meter weit ausfahren kann. Damit erreicht man aufgrund der 40 Meter Gassenabstand von der Rückegasse aus nicht alle Bäume, die beim Durchforsten entnommen werden sollen. Zugleich darf die pfaurote Holzernte-Maschine mit Rücksicht auf den Untergrund nicht allzu viel zwischen den Bäumen bewegt werden, mahnt Niklas.Darum arbeiten Lukas und Benjamin zuerst auf dieser Fläche im Naturpark Siebengebirge, bevor die Holzerntemaschine im Anschluss dort hineinfährt. HIER WEITERLESEN:  

„Witwenmacher“ und Gassenausfahrten

Niklas betrachtet konzentriert seine Umgebung: Er muss bei jeder Bewegung sorgsam Acht geben, um keine unbedingt zu schonenden Bäume zu beschädigen. Behutsam dirigiert er seinen „Volvo ECR235E“ durch den Wald im Naturpark Siebengebirge, betätigt feinfühlig zwei Joysticks neben seinem Sitz, lässt den 26 Tonnen schweren Kettenbagger gemächlich auf die nächste Markierung zufahren und deutet auf die Kennzeichnungen, die der Förster auf einige Stämme gesprüht hat: „Mit dem ‚R‘ und einem Strich hat er festgelegt, wo die Mitte der Rückegasse verlaufen soll“, erklärt Niklas. Der Mitarbeiter der „Pfau GmbH“ hat an diesem Frühlingsmorgen die Aufgabe, alle 40 Meter solche Rückegassen inmitten des Buchenwaldes anzulegen, von denen aus sämtliche weiteren Arbeiten zur Durchforstung erfolgen können. „Feinerschließung“ wird dieser Prozess im Wald auch genannt, über den die Informationsplattform „waldwissen.net“ schreibt: „Ein angepasstes Feinerschließungssystem ist Grundlage für die bodenschonende und nachhaltige Bewirtschaftung von Waldbeständen. Rückegassen und Rückewege dienen Holzernte- und Rückemaschinen als dauerhafte Verbindungsachsen zwischen Forststraßen und Hiebsorten.“ Niklas arbeitet sich derweil weiter in den Bestand hinein, immer entlang der „R“-Linien. „Die Markierungen gibt der Förster wie gesagt vor. Und dann muss man halt gucken, wo man links und rechts daneben die Gasse freischneidet“, beschreibt er seine Arbeitsweise. „In diesem Fall ist die Gasse etwas schräg zum Hang, und ich schneide darum auf der Unterseite etwas mehr weg, damit man später beim Rücken nicht mit dem Rungenkorb des Rückezugs zur Seite kippt und dabei an anderen Bäumen hängenbleibt“, führt der Baggerfahrer aus und lässt den oberen Greifer seines „Woodcrackers“ einen Stamm umschließen. Dieser „Woodcracker“ ist ein komplexes Anbauaggregat für den „Volvo“-Bagger, über das die „Pfau GmbH“ verfügt. Mit dem vom im österreichischen Prambachkirchen ansässigen Maschinenbauunternehmen „Westtech“ hergestellten Zubehör hat Niklas viele Optionen: das Werkzeug ist allseitig dreh- und neigbar. Am oberen Ende kann der kräftige Greifer Stämme, die nach der Weisung des Försters aus der Rückegasse entnommen werden sollen, festhalten. Am unteren Ende ist ein großes Messer angebracht, das Stämme daraufhin einfach „abknipst“. „Damit kann man im Gassenverlauf liegende Baumstöcke besonders nah über dem Erdboden schneiden“, verdeutlicht der Fachmann. So sei der „Stumpen“, der übrig bleibe, besonders flach, was die spätere Befahrbarkeit der Gasse verbessere. Doch in der Mitte des „Woodcrackers“ gibt es bei der Konfiguration, wie sie die „Pfau GmbH“ einsetzt, eine weitere „Zange“: Dieser „Sammelgreifer“ kann mehrere bereits abgeschnittene, dünnere Stämme festhalten, so dass der Baggerfahrer zugleich weitere abschneiden und im Anschluss alle zusammen gebündelt ablegen kann.Und das ist schon die nächste Herausforderung, die Niklas meistern muss: Wo positioniert er welche Bestandteile, damit sie nicht im Weg und ohne viel Herumfahren gut erreichbar sind? Sogenanntes „Kronenmaterial“ etwa wird am Wegesrand abgelegt und direkt vor Ort später mit einem Hacker zu Hackschnitzeln verarbeitet. Es solle im Sinne der nachhaltigen Waldwirtschaft eben aus jeder Pflanze möglichst viel Nutzen geschaffen werden, erläutert Niklas. Schnell bemerkt man, dass der Kettenbagger von jemandem gesteuert werden muss, der „mit Sinn und Verstand“ ans Werk geht, wie man so sagt, und nicht nur für die Technik der Maschine eine gute Auffassungsgabe hat – Niklas ist gelernter Schlosser –, sondern vor allem aufmerksam beobachtet und jeden Arbeitsschritt weise abwägt.„Am Anfang habe ich nur vier, fünf Stunden am Tag gearbeitet“, erzählt der Baggerfahrer, dessen Vater bereits lange Jahre bei Pfau tätig war, „weil es vom Kopf her irgendwann nicht mehr ging!“ Das sei Tag für Tag besser geworden. Doch konzentriert arbeiten müsse man bei der Erschließung mit dem Bagger wie bei der späteren Holzentnahme mittels „Harvester“ oder dem „Zufällen“ auch mit reichlich Übung und Erfahrung weiterhin, betont der Pfau-Mitarbeiter, der vor sieben Jahren zum in Mauden beheimateten Unternehmen stieß. „Man will zum Beispiel keine riesigen Gassen in den Bestand hineinschneiden. Denn dann wird der Bestand windanfällig, und wenn es blöd läuft, fällt er um“, führt Niklas ein Beispiel an, worüber er, neben der eigentlichen Steuerung seines Arbeitsgerätes, sich stets Gedanken machen muss, sobald er sich im Wald bewegt.Kurz darauf hat er sich mit dem „Volvo ECR235E“ bis zu einem Stamm vorgearbeitet, auf dem der Förster das Kennzeichen „R Ende“ hinterlassen hat: Weiter soll die Rückegasse nicht in den Baumbestand hinein angelegt werden. „Hier in dieser Gasse hab ich jetzt nur ganze zwölf Bäume herausgenommen“, zeigt sich Niklas zufrieden. Das sei relativ wenig und liege daran, dass die Buchen um ihn herum recht weit auseinanderstehen. Die Schaffung eines ökologisch stabilen Waldes, der sowohl eine Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion hat, ist das Ziel einer solchen Durchforstung, wie sie hier im Siebengebirge praktiziert wird. Kahlschläge sollen möglichst vermieden werden. Stattdessen steht die natürliche Verjüngung eines sogenannten „Dauerwaldes“ konzeptionell im Vordergrund. In diesem wachsen mehrere Baumgenerationen nebeneinander.Genau um diese Charakteristik eines Dauerwaldes samt Naturverjüngung geht es bei den Arbeiten, die die „Pfau GmbH“ hier zwischen Siebengebirge und dem Rhein durchführt…   HIER WEITERLESEN:  

