„Das fand ich richtig cool, ehrlich!“

Dennis Schäfer betätigt einen Schalter über seinem Kopf. Elektrisch fährt eine Jalousie an der Windschutzscheibe seines „Actros L“ herunter, um den Pfau-Fahrer vor der blendenden Sonne zu schützen. Das Fahrzeug ist das neueste „Holzauto“ der Kirburger Firma und der erste fabrikneue Lkw, den Dennis, der seit November 2023 zum Team gehört, für seine tägliche Arbeit zur Verfügung gestellt bekommen hat. „Ich durfte mir bei der Ausstattung fast alles selbst aussuchen“, schwärmt er, während er auf dem Weg zu einer Ladestelle ist, an der schneebedecktes Eichenholz auf den Abtransport wartet. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Doch in Internetforen hatte es um die Optik des neuesten „Actros“ aus dem Hause Mercedes eine Weile lang viele Diskussionen gegeben. Dabei kommen inzwischen mehr und mehr anfängliche Kritiker dahinter, dass die große Fläche, die die Front des Fahrzeugs über den tief unten angeordneten Lufteinlässen bietet, eine Menge nie gekannter Gestaltungmöglichkeiten eröffnet. Denis Schäfer hat sich für die Folierung des Fahrerhauses selbst ein Design überlegt, wie er schildert. Seine Chefs hätten ihm freigestellt, sich gemeinsam mit dem Fahrzeugbeschrifter Herwick aus Betzdorf etwas Originelles einfallen zu lassen. „Das fand ich richtig cool, ehrlich!“, freut er sich. Herausgekommen ist eine überaus dynamische und überzeugende Gestaltung. Dreidimensional wirkende Elemente in dunklem Grau, die den beleuchtbaren Mercedes-Stern einrahmen, in Kombination mit um die Türen herumgeführte weiße und schwarze „Schwingen“ geben dem hoch aufragenden Fahrzeug eine fast filigrane Silhouette Und der neueste Pfau-„Actros“ ist wirklich sehr hoch: „Hier hast du noch einmal eine Trittstufe mehr als sonst“, deutet Dennis Schäfer auf den Einstieg. „An die Höhe muss man sich beim Fahren auch erst einmal gewöhnen“, zwinkert er. Doch dafür ist der Innenraum entsprechend großzügig geschnitten: Drinnen kann man bequem aufrecht stehen, 1,99 Meter Platz ist zwischen Fußboden und Dach! Die Rungen sind verschiebbar, um Platz für den Anhänger zu haben. „Auch wenn man es nicht sieht: Im Vergleich zum Vorgänger ist das Fahrerhaus nach vorne knapp zehn Zentimeter länger geworden für die Aerodynamik. Die habe die Kraftstoffeffizienz erhöht“, erläutert Sascha Meckel weitere Gestaltungs- details. Er ist Verkäufer der Westerburger Mercedes-Niederlassung, bei der Pfau den „Actros 3353 L“ gekauft hat (siehe auch  „Der erste, den ich mir neu gekauft habe“). Der Hersteller selbst schreibt dazu: „Die (…) verlängerte Front ermöglicht ein noch aerodynamischeres Design. Jedes Detail der ‚ProCabin‘ wurde gestaltet, um die frontale Luftströmung möglichst widerstandsarm umzuleiten. Das Ergebnis: eine Effizienzsteigerung um bis zu drei Prozent im Vergleich zum Vorgänger.“ Die „ProCabin“, wie Mercedes das Konzept nennt, gibt es seit Januar. „Meines Wissens ist dieses hier der erste Kurzholzzug in Deutschland, der auf einem Mercedes mit ‚ProCabin‘-Design aufgebaut worden ist“, berichtet Dennis Schäfer. Diese Fahrerkabine bietet nicht nur in der Höhe ein nie dagewesenes Raumangebot: Auf der Beifahrerseite gibt es eine Lounge-Ecke, die so weit von der Frontscheibe zurück liegt, dass sich der Fahrer vom Beifahrersitz aus der Länge nach ausstrecken kann, ohne mit den Füßen bis ans Armaturenbrett zu kommen! Ein seitlich angebrachter Tisch ist herunterklappbar und bietet, etwa beim Essen, Komfort wie im Wohnmobil. „SoloStar Concept“ nennt der Lkw-Hersteller diesen Zuschnitt. Ein üppiges Platzangebot bringt ebenso die Koje mit, falls Dennis Schäfer doch einmal im Lkw übernachten muss: Sein Bett ist 750 Millimeter breit, 2.200 lang und verfügt über einen vollwertigen Lattenrost inklusiver einteiliger 7-Zonen-Kaltschaummatratze. Strenggenommen gibt es zwei Betten im Fahrzeug, doch Dennis Schäfer hat sich entschieden, das obere zu nutzen. „So habe ich nach vorne nicht einmal mehr die Lehne des Fahrersitzes im Weg, man schwebt darüber“, sagt er. Auch bei der technischen Ausstattung verfügt der 530 PS starke Sechs-Zylinder über eine Menge Annehmlichkeiten und Unterstützungen für den Fahrer. „Er hat so ein paar Alleinstellungsmerkmale wie die Assistenzsysteme oder die elektrische Lenkung, die er drin hat. Die ist sicher herausragend“, betonnt Sascha Meckel. Ebenso sei das neue Lichtkonzept sehr gut, „der hat jetzt Matrix-LED wie ein Pkw.