Entspannung bei Pferdemist

Bei aller Begeisterung für Lastkraftwagen: Manches Mal zieht Pascal Mudersbach eine einzige Pferdestärke den Hunderten der Pfau-Lkw vor – und reitet auf einem der drei Pferde, die er gemeinsam mit seiner Frau Jannika in seinem Wohnort Emmerzhausen versorgt. Pascal Mudersbach ist gelernter Speditionskaufmann, er hat seine Ausbildung in Siegen 2005 bis 2008 absolviert. „Ich habe im Lehrbetrieb ein weiters Jahr als Disponent gearbeitet, doch es gab anschließend einen Wechsel in der Geschäftsführung. Im Zuge dieser Umstellung habe ich mich dort verabschiedet.“ Da er schon während seiner Ausbildung parallel den Lkw-Führerschein erworben hatte (Mudersbach: „Den habe ich mir finanziert, indem ich samstags Lastkraftwagen in meinem Ausbildungsbetrieb gewaschen habe“), konnte er ohne Weiteres um- und in verschiedene Fahrerhäuser einsteigen, ist im Anschluss an die Anstellung in Siegen rund fünf Jahre lang Lkw gefahren – „von Siebenhalbtonnern, über Wechselbrücke (Anm. d., Red.: damit ist ein austauschbarer Träger für die Ladung eines Lkw gemeint), irgendwann dann Schwertransporte – lang, breit, hoch, schwer“, schmunzelt er. 2010 jedoch kehrte er erstmals zurück ins Büro. „Da war meine erste Ehefrau schwanger, und so habe ich gesagt, dass ich es nicht mehr möchte, Sonntagabend um zehn Uhr wegzufahren und samstags nach Hause zu kommen. Ohnehin habe ich schließlich auch einen Bürojob gelernt.“ Aus der Entscheidung wurde ein Engagement in Herborn bei einer Stückgutspedition. Dort habe sich die Tätigkeit um Paletten und Kleinsendungen gedreht. Pascal Mudersbach disponierte die entsprechenden Fahrten. Von Herborn führte ihn sein beruflicher Weg nachfolgend nach Haiger zu Firma „STL“: „Da drehte sich alles rein um Schwertransporte.“ Dort kümmerte er sich um die für diese besonderen Beförderungen erforderlichen Dinge – „Ausnahmegenehmigungen, Transportbegleitung, Polizei bestellen. Da bin ich selbst nachts mit raus gefahren, um irgendwo Verkehrsschilder zu ziehen, wenn sie den großen Spezialfahrzeugen im Weg standen“, erinnert sich der Westerwälder. WEITERLESEN… 

Wege schlecht, Reifen kaputt

  „Disposition, so’n bisschen ‚Mädchen für alles‘“, antwortet Pascal Mudersbach augenzwinkernd auf die Frage nach seinen Aufgaben bei der „Pfau GmbH“. Dann wird er – einmal mehr – unterbrochen: Ein oder mehrere Telefone hat er immer in Griffweite, sie klingeln häufig. So wie jetzt: Ein Fahrer vermisst seine Aufträge für den nächsten Tag. Die werden bei dem technisch erstklassig aufgestellten Unternehmen aus Mauden längst digital übermittelt. Mittels Tablet im Führerhaus erfährt jeder Lenker eines Holz-Lkw, wo seine Fracht für den nächsten Tag liegt und wohin er sie bringen soll. Elektronische Karten, ein grafisch aufbereitetes Verzeichnis der über das ganze Land verteilten Polter (Holzstapel) im Wald unterstützen ihn dabei. Die benötigten Daten dafür bringt Pascal Mudersbach an den drei Bildschirmen auf seinem Schreibtisch auf den Weg. Das Verfahren hat „Mudi“, wie ihn alle nennen, einst auf Wochenbasis umzustellen und zu planen versucht. Doch zu viele Unwägbarkeiten – „Wege schlecht, Fahrer krank, das Auto fällt aus, die Zange am Kran funktioniert nicht, der Reifen ist kaputt, der Lkw muss morgens erst in die Werkstatt“, listet er auf – vereitelten das Vorhaben.Manche (Stamm-)Kunden von Pfau erhalten jeden Monat eine definierte Menge Holz. Es gebe dazu Absprachen, auf wie viele Anfuhren sie aufgeteilt werden soll, damit der Sägebetrieb nicht stockt, führt Pascal Mudersbach aus. In der Pfau-Verwaltung bestehe die Aufgabe somit darin, das Holz stets in der benötigten Qualität und Menge, den bestellten Maßen im richtigen Moment verfügbar zu haben und auch die Fahrzeuge so einzusetzen, dass dessen Abholung und der Transport zum Sägewerk in passenden Zeitspannen funktioniert. Spezielle Wünsche wie die Belieferung mit einem Mix aus drei verschiedenen Längen bei einem großen Stammkunden stellen zusätzliche Herausforderungen bei dieser Planung dar. „In diesem Beispiel, an das ich gerade denke, muss der Mix auf den Monat gesehen eingehalten werden. So kann ich etwa bei der einen Länge, die vielleicht gerade als einzige an einem Platz liegt, wohin die Zuwegung zwar besonders schlecht ist, ich aber in der laufenden Woche dennoch drankomme, weil die Sonne geschienen hat und es trocken ist, sagen: Also fahre ich in dieser Woche nur diese eine Länge, und in der nachfolgenden bringe ich die anderen Dimensionen, die der Kunde für den Mix bestellt hat“, erklärt der Disponent.   WEITERLESEN…

In die andere Richtung arbeiten

„Adrian und Claudia machen eine super Arbeit!“, lobt Kevin Koziol das aus Rumänien stammende Ehepaar, „die zwei haben echt Lust auf die Arbeit. Dabei ist sie nicht immer gerade leicht. 90 Hektar in diesem Jahr zu bearbeiten, davon 70 mit der Hand, das ist ein ‚Geknuffe‘, das muss man ehrlich sagen.“ Seit über 13 Jahren ist Koziol Teil des Teams von „Forst Pfau“, hat dort die Einsatzleitung für die maschinelle Holzernte und Wiederaufforstung inne. Mit ihm sprach Uwe Schmalenbach über die Pfau-Dienstleistung, die Adrian und Claudia Todasca gerade auf einer Fläche am „Igelshahn“ erledigen (siehe https://forst-pfau.de/staging/pflanzen-pflegen-einen-herrlichen-wald-sehen/). Eines eurer Haupttätigkeitsgebiete ist zwar die Holzernte. Allerdings habt ihr in der jüngeren Vergangenheit erheblich mehr einschlagen müssen, als euch lieb gewesen ist, oder?Koziol: Ja, natürlich, man musste das Holz einfach machen; große Mengen Schadholz, die aufgrund der Trockenheit und wegen des Borkenkäfers angefallen sind. Daher macht es jetzt besonderen Spaß, anschließend Maßnahmen durchführen zu können, wo wir in die andere Richtung arbeiten und den Wald wieder entstehen lassen helfen dürfen.Testet ihr bei der Wiederaufforstung verschiedene Baumarten, die die früheren Fichtenbestände ersetzen sollen?Koziol: Letztendlich sind wir Dienstleister für den Waldbesitzer, der bestimmt, was angepflanzt werden soll. Wir pflanzen „nur“ und pflegen die Bäume. Im Moment liegt der Fokus auf der natürlichen „Naturverjüngung“. Was bedeutet das?Koziol: Wir schauen: Was kommt von alleine hoch? Man lässt den Wald erst einmal gewähren. Es gibt Bereiche, wo alles „kunterbunt“ wächst.Und ihr macht dann nichts?Koziol: Doch. Man muss pflegen, man muss freistellen, läutern. Und da, wo von alleine nicht viel wächst, pflanzen wir etwas hin – in diesem Fall Douglasien. Wir nutzen viele Laubholzarten, etwa Winterlinde, Eiche, Buche. An diesem Standort hier kommen die allerdings schon ziemlich durch die natürliche Verjüngung hoch. Wenn der Auftraggeber es wünscht, erhält er dann eine Anbauempfehlung von euch?Koziol: Jeder Boden ist unterschiedlich, deswegen ist das ein schwieriges Thema. Es kann sein, dass die Fläche hier sich für diese oder jene Pflanze gut eignet – doch im Gegenhang wäre schon wieder etwas ganz anderes gefragt. Die Anbauempfehlung gibt meistens die Baumschule, wir beziehen die Pflanzen auch von dort. Die Baumschule kann auf ganz andere Erfahrungswerte zurückgreifen. Zudem geben Baumschulen, in Verbindung mit Bodenproben, die sie entnehmen, Anwuchsgarantien und erstatten dem Waldbesitzer Ausfälle. Wir haben uns, nachdem in den nächsten Jahren einfach viel aufgeforstet werden muss, der Dienstleistung pflanzen und pflegen verschrieben. Dazugehörende Tätigkeiten wie etwa den Zaunbau übernehmen wir selbstverständlich ebenso. Wie läuft die Berechnung eurer Arbeiten?Koziol: Ich rechne nach unserem tatsächlichen Aufwand ab, sprich Zeitlohn. Den rechne ich hinterher auf die Pflanze herunter, um einen realistischen Wert zu erhalten. Das ist dem Waldbesitzer wie uns gegenüber fair. Denn es gibt Standorte, da bekommen wir beim Pflanzen recht hohe Stückzahlen in kurzer Zeit hin, weil es dort flach und alles tipp-top geräumt, kein Bewuchs vorhanden ist. An diesem Standort hier zum Beispiel ist alles hoch gewachsen, Schlagabraum liegt auf der Fläche, man kann kaum pflanzen, muss räumen, es dauert alles erheblich länger. Um das aufzufangen, berechnen wir das wirklich nach Aufwand. Das hat sich bisher auch bewährt.  