“Das Cockpit ist volldigital, es gibt keinerlei analoge Anzeigen mehr. „Das hier ist das Multi-Media-Cockpit 2“, erklärt Dennis Schäfer. „Dieses interaktive Cockpit gibt es erst seit 6/25 – und der Lkw hier wurde gebaut am 10. Juli 2025.“ Der Arbeitsplatz des Fahrers ist technisch auf dem neuesten Stand. Der leere Anhänger fährt auf dem Motorwagen mit und wird mit dem Bordkran hinaufgehoben. „Hallo Mercedes! Temperatur auf 23 Grad“, sagt der Pfau-Mitarbeiter, während er das alles beschreibt. Die Sprachsteuerung funktioniert tadellos, die weibliche Computerstimme bestätigt die Anweisung. „Die Sprach- steuerung funktioniert gut selbst bei lauter Musik, bei offenem Fenster“, hat der Fahrer festgestellt. „Und der Sitz ist ebenfalls komplett überarbeitet worden. Der ist so bequem, du willst hier gar nicht mehr aussteigen, ehrlich“, schwärmt Dennis Schäfer. Sitz, Vorderachse und die gesamte Fahrerkabine sind luftgefedert. „Wenn ich mal unsere Geschäfte des Jahres 2025 Revue passieren lasse, dann ist dieser neue ‚Actros L‘ für Pfau schon unter den Top-3 ausgestatteten Autos!“, betont Mercedes-Mitarbeiter Sascha Meckel. Das erste Mal ein komplett neues Auto zur Verfügung gestellt zu bekommen, sei schon etwas Besonderes, unterstreicht Dennis Schäfer abermals: „Das ist schon cool – wenn du das erste Mal einsteigst, das erste Mal in einem ganz neuen Bett schläfst.“ Er schätzt es wert, dass sein Arbeitgeber ihm modernste Technik an die Hand gibt, um seinen Arbeitsalltag möglichst angenehm bewältigen zu können.     „Und das Design des ‚Actros‘ hat mir auch von Anfang an gefallen – ich fand es total toll und super innovativ.“ Ihm sage außerdem zu, dass der moderne Lkw im Pfaurot leuchtend unterwegs sei und den Schriftzug des Unternehmens trage: „Das zeigt auch, wie dynamisch und innovativ diese Firma unterwegs ist“, findet Dennis Schäfer, „das Auto ist ein super Aushängeschild. Es guckt halt jeder, das Auto ist überall Gesprächsthema, egal, wo man hinkommt – und nicht nur wegen des aufladbaren Systems, sondern wegen des Designs.“ Das aufladbare System, das der Holzfahrer erwähnt, ist der Anhänger des Kurzholzzuges: Den kann der routinierte Fahrer mithilfe seines Bordkrans greifen, auf die Ladefläche des Motorwagens stellen, auf dem dafür zunächst die Rungen beiseite geschoben werden können, und huckepack mitführen. So ist der leere Kurzholzzug wendiger auf dem Weg in den Wald und bei der Erkundung der Zufahrtswege,…

„Der erste, den ich mir neu gekauft habe“

An Uli Pfaus erste Fahrzeugbestellung bei ihm kann sich Sascha Meckel ausgesprochen gut erinnern: „So etwas ist mir nie wieder passiert; davor nicht und danach nicht!“ Damals war der Lkw-Verkaufsberater noch neu bei der Mercedes-Benz-Niederlassung in Westerburg. „Das war das schnellste Geschäft, das ich je gemacht habe“, blickt Meckel auf den Verkauf eines „Arocs“-Kippers zurück und lacht laut los. Jetzt hat Uli Pfau zusammen mit Fahrer Dennis Schäfer abermals einen nagelneuen Lkw in Westerburg abgeholt – einen „Actros L“ der jüngsten Generation. Zur Übergabe hat Pfau eine 19 Jahre alte Sattelzugmaschine mitgebracht, ebenfalls ein „Actros“, der seinerzeit das erste Neufahrzeug überhaupt in der Firmengeschichte des in Kirburg ansässigen Unternehmens gewesen ist. Über die Anschaffung des Dreiachs-Kippers der „Arocs“-Baureihe kann der Firmengründer noch heute schmunzeln: „In nur einem Telefonat: angeboten, Auftragsbestätigung erstellt, unter- schrieben, retourniert, fertig“, denkt