Pflanzen, pflegen, einen herrlichen Wald sehen

Aus Daaden dringt das Mittagsläuten herüber. Die dortige evangelische Kirche liegt zwar in Sichtweite, doch früher hätte man das keine zwei Kilometer entfernte, malerische Barockgebäude von diesem Standort aus nicht erblicken können: Ein dichter Fichtenwald versperrte auf diesem Hang oberhalb von Biersdorf die Aussicht ins Daadetal. „Früher“, das ist noch gar nicht so lange her, ein paar Jahre nur – bevor vor allem ab 2018 die Trockenheit und der Borkenkäfer Wälder im nördlichen Rheinland-Pfalz massiv schädigten und mehr und mehr Kalamitätsholz eingeschlagen werden musste. Die fachkundige Wiederaufforstung solcher Flächen ist eine der Dienstleistungen von „Forst Pfau“. Adrian Todasca und seine Frau Claudia stapfen eine recht steile Steigung an der Südwestseite des 436 Meter hohen „Igelshahn“ hinauf. „Schlagabraum“, Reste jener einst hier wachsenden (Fichten-)Bäume also, die nach dem Holzeinschlag zurückgelassen wurden, mancher schon recht kräftige Dornenbusch, Farne, einige Wurzeln, zahlreiche Gräser erschweren ihren Weg. Hinter zum Teil mannshohen Ginster und anderen Sträuchern sind die beiden Pfau-Mitarbeiter nicht immer sofort zu entdecken. Lediglich ihre blauen Umhängetaschen schimmern hindurch. In diesen tragen die beiden junge Douglasien mit sich, die sie zum Nachpflanzen auf dem zwischen zwei und drei Hektar großen Areal einer Haubergsgenossenschaft im Norden von Biersdorf benötigen. „Da fehlt einer“, sagt Adrian Todasca, bleibt stehen, holt mit einer Hacke wuchtig über Kopf aus und hackt ein Loch in den Boden vor sich. Aus der blauen Tasche nimmt er eine kleine Douglasie und schneidet als erstes mit einer Schere, die er in einem Lederholster am Gürtel trägt, deren Wurzeln kürzer. „Wenn sie zu lang sind, knicken sie im Boden um, die Pflanze wächst nicht gut an, nimmt kein Wasser auf und geht ein“, erklärt der Fachmann.Vor zwei Jahren wurde die Kalamitätsfläche von „Forst Pfau“ aufgeforstet und anschließend gepflegt, was vor allen Dingen bedeutet hat, sich zu jedem der zierlichen Jungbäume herunterzubücken, ihn „freizustellen“, also drumherum etwas Platz für ihn zu schaffen. Fast 90 Hektar hat der in Mauden beheimatete Dienstleister in diesem Jahr schon auf diese wirklich mühevolle, kleinteilige Art gepflegt… Auf höchstens 20 davon konnte ein maschineller Freischneider eingesetzt werden – ansonsten erfolgte die Arbeit komplett von Hand. „Dadurch gewährleistet man, dass die Bäume, die nicht kaputtgehen sollen, erhalten bleiben“, erläutert Kevin Koziol, der die Einsatzleitung für die Wiederaufforstung bei „Forst Pfau“ inne hat. Derweil ist Adrian Todasca mit der Wurzellänge zufrieden, hat die zierliche Douglasie inzwischen in das vorbereitete Loch gesetzt, es zugekratzt und die Erde etwas festgetreten. Die vor zwei Jahren gepflanzten Bäumchen ringsum seien ganz gut angegangen, nickt er zufrieden.Und tatsächlich sind etliche von ihnen schon fast hüfthoch. Andere hingegen messen vielleicht erst 15, 16 Zentimeter – sind damit sogar erheblich kürzer, als die „Ersatzpflanzen“ in Adrians und Claudias Taschen… „Die ganz kleinen hier sind solche, die nach der Pflanzung vor zwei Jahren zwar zunächst kaputtgegangen sind. Aber nur aus der Kraft der verbliebenen Wurzel ist dann von alleine eine neue Pflanze gewachsen“, schildert Adrian Todasca.Er stammt aus Vatra Dornei im Nordosten Rumäniens und hat im nicht allzu weit von dort entfernten Campulung Moldovenesc fünf Jahre lang an der Forstwirtschaftlichen Hochschule „BUCOVINA“ Forstwirtschaft studiert. Über eine Zeitarbeitsfirma kam er mit „Forst Pfau“ in Kontakt, 2019 ging er erstmals mit dem Logo des Familienunternehmens auf dem Shirt in den Wald und gehört heute fest zum Team. HIER WEITERLESEN:  

Auf höchstem Niveau unterwegs

Eigentlich sind sie fast zu schade, um künftig über Landstraßen und Autobahnen – und in den Wald – zu fahren, wie sie so funkelnagelneu dastehen in der Westerwälder Sonne. Herrlich leuchtet das von einem glänzenden Klarlack überzogene Pfau-Rot der Karosserien, die schwarzen Kühlergrills ergeben einen reizvollen Kontrast dazu: „Forst Pfau“ hat jetzt gleich drei neue Lkw auf einmal in Dienst gestellt, um auf die weiter steigende Nachfrage nach den Leistungen des Familienunternehmens zu reagieren. Kevin Wuttke hat sich aus der Werkstatthalle von „Forst Pfau“ in Kirburg erst einmal Putzlappen und eine große Sprühflasche voll Glasreiniger geholt, ehe er erstmals mit seinem neuen Gefährt zu einem Holztransport aufbrechen wird. „Ich habe gerne den Durchblick“, schmunzelt er doppeldeutig und beginnt, die Scheiben der Krankabine an dem 540er „Volvo“ zu wienern. Dieser Motorwagen ist der Hauptbestandteil des neuen „Kurzholzzuges“, mit dem Wuttke künftig unterwegs sein wird, Rundholzabschnitte damit an praktisch jedem beliebigen Ort auf- und auch wieder abladen kann. Dazu dient eben der besagte Kran, ein „Epsilon M12Z“ des österreichischen Premiumherstellers „Palfinger“, dessen Kabine der tüchtige Fahrer gerade putzt. Diese lässt sich an der Ladestelle hydraulisch hochfahren, damit Kevin Wuttke stets alles im Blick hat. Dabei sitzt er geschützt hinter acht Millimeter starkem „Lexan“-Sicherheitsglas. Selbstverständlich hält die „EPSCAB“ genannte Kabine ebenso Wind und Wetter ab, verfügt über Klimaanlage und Heizung. In den zurückliegenden Wochen wurde unter anderem der Kran dieses Kurzholzzuges bei der in Eslohe- Bremke im Sauerland beheimateten Firma „F. Müller Fahrzeugbau“ an den „Volvo“ montiert (die PFAU-NACHRICHTEN berichteten). Von dort kommt ebenso ein zweites neues Fahrzeug, das „Forst Pfau“ jetzt gleichermaßen in Dienst gestellt hat: ein weiterer „Volvo“ 540, der jedoch mit einer Sattelplatte ausgestattet ist, in Zukunft also Sattelauflieger ziehen wird. „Diese Sattelplatte hat zwei verschiedene Sattelkupplungen“, erklärt Ulrich Pfau und zeigt auf das Heck des neuen Lastwagens. „Wenn man mit dem Langholz fährt“, so Pfau weiter, „kommt die eine runter und der Auflieger wird mit einem Drehkranzlager an der anderen angesattelt. Daneben hat diese Zugmaschine die Lenkung und alles, was man für die Steuerung des Nachläufers braucht, drin.“ Ulrich Pfau deutet auf einen weiteren Anschluss in der Rückwand des „Volvo“, der mit einer olivgrünen Abdeckung verschlossen ist: Das sei wiederum die Verbindung zum Motorwagen für einen besonderen Tieflader, den „Forst Pfau“ bei Bedarf ebenfalls im Einsatz hat. „Dieser Lkw kann vieles fahren und ist ebenso bei Müller aufgebaut worden“, ergänzt der Firmengründer. „Auf jeden Fall“ sei sein neues Fahrzeug schön, nickt Kevin Wuttke. Er ist seit vier Jahren bei „Forst Pfau“ tätig. Zunächst fuhr er Rückezug und „Harvester“, „und nun seit gut zwei Jahren Lkw“, erzählt „Wuddi“ – so lautet sein Spitzname, wie ein kleines Schild hinter der Frontscheibe des Lasters verrät. „Der Kran an diesem neuen Kurzholzzug ist noch besser als mein vorheriger“, unterstreicht „Wuddi“, während er weiter Streifen von der Scheibe der Krankabine wischt. Wie weit man den mit welcher Last ausfahren könne, sei viel Erfahrung, führt der Fahrer dabei aus. „Das hat man irgendwann im Gefühl.“ Kevin Wuttke ist nach einigen weiteren Minuten schließlich mit dem Ergebnis seiner Putzaktion zufrieden und rollt ein Rollo, das am jetzt blanken Fenster der Krankabine außen angebracht ist, herunter. „Das schützt sie während der Fahrt vor Schmutz und Insekten“, erläutert er. Schon erstaunlich, wie viele kleine Details für eine optimale Arbeitsumgebung der Fahrer von „Forst Pfau“ bedacht worden sind. WEITERLESEN…