Uli Pfau an seinen ersten Kontakt mit Verkäufer Sascha Meckel zurück. „Alles während des Telefonats: die Ausstattungsdetails heruntergeladen, gerechnet, Angebot erstellt, fünf Minuten über die Ausstattung geredet“, schüttelt Meckel, etwas ungläubig, den Kopf. „Dann haben wir noch ein bisschen Feinschliff am Preis gemacht, ich habe die Bestellung gedruckt, sie dem Uli per E-Mail geschickt, der Uli hat sie digital signiert – und das hat vielleicht 20 Minuten gedauert das Ganze! Eine Woche später, es war die Woche vor Weihnachten, stand das Auto hier“, schildert Meckel. Fachsimpeln zu dem „Actros“ neuester Bauart (links) und dem 2660, der bis heute ohne Probleme läuft: Dennis Schäfer, Jens Strunk, Uli Pfau (von links). Fotos: Schmalenbach Als das ungewöhnliche Geschäft abgewickelt wurde, da war die Westerburger Mercedes-Niederlassung noch nicht im Besitz der Schweizer „Merbag Holding AG“. Die Gesellschaft hat zum 1. April dieses Jahres die in Neuwied beheimatete, 1924 gegründete KBM-Gruppe übernommen, zu der das Westerburger Mercedes-Haus zu dem Zeitpunkt ebenso gehörte, wie die gleichermaßen von Merbag gekauften Standorte Alzey, Andernach, Bad Neuenahr- Ahrweiler, Idstein, Limburg, Mayen, Neuwied, Schierstein, Sinzig, Taunusstein, Weilburg und Wiesbaden. „Außerhalb der Schweiz und Deutschland ist Merbag auch in Luxemburg, Italien und Österreich tätig. Per 1. April 2025 werden europaweit 63 Standorte zur Merbag-Gruppe gehören und rund 4.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt“, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Gleichwohl war der Kipper, den Uli Pfau damals bei Sascha Meckel geordert hatte, nicht das erste Neufahrzeug, das der Westerwälder in Westerburg kaufte! Ihm wurde zuvor ein für ihn nützlicher, gebrauchten Auflieger aus Süddeutschland angeboten. Dieser hatte noch keine zweieinhalbtausend Kilometer Laufleistung und als Besonderheit vor allem einen Bordkran für das Auf- und Abladen von Holz. „Der war natürlich für mich interessant“, erzählt Pfau. Doch die Lieferzeit für entsprechende Nutzfahrzeuge betrug damals ein halbes Jahr, und solange wollte sich der Unternehmer den ohne passende Zugmaschinen nutzlosen Auflieger nicht auf den Hof stellen. „Ich sagte deswegen zum Verkäufer: ‚Ich gucke, ob ich etwas Passendes zeitnah bekommen kann – ansonsten lassen wir das Ganze‘“, so der Westerwälder.Uli Pfau fragte bei mehreren Lkw-Händlern an, unter anderem bei der Westerburger Niederlassung von Mercedes-Benz, mit der er zu dem Zeitpunkt noch kein Neuwagengeschäft abgewickelt hatte. Dort wusste man von einem 2006 gebauten „Actros“, der in der Ausstellung des Mercedes-Werkes in Wörth stand. In Wörth am Rhein befindet sich das nach Firmendarstellung größte Lkw- Montagewerk von „Mercedes-Benz Trucks“ . Es wurde schon 1963 gegründet und produziert „Arocs“, „Atego“ – und seit mehr als 20 Jahren den laut Mercedes „weltweit erfolgreichsten Schwer-Lkw“ „Actros“. „Am Jahresende, kurz vor Weihnachten, geben die in Wörth die Ausstellungsfahrzeuge immer ab, und der ‚Actros‘ in Wörth, den die Westerburger als Zugmaschine für mich gefunden hatten, passte“, sagt Pfau im Rückblick.Jedoch: Um das neue Zugfahrzeug mit dem gebrauchten „Holz-Auflieger“ zu nutzen, benötigte dieses einen anderen Nebenantrieb und eine größere Pumpe, um den Bordkran betreiben zu können. „Der Jens, es ist sein Spezialgebiet, hat dann alles an technischen Daten abgeglichen (Anm. d. Red.: Uli Pfau deutet auf den Westerburger Betriebs- und Serviceleiter Jens Strunk): ‚Jawoll, können wir passend machen.‘“ Der kleine, lediglich für eine Kippmulde gedachte Nebenantrieb, der im fabrikneuen „Actros“ verbaut war, wurde gegen einen größeren getauscht, der mit der Hydraulik des Krans zurecht kam und der neue „Actros“ aus der Wörther Ausstellung damit in Westerburg komplettiert. Die Westerburger Niederlassung, in der Jens Strunk (rechts) und Sascha Meckel arbeiten, gehört inzwischen zur Schweizer Holding. „Damals hatte der Jens allerdings das größte Bauchweh damit, denn das war der erste 600er, den die hier verkauft hatten“, erzählt Uli Pfau, „und dann hatte der auch noch das ‚Power-Shift‘, was damals neu war.“ (Anm. d. Red: Ein automatisches Getriebe, das zwar mechanisch schaltet, bei dem das Kuppeln und der eigentliche Schaltvorgang jedoch elektronisch geregelt sind, ohne, dass der Fahrer kuppeln und schalten müsste.) „Das war ein Prototyp mit dem automatisierten Getriebe ohne Kupplungspedal“, bestätigt Jens Strunk. Dieser habe ihn vor dem Kauf gewarnt, erinnert sich Uli Pfau: „Oh je, so ein Automatikgetriebe im Wald – das Auto steht am Ende nur in der Werkstatt! “ Uli Pfau lächelt zufrieden: „Das Auto hat nie in der Werkstatt gestanden, da war gar nichts…“ Neben dem gebrauchten Sattelauflieger mit Kran hat der Lkw ebenso einen firmeneigenen Tieflader gezogen, mit dem Pfau Forstmaschinen umsetzte. „Das war optimal hinsichtlich der Nutzlast, da man beim Tieflader nicht den Kran mitschleppen musste, weil der nicht am Motorwagen verbaut worden war. Und bei der Forstmaschine brauchst du jede Tonne“, erklärt Uli Pfau. Er fügt versonnen hinzu: „Das war der erste, den ich mir neu gekauft habe – deswegen hänge ich auch daran! Das war damals eine Nummer: Ein seinerzeit kleiner Laden wie wir kauft so ein Auto!“ „Das ist heute noch immer eine Nummer, Uli“, wirft Jens Strunk ein, „jeder der Ahnung hat, guckt hinterher.“   Das neue Arbeitsgerät von Dennis Schäfer (rechts) verfügt über einen aufladbaren Anhänger (siehe auch Seite 6). Uli Pfau lobt, dass der „Actros 2660“ aus 2006 unverwüstlich gewesen sei. Das Fahrzeug gibt es derzeit, 19 Jahre später, bei Pfau noch immer (obwohl die Holzautos im Unternehmen sonst in deutlich kürzeren Zyklen gegen neue ersetzt werden) – aber läuft nicht mehr im Tagesgeschäft. Das Gefährt hütet Uli Pfau wie seinen Augapfel. Es markiert für ihn den Beginn…

Zu lange nicht gepflegt

Sowohl private als auch staatliche Waldbesitzer sind die Auftraggeber für die Wegepflegearbeiten, die Pfau durchführt. Das Kirburger Unternehmen erfüllt gleichermaßen eine Reihe Rahmenverträge mit Kommunen. Diese regeln, dass die Pfau-Wegebauprofis den entsprechenden Pfad durch den Forst in einem definierten Zustand erhalten. Sie tragen dabei zum Beispiel Sorge dafür, dass Schlaglöcher nicht immer größer, sondern rechtzeitig beseitigt werden. Und ebenso, dass die Wege von Zeit zu Zeit abgefahren, aufgerissen und hergerichtet werden, wie im Fall der Verbindungsstrecken im Höhner Wald (siehe „Nur trocken gut“). Hier muss erst einmal eine Abflussmöglichkeit für das stehende Wasser geschaffen werden. Pfau legt dazu mit Baggern einen Seitengraben an. Einige hundert Meter von der Baustelle, an der Uli Pfau in vergleichsweise kurzer Zeit wieder eine erstklassige Beschaffenheit des Weges in der Kommune Höhn erzielt hat, ist sein Mitarbeiter Markus Köhler noch mit einem Radbagger im Einsatz. Er legt auf der Oberseite des dortigen Waldweges einen Graben an, damit der Pfad überhaupt einmal trocken wird. Er ist in diesem Bereich äußerst matschig, nur noch mit geländegängigen Fahrzeugen wirklich gut zu nutzen. Abermals geht es bei der Maßnahme um die Regenwassermengen, die ein Wald aufnimmt. Der Wasserabfluss über den neuen Graben soll zukünftig mindestens 50 Zentimeter tiefer als der Wegekörper verlaufen. „Dadurch bleibt dieser trocken und eben auch stabil“, erläutert Uli Pfau, der die Tiefbauabteilung von Pfau leitet. „Wir vertreten die Meinung, dass es am sinnvollsten ist, das Wasser immer auf so kurzem Weg wie möglich seitlich vom Waldweg wegzuleiten und nicht erst der Länge nach entlang zu schicken bis zu gewissen Punkten, wo dann Querrinnen angelegt wurden, die das Wasser ableiten.“ Diese, beschreibt Pfau, setzten sich ohnehin häufig zu, und das Wasser stehe somit schlussendlich doch wieder auf dem Weg. Allerdings: Nur durch die Grabenanlage wird der Abschnitt nicht in Ordnung zu bringen sein, dafür wurde er dem Anschein nach zu lange nicht gepflegt. Nach der  Grabenanlage, erläutert Markus Köhler, müssten darum knapp 600 Tonnen neues Material herangeschafft und eingebaut werden. Grundsätzlich asphaltierte Forststraßen sind keine echte Alternative, bedeuten sie doch einen ganz anderen (insbesondere finanziellen) Aufwand bei der Anlage. Und selbst eine Asphaltdecke hält nicht dauerhaft, sondern wird vom Befahren abgenutzt und von Wurzeln beschädigt. Zudem wären Asphaltdecken grundsätzlich ein negativer Beitrag zur in Deutschland ohnehin viel zu hohen Flächenversiegelung! „Ausweislich der amtlichen Flächenstatistik des Bundes wurden in Deutschland im Vierjahresmittel 2020 bis 2023 jeden Tag durchschnittlich rund 51 Hektar als Siedlungsflächen und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Dies entspricht einer Fläche von circa 71 Fußballfeldern täglich“, ist in diesem Zusammenhang beim Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit zu erfahren. „Etwa 45 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen sind in Deutschland aktuell versiegelt, das heißt bebaut, betoniert, asphaltiert, gepflastert oder anderweitig befestigt“, so das Umweltbundesamt dazu. „Die Zunahme versiegelter Flächen ist vor allem auf das stetige Wachstum der Verkehrsflächen zurückzuführen, denn mit 50 bis 70 Prozent weisen Verkehrsflächen einen relativ hohen Anteil versiegelter Fläche auf.“ #gallery-1 { margin: auto; } #gallery-1 .gallery-item { float: left; margin-top: 10px; text-align: center; width: 16%; } #gallery-1 img { border: 2px solid #cfcfcf; } #gallery-1 .gallery-caption { margin-left: 0; } /* see gallery_shortcode() in wp-includes/media.php */ Das Loch muss beseitigt werden, ehe es weiter wächst. Dazu wird es mit den Meißeln zerstört… …und mit dem umgebenden Material vermischt. Anschließend wird das Material gleichmäßig verteilt… …und wieder verdichtet, so dass anstelle… …des Schlaglochs ein ebener Weg vorhanden ist. HIER WEITERLESEN: Pfau-Nachrichten zum Download

Nur trocken gut

Langsam senkt sich das Schild des „Anbaugraders“. Uli Pfau gibt Gas, der „John Deere 6830 Premium“ zieht die Vorrichtung am Heck des Treckers mühelos über einen Weg im Kommunalwald der Gemeinde Höhn im Westerburger Land. Mit dem grünen Schlepper und dem Gerät dahinter schält Pfau die Humusschicht, die sich oben auf dem Wegekörper gebildet hat, ebenso vom Weg ab wie bereits üppig darauf sprießende Pflanzen. Es ist nicht selten, dass bei Waldwegen, die zwar stark vergrast sind, das darunter befindliche „Material“, wie die Wegebau- und Wegepflegeprofis sagen (in der Regel Schotter), dennoch ausreichend, fest und weiterhin nutzbar ist. Neuer Schotter braucht demnach nicht aufgebracht werden. Jedoch sollte der Wegekörper in mehreren Durchgängen bearbeitet werden, damit der Waldweg anschließend wieder in einem belast- und haltbaren Zustand ist.Nachdem die oberste Schicht auf dem Höhner Waldweg mit dem Grader abgetragen worden ist und ebenso der Humus an den Banketten mit dem Schild des Gerätes nach außen geschoben worden ist (so dass Regenwasser später rasch seitlich vom Weg abfließen kann), setzt Uli Pfau sich selbst drehende Rundschaftmeißel ein, die ebenfalls an der Baumaschine vorhanden sind. Sie reißen die Oberfläche bis maximal zehn Zentimeter Tiefe auf und mischen dabei zugleich das Material neu.Anschließend wird abermals das Schild des Graders verwendet. Damit wird das aufgelockerte Material gleichmäßig auf einem intakten Wegeprofil verteilt oder, falls nötig, das Profil modelliert. Häufig formt man dabei ein „Dachprofil“, das absichtlich von der Mitte zu den Seiten abfällt – ebenfalls im Bestreben, Wasser vom Weg herunter fließen zu lassen. Es solle stets rasch vom Pfad weg, nicht in Wegrichtung entlang laufen, betont Uli Pfau.Das leichte Aufreißen hat zugleich einen wichtigen Effekt bei etwaigen Schlaglöchern, die sich da und dort in Waldwegen bilden. Denn vom Rand eines Schlaglochs nach innen verläuft stets ein „Trichter“. Schafft man da nur neues, festes Material hinein, wird es beim Überfahren nach unten und an die Ränder gedrückt und vergrößert das Loch sogar noch! Darum sollte das Schlagloch vor jeder Ausbesserung durch die Meißel komplett zerstört werden, so dass nachfolgend wieder eine vollständige Bindung geschaffen werden kann. Im Fall des etwa 875 Meter langen Teilstücks einer insgesamt 7,5 Kilometer umfassenden Maßnahme in diesem Revier, das Pfau gerade bearbeitet, ist das Profil des Wegekörpers in Ordnung, weswegen Uli Pfau direkt zum dritten und letzten Arbeitsschritt übergeht: dem Verdichten.Dazu nutzt er an der Front des Schleppers angebaute, vibrierende Verdichterplatten. Diese sind zusätzlich zur Seite schwenkbar. Man kommt beim Bearbeiten also auch rechts und links über den Rand des eigentlichen Weges hinaus, wohingegen eine herkömmliche Walze lediglich in der Mitte fahren kann, da sie sonst ins Bankett rutschen würde. Deshalb kann die abfallende Kontur des Waldweges durchgängig bis auf die seitlich benachbarten Flächen geführt werden, wohin Regenwasser ablaufen soll.Denn nur ein trockener Weg ist ein guter Weg! Wasser ist wesentlich für die Vegetation, kann indessen den Zustand von Waldwegen massiv beeinflussen. Erst recht in Zeiten, in denen immer mehr Starkregenereignisse ein Übriges tun. Steht Wasser nachfolgend zu lange auf den Pfaden, dringt es mehr und mehr in den Wegekörper ein und setzt die Stabilität, mithin die Befahrbarkeit damit deutlich herab. Dieser Waldweg ist offenbar länger nicht gepflegt worden und darum bereits vergrast… …doch das Material darunter noch in Ordnung und deswegen nach den drei Arbeitsgängen wieder erstklassig befahrbar. Ein Beispiel, was passiert, wenn man die Waldwege nicht in dieser Weise offen hält, bietet inzwischen der bekannte Höhenzug „Stegskopf“ im Dreiländereck Rheinland-Pfalz-Hessen-Nordrhein-Westfalen. Auf dem Berg, der einst den Truppenübungsplatz Daaden beheimatete, hat man die Nutzung bewusst stillgelegt. Waren die dort vorhandenen Waldwege vormals selbst bequem mit einem Reisebus zu befahren, passt nach nur wenigen Jahren heute gerade noch ein Fahrrad durch. Auf dem „Stegskopf“ ist es so gewollt, doch im Wirtschaftswald müssen auch die Wege bewirtschaftet werden. Und erneut gilt, dass Pflege immer günstiger ist als Wege(neu-)bau. Pflanzenteile und Erde behindern das Abtrocknen… …und werden neben den Pfad geschoben. Alexander Pfau sagt, dass es im Wegebau wie beim Heckenschneiden sei: Eine Hecke, an der man zehn Jahre lang niemals Hand angelegt habe, müsse man im Anschluss erst einmal wieder in Form bringen. „Danach geht es dann einfacher“. Und das sei bei Wegekörpern und ihren Profilen genauso. Darunter kommt eine nutzbare Schicht zum Vorschein. Wird die Schicht nur 10 Zentimeter tief aufgerissen… Im Fall des Höhner Waldweges stimmen nach mehreren Überfahrten mit dem „John-Deere“-Schlepper und dem Anbaugrader alle Parameter: Das Lichtraumprofil ist groß genug, die Deckschicht wurde abgetragen, das Material aufgerissen und neu vermischt, anschließend verdichtet. …ist die Verteilung des Materials wieder ausgeglichen… …und es kann verdichtet werden. An dieser Wegeverbindung sind außerdem die Bankette gemulcht worden. Das wiederum verhindert, dass Gräser, die neben dem frisch gepflegten Waldweg wachsen, ständig aufs Neue ihre Samen auf der Fahrbahn verteilen – die dann abermals stark zuwachsen würde. Das Mulchen schafft so quasi eine „Barriere“ zwischen den seitlich wachsenden Pflanzen und dem Weg.Bei Anwendung all dieser Arbeitsschritte, betont Alexander Pfau, könne man im Prinzip mit wenig bis gar keinem Einsatz von neuem Material einen Waldweg immer wieder herstellen und instand halten – anstatt ihn alle zehn oder 15 Jahre neu bauen zu müssen. Nach zwei Überfahrten mit den Rüttelplatten ist der Waldweg vollkommen eben. Fotos (12): Schmalenbach Zur perfekten Wegepflege gehört das Schneiden von Lichtraumprofilen zwingend dazu. HIER WEITERLESEN: Pfau-Nachrichten zum Download