30 Festmeter in 20 Minuten

Plötzlich beginnt der WLAN-Drucker auf dem Armaturenbrett „Papier auszuspucken“: Felix Wagener ist mit seinem „Volvo“ bei den „Westerwälder Holzpellets“ (WWP) in Langenbach bei Kirburg angekommen, hat seinen „Kurzholzzug“ direkt zum dortigen Rundholzplatz gesteuert und auf dem Tablet neben seinem Lenkrad einen Lieferschein aufgerufen. Den gibt der drahtlos damit verbundene Drucker gerade aus. Mit dem Dokument in der Hand fragt der Fahrer von „Forst Pfau“ bei WWP-Mitarbeitern nach, wo er das mitgebrachte, 2,40 Meter lange Palettenholz abladen soll. 30 Festmeter Holz hat Felix Wagener auf dem Motorwagen und dem Anhänger insgesamt dabei. Der neue Kurzholzzug, den „Fahrzeugbau Müller“ in Eslohe-Bremke für „Forst Pfau“ über die vergangenen Wochen aufgebaut hat (siehe blog), wird in gleicher Weise eingesetzt werden wie das „Auto“ von Felix Wagener, wie er seinen 40-Tonner nennt. 40 Tonnen sind das zulässige Gesamtgewicht, das sich aus dem Leergewicht des Fahrzeugs und der Nutzlast zusammensetzt.Inzwischen weiß der junge Mann im pfauroten Shirt, wo er seine Fracht stapeln soll, rangiert den Kurzholzzug an die Stelle und löst als erstes die Gurte, mit denen er seine hölzerne Ladung für den Transportweg gut gesichert hatte. Mit einem Gurtroller wickelt Wagener die orangen Bänder auf und verstaut sie sorgfältig in seinem Lkw. Dann klettert er geschwind über einen Tritt in das Kranhaus, das am Heck seiner Zugmaschine montiert ist. In der Kabine ist er nicht nur vor Wind und Regen geschützt, sondern hat darin eine (bereits vom Fahrerhaus aus zuschaltbare) Heizung, ebenso eine Klimaanlage und ein Radio.Dem Radioprogramm wendet sich Wagener, der seit fünf Jahren Lkw fährt und von Beginn an mit Holz unterwegs ist, allerdings nicht zu, sondern hat rasch die seitlichen Stützen seines „Autos“ ausgefahren.Es geht nun echt flott: Erst packt der Mitarbeiter von „Forst Pfau“ mit der Zange an seinem Kran etwa die Hälfte aller Abschnitte von seinem Motorwagen und stapelt sie daneben. Danach entlädt er den Anhänger und zum Schluss die übrigen Rundhölzer vom Motorwagen. Gerade einmal 20 Minuten braucht der routinierte Fahrer dafür! WEITERLESEN…  

Ein neuer Kurzholzzug vom vierten Ferdinand

Dieser neue „Volvo 6×4“ für „Forst Pfau“ hat vor kurzem Eslohe-Bremke verlassen: Der Aufbau wurde darauf montiert, das Sattelplattensystem für den Auflieger, die Elektrik, Pneumatik und Hydraulik eingebaut. Auch eine komfortable Funksteuerung, mit der der Sattel gelenkt oder gelöst werden kann, haben die Tüftler im Sauerland integriert. Derlei gebe es nicht serienmäßig vom Lkw-Hersteller, sondern müsse individuell angefertigt werden, erläutert Felix Müller. Derweil hat sein Unternehmen einen weiteren Lkw für den Einsatz bei „Forst Pfau“ ausgerüstet. Wenn Ulrich und Alexander Pfau einen neuen Lkw für den Holztransport brauchen, dann rufen sie gerne im Sauerland an. Im Tal des Flüsschens Wenne liegt dort Bremke, ein 600-Einwohner-Dorf, das zur Gemeinde Eslohe gehört. 100 Meter neben dem Fließgewässer hat die „F. Müller Fahrzeugbau GmbH & Co. KG“ im „Gewerbegebiet Wennetal“ ihren Sitz. In deren Werkhallen ist gerade ein KHZ, ein „Kurzholzzug“ für „Forst Pfau“ aufgebaut worden, der die charakteristisch rote Fahrzeugflotte des Westerwälder Forstdienstleisters in den nächsten Tagen ergänzen wird.„Ich bin schon der vierte Ferdinand“, lacht Felix Müller, dessen Zweitname, der Familientradition folgend, eben Ferdinand lautet. Der Wirtschafts- und Schweißfachingenieur ist Geschäftsführer und Gesellschafter des Sauerländer Fahrzeugbauunternehmens und seit 2021 in der Firma. Es war sein Ur-Opa – wir ahnen es: mit Namen Ferdinand Müller –, der bereits 1919 den Grundstein für den Familienbetrieb legte. Urgroßvater Ferdinand startete recht bescheiden einen kleinen Forstbetrieb, der selbstverständlich in keiner Weise mit einem heutigen, leistungsfähigen Dienstleister wie „Forst Pfau“ vergleichbar war: Lediglich ein Pferdegespann hatte der Firmengründer vor mehr als einem Jahrhundert zur Verfügung, doch damit sammelte er bereits eine Menge Erfahrung beim Transport von Holz aus dem damals noch dichten Wald im Sauerland. So verwundert es nicht, dass „Fahrzeugbau Müller“ sich besonders der Fertigung von Fahrzeugen für die Forstwirtschaft verschrieben hat, „eben weil unsere historische Herkunft das Holzrücken ist“, nickt Felix Müller zustimmend. Im waldreichen Sauerland war es nicht ungewöhnlich, dass viele Menschen den vor ihrer Haustür wachsenden Rohstoff wirtschaftlich nutzten. Als Ferdinand Müllers Sohn Ferdinand, gemeinsam mit Bruder Heinrich, in den 1950er-Jahren in den Familienbetrieb einstieg, da eigneten sich die Geschwister rasch erste Kenntnisse mit ihren (vergleichsweise simplen) Lkw an. Diese führten dazu, dass die seinerzeitigen Müllers erstmals ein Fahrzeug in eigener Konstruktion bauten. Mit dem damals ersonnenen Langholzzug wurde im Prinzip die Basis für den Fahrzeugbau geschaffen. Ein bestehender Nachläufer wurde mit einer hydraulischen Nachlenkung umgerüstet – was zur einstigen Zeit eine kleine Revolution, in jedem Fall aber ein die Möglichkeiten des Fahrers erheblich verbessernder Einfall war. „Das ist etwas gewesen, womit wir einzigartig auf dem Markt waren“, schildert Ferdinand Müller junior, der der dritte Ferdinand in der Reihe ist, „wir waren mit so etwas die ersten!“ Die Idee kam auf dem Markt großartig an, denn sie entstammte aus der praktischen Erfahrung seines Vaters, der durch eigene Holztransporte wusste, worauf es ankam. Ideen, die Müller-Kunden wie „Forst Pfau“ im Alltag nützlich sind, seien so immer wieder aus der Praxis in die Werkstatt getragen worden. Das habe auch damit zu tun, dass der Schwesterbetrieb Heinrich Müller ein Speditionsunternehmen ist. Es war dann nach dem Wechsel von der zweiten zur dritten Generation der Vater Felix Ferdinand Müllers, der den Fahrzeugbau richtig nach vorne brachte. In der Branche kennt man den Schweißfachmann als detailverliebten Tüftler, der Kundenwünsche wieder und wieder umzusetzen weiß. Eine spezielle Kiste am Fahrzeug hier, ein zusätzlicher Tritt da? Kein Problem. Während viele Kunden mit recht genauen Vorstellungen über ihr neues Fahrzeug nach Bremke kommen, brauchen andere Orientierung. Die Beratung sei darum ausgesprochen wichtig, betonen die beiden heute aktiven Müllers, „denn jedes Fahrzeug ist individuell!“ So wie der „Volvo 6×4“ für „Forst Pfau“, wobei „6×4“ bedeute, dass der Lkw sechs Räder an drei Achsen hat, wovon vier Räder angetrieben sind, wie die Fachleute erläutern: Auf dessen Rahmen hat das Fahrzeugbau-Unternehmen einen Bordkran zum Be- und Entladen montiert, der den neuen Kurzholzzug damit unabhängig von Umschlagbaggern oder anderen Ladegerätschaften macht. Das Besondere ist hierbei eine spezielle Kranablage. Durch diese lässt sich der Bordkran bei Nichtgebrauch anders einklappen, weshalb das Fahrzeug längeres Holz befördern kann. „Das sind so Sonder-Sachen, wo wir uns richtig einbringen können“, sagt Felix Müller beinahe beiläufig, obwohl das Detail im Alltag von großer Wirkung ist. „Hier kommen noch Auszugskisten hin“, die sich „Forst Pfau“ eigens als weiteres Zusatzdetail bestellt habe, beschreibt Felix, der „vierte Ferdinand“. Diese Kisten werden nach seiner Darstellung nahe der Abgaseinheit positioniert, die Wärme abstrahlt, „so hat man immer schön trockene Gurte“, erklärt der Schweißingenieur den Sinn. Das sei eines der Beispiele, wie in seinem Fahrzeugbauunternehmen individuelle Kundenwünsche berücksichtigt werden können. Zum Leistungsangebot von „Fahrzeugbau Müller“ gehört nicht nur der Aufbau neuer Fahrzeuge, für den meist drei bis vier Wochen Stahlbau und eine ebenso lange Montage erforderlich sind, sondern gleichermaßen Reparatur und Umbau. Instandgesetzt werde „eigentlich fast alles, vom Rückezug bis zur Raupe“, sagt Felix Müller. Service bei allen denkbaren Schäden sei wichtig, „Forst ist ein raues Feld“, schmunzelt er. Es war Senior-Chef Ulrich Pfau, der einst auf „Fahrzeugbau Müller“ zuging und einen ersten Kontakt knüpfte. Denn Pfau ist seit jeher außerordentlich wichtig, den Mitarbeitern stets bestes Werkzeug und erstklassige Fahrzeuge bereitzustellen, damit sie ihre Arbeit in der von den Kunden am aus Mauden stammenden Unternehmen geschätzten Top-Qualität erledigen können. WEITERLESEN…  

Nach 28 Jahren zu Pfau: „Das Passt!“

Markus Köhler war 28 Jahre lang beim selben Arbeitgeber. Seit Februar dirigiert er Bagger bei Pfau: „Ein Glücksgriff“, wie der Friedewälder findet. Als er einst das Handwerk des Konditors erlernte, da war neben Kreativität wohl vor allem präzises Arbeiten gefragt: Kuppeltorten mit Fondant überziehen, Sahneschnitten mit Früchten ausgarnieren, Petits Fours mit zarten Massen füllen. Eine ruhige Hand braucht der Westerwälder im Job auch heute noch – wenngleich er den ursprünglich erlernten Beruf aufgegeben und Tüllen, Paletten sowie andere Konditor-Werkzeuge gegen ein imposantes 17-Tonnen-Arbeitsgerät der „Pfau GmbH“ eingetauscht hat. Interesse an Baumaschinen? Das habe er schon immer gehabt, erzählt Markus Köhler, bereits als Kind. Seit 29 Jahren ist die Kabine eines Raupenbaggers der Arbeitsplatz des in Friedewald Lebenden. Allerdings führte ihn sein Lebensweg nicht direkt aus der Konditorei in das Fahrerhaus: Zunächst blieb Köhler der Kulinarik treu und schloss in Stuttgart an seine Konditorlehre die zum Koch an. In einem Hotel-Restaurant in der baden-württembergischen Landeshauptstadt arbeitete er sieben Jahre lang am Herd, es folgte ein halbes in Bad Laasphe. „Doch letztlich wurden die Versprechungen, die man mir in meiner Zeit als Koch arbeitgeberseitig gemacht hatte, nicht erfüllt!“, blickt Köhler zurück.Eines Abends sprach ein in der Region tätiger Tiefbauunternehmer den Koch in einer Daadener Kneipe an, ob er nicht bei ihm arbeiten und Baggerfahrer werden wollte. Zwar hatte Köhler bei Bekannten schon einmal so ein Gefährt ausprobiert, dennoch war die Perspektive für ihn neu. Das hielt ihn nicht ab, bereits in der Folgewoche bei dem Tiefbauunternehmen anzufangen. WEITERLESEN…

Wegebau-Team beseitigt Verwüstungen

Eigentlich hatte Dirk Schmidt am Montagmorgen gleich um sieben mit seinem Team aufbrechen wollen.Maastricht war das Ziel, der Bus bestellt. Doch am Vorabend, es war der 7. Mai des Jahres, kam plötzlich seine Frau zu ihm, als er noch einige Büroarbeiten erledigte: „Wir müssen etwas machen! Die Bach, die steigt und steigt!“ Zunächst beruhigte Schmidt die Gemahlin, doch irgendwann wurde klar: Nicht nur der Betriebsausflug fällt buchstäblich ins Wasser – ganz Daaden wird von einem ungewöhnlichen Hochwasser heimgesucht, das nicht mehr nur aus Friedewälder und Daadenbach strömte, sondern ebenso verschiedene Hänge herablief. Binnen kurzer Zeit stand der 150 Quadratmeter große Keller unter der Metzgerei und dem Wohnhaus von Dirk Schmidt bis zur Decke randvoll unter Wasser. Ja, es sprudelte fontänenartig aus dessen Lichtschächten heraus! Ein ausgesprochen kräftiges Gewitter hatte die Kette der Zerstörung ausgelöst. Das Unwetter zog auch nach einiger Zeit nicht weiter, das Wasser kam aus allen Himmelsrichtungen. Die sonst kleinen Fließgewässer der Stadt förderten Geröll und Treibgut talwärts, Brücken und Durchlässe setzten sich zu, das Wasser staute sich deswegen zusätzlich. Zahlreiche Wohn- und Geschäftsgebäude wurden in Mitleidenschaft gezogen – so wie der Betrieb von Dirk Schmidt: Alle Kühlaggregate der Metzgerei befanden sich im Keller – und waren „von jetzt auf gleich“ wegen der Überflutung nicht mehr funktionstüchtig. „Ich habe also ab dem 8. Mai keine Kühlung mehr gehabt“, schildert Schmidt, was das Aus für jede handwerkliche Fleisch- und Wurstwarenproduktion bedeutet. Das Team, das doch in geselliger Runde nach Maastricht hatte fahren wollen, rettete stattdessen am Montagmorgen, was zu retten war, löste noch zwei komplette Rinder aus, die sich im Lager befanden. „Schinken oder Salami macht es nichts, wenn sie fünf Wochen länger liegen. Aber Fleischwurst, Aufschnitt et cetera würden ohne Kühlung schnell verderben“, erklärt der Fleisch-Sommelier. Darum beluden er und seine Mitarbeiter den kompletten Verkaufswagen der Metzgerei, und brachten die verpackten Lebensmittel als Spende zur Betzdorfer Tafel. Insgesamt fuhr er dreimal dorthin, damit wenigstens nicht alle noch absolut einwandfreien Lebensmittel mangels Kühlung verdarben, sondern verteilt und verzehrt werden konnten. Was bei der Tafel nicht unterzubringen war, wurde in zwei flugs ausgeliehene Kühlanhänger umgeräumt. „Dann hatte ich die Metzgerei auf zwei Kühlanhänger verteilt, auf vier mal zwei Meter geschrumpft“, schmunzelt Dirk Schmidt. Dennoch: Fünf Wochen lang musste er schließen. Unabhängig davon, dass die Versicherung die sogenannten Elementarschäden wohl ersetzen wird: Der Umsatzausfall etwa durch nicht verkauftes Grillgut zu den jüngsten Feiertagen wird nie mehr auszugleichen sein. Darüber hinaus hat das Wasser, nachdem es von der Feuerwehr abgepumpt worden ist, beträchtlichen Schaden hinterlassen: alle Fliesen im Keller der Metzgerei mussten raus, der Estrich ebenso, sämtliche Wände sind abzuschleifen. Ob davon überhaupt alle im Keller stehenbleiben können, steht noch nicht endgültig fest. Auf den Keller wird Dirk Schmidt deshalb so oder so weitere drei Monate lang verzichten müssen. Zwei Container auf einem nahen Parkplatz dienen derweil als provisorisches Lager für Verpackungen oder Utensilien für den Partyservice und ebenso teilweise als Umkleide. „Das war alles im Keller“, sagt der Metzgermeister. „Wir hatten keine Schürzen und Blusen für die Verkäuferinnen mehr, keine Hygienekleidung für die Männer – alles war unten im Keller. „Es fängt beim Holzbrett an. Es ist nichts mehr da! Stühle fürs nächste Grillseminar? Alles weg!“ „Weg“ war nach dem Unwetter auch so mancher Weg in und um Daaden: Gräben und Sickerflächen konnten so viel Wasser in so kurzer Zeit nicht aufnehmen und ableiten. WEITERLESEN…