Eine Leidenschaft für so ein Projekt

„Was wir hier gemacht haben, das fällt unter GaLa-Bau, unter Garten- und Landschaftsbau“, beschreibt Klaus-Jürgen Sturm. Drei Wochen lang ist er im August mit seinem Kollegen Fabian Blank auf der Baustelle in Niederroßbach fleißig gewesen. An diesem Nachmittag stehen die beiden Mitarbeiter der Pfau-Tiefbauabteilung kurz vor dem Abschluss der Arbeiten rund um ein privates Neubauhaus. Es ist das Heim der Familie von Claudia und Johannes. Sie hatte sich einen „Familiengarten“ gewünscht, „mit viel Platz für die Kinder, auch die aus der Nachbarschaft“. Und was gibt es hier nun für Möglichkeiten! Selbst ein Schlittenhügel gehört dazu. An diesem modelliert Klaus-Jürgen Sturm gerade letzte Details mit seinem Bagger, zentimetergenau und feinfühlig, gerade so als wäre die 17 Tonnen schwere Baumaschine eine Konditoren-Palette zum Glattstreichen von Torten. „Wir haben hier praktisch ‚auf der grünen Wiese‘ angefangen“, lächelt der erfahrene Pfau-Mitarbeiter. Auf dem sehr großen Grundstück, das das Haus umgibt, „lag ein riesiger Haufen Erde, der unbenutzt war“, wie Sturm es ausdrückt. „Das war der Aushub vom Bau des Wohnhauses, viel, viel Mutterboden – den haben wir gesiebt“ (Anm. d. Red.: siehe auch  „Das ist schon super Zeug!”). Lange überlegten die Bauherren: Was macht man mit der großen Menge Erde? Wegfahren? Wird im Verhältnis zu teuer. Liegenlassen? Kostet zu viel Platz und sieht nicht schön aus, wenn man abends den Feierabend genießt und von der Terrasse aus in den Garten blickt. Die Kinder der Familie hatten zuvor auf dem leicht abfallenden Gelände eine kleine „Schlittenbahn“ – ein paar Meter lang bloß, aber wenn es im Westerwald einmal wieder richtig Winter geben sollte, kann man einige vergnügte Stunden dort zubringen. „Da habe ich gesagt: ‚Dann lasst uns doch eine große Schlittenbahn daraus machen!“, lacht Sturm, „und im Sommer geht es dort mit dem Fahrrad drüber. Im Vorderfeld modellieren wir die Schlittenbahn. Hier hinten wird das Gelände relativ flach, da bekommt der Bauer, dessen Wiese angrenzt, jetzt etwas mehr Fläche und kann hier noch ein bisschen Heu machen“, deutet der Pfau-Fachmann auf das Grundstücksende. Große Steine wurden als Terrassen-Einfassung gesetzt. Der Pool wurde im Erdreich „versenkt“. Der ursprüngliche Hausbau begann 2018, Ende des Folgejahres zog die Familie ein. Danach wurden Pflasterarbeiten direkt am Haus noch erledigt, es entstanden schöne Terrassenflächen und benötigte Wege. „Aber nach der Bauphase brauchten wir dann erst einmal etwas Zeit zum Durchatmen, bevor es an die Außenanlagen geht“, blickt Claudia zurück. „‚Corona‘ kam zwischendurch auch noch. Wir haben unterdessen kreative Ideen gesammelt und überlegt, was wir überhaupt wollen.“ In diesem Sommer sollte es weitergehen auf dem Grundstück. Der Daadener Baumschul- und Gartengestaltungs- betrieb Hebel wird dort in den nächsten Wochen Pflanzungen vornehmen. Viele Gräser, verschiedene Büsche – „eine lockere Bepflanzung, die abwechslungsreich ist“, sei vorgesehen, erläuert die Gartenbesitzerin. „Wir haben mit Hebel gesprochen, dort hat man uns für die Erdarbeiten Pfau empfohlen“, schildert Claudia weiter, „in dieser Dimension braucht man jemanden für die Vorbereitungen, der das Personal und die Maschinen hat.“Kurz darauf sei Uli Pfau, der die Tiefbauabteilung des Kirburger Unternehmens leitet, nach Niederroßbach gekommen, um sich die Vorstellungen der Bauherren anzuhören. „Er hat sich einen Abend Zeit genommen, und wir haben alles durchgesprochen“, erzählt die Hausherrin. So wurden Ideen „einmal rund ums Haus“ gemeinsam entwickelt. Eine davon ist ein runder Pool mit vier Metern Durchmesser, 14.000 Liter Wasser passen rein. Zunächst wurde von Pfau ein Loch für den Pool ausgehoben, denn das Becken sitzt 30 Zentimeter tiefer im Boden, damit der Einstieg nicht so hoch ist. Nach dem Ausschachten setzte Pfau den Pool an den gewünschten Platz, umrahmt von Einfassungen, verschiedenen Schotter- und Splittsorten – ein großartiger, super in die Region passender Kontrast zu den später ringsrum wachsenden Pflanzen und ein gelungener Materialmix.Nebenan gibt es eine praktische Außendusche. Rahmen aus Cortenstahl werden dort zu Trennwand und Sichtschutz. In die vom Gartenboden aufragenden Rechtecke sollen Holzscheite aufgeschichtet werden, so bekommt die Dusche Seitenwände. „Keine Palmen, sondern eine Gestaltung, die in den Westerwald passt“, findet Claudia. Um die gestalterischen Elemente hat Pfau sich ebenso gekümmert wie um die Modellierung des Terrains. „Wir wollen mit der Zufriedenheit aller nach Hause gehen“, unterstreicht Klaus-Jürgen Sturm am letzten Nachmittag auf der Baustelle in Niederroßbach. Fotos: Schmalenbach HIER WEITERLESEN: Pfau-Nachrichten zum Download

„Das ist schon super Zeug!“

Fabian Blank lebt nicht weit von dem Haus in Niederroßbach entfernt, um welches herum die Pfau-Tiefbauabteilung in den zurückliegenden drei Wochen im Garten- und Landschaftsbau geschafft hat (siehe „Eine Leidenschaft für so ein Projekt“): er kommt aus Rennerod. Seit 1. August ist Blank Teil der Tiefbauabteilung von Pfau. Als gelernter Straßenbauer hat er sich bei dem ambitionierten Projekt direkt voll einbringen können. Gerade arbeitet er ein letztes Mal mit einem besonderen Anbauwerkzeug an seinem Bagger, das aus der Entfernung ein bisschen wie eine Kaffeemühle klingt. Im Schaufelseparator bearbeiten angetriebene Wellen die Erde. „Gesteinskörnung, die Grasnabe – egal, was im Erdhaufen drin ist, bleibt im Sieb des Löffels hängen“, erläutert Fabian Blank. Mit dem „Sieblöffel“, so der Fachbegriff, hat er wieder und wieder die noch vom Ausschachten des 2018/19 errichteten Wohnhauses auf dem Niederroßbacher Grundstück übriggebliebene Erde bearbeitet. „Der so aufbereitete, hochwertige Mutterboden ist wunderbar für Rasenflächen und die Gartenanlage“, erklärt der Fachmann. „Der Baumschulbetrieb Hebel, der jetzt nach uns kommt, Gräser und Sträucher setzen und Rasen einsähen wird, hat es damit auch viel leichter, beim Pflanzen benötigte Löcher zu machen, das Pflänzchen hineinzusetzen und mit der Erde wieder zuzudecken. Das ist schon super Zeug, das Gerät einwandfrei!“, sagt der Straßenbauer über den Sieblöffel.Der Baggerlöffel jedoch sei keine einfache Siebschaufel, aus der durch Schütteln feine Erde durch ein darin eingesetztes Gitter nach unten fällt. In dem auch „Schaufelseparator“ genannten Gerät, das die Pfau-Tiefbauabteilung benutzt hat, zermahlen von Hydraulikmotoren angetriebene Wellen die Erde zusätzlich. Das macht sie besonders fein und gleichmäßig, wie man deutlich erkennen kann, wenn man Fabian Blank zusieht: Die Erde rieselt beinahe wie Puderzucker zu Boden. Die aufbereitete Erde ist ideal für die Gartengestaltung. HIER WEITERLESEN: Pfau-Nachrichten zum Download

Trotz Hitze: Holz ist für Besucher interessant

Schüttraummeterpreise und Hartholzanteile sind zwar die am häufigsten angesprochenen Themen bei den Besuchern am Pfau-Stand. Konstantin und Annastasia jedoch finden die Ausmalblätter erheblich interessanter, die es im vor der ersten großen Hitzewelle des Sommers schützenden Zelt des Kirburger Unternehmens, neben Gummibärchen und kühlen Getränken, für Kinder gibt! Der Fünfjährige verleiht der Kippmulde auf dem Vordruck einen typischen, pfauroten Buntstift-Anstrich, während seine Schwester, mit Unterstützung von Vater Alexander, ihr Bild lieber in Grün hält. Es ist natürlich ein Zufall, dass die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft ihren Platz auf den diesjährigen „Westerwälder Holztagen“ direkt gegenüber dem Pfau-Messestand gefunden hat. Doch die Kombination macht eine Reihe Betrachter offenbar nachdenklich: Die Berufsgenossenschaft zeigt mit einem „Kick-Back-Simulator“, wie gefährlich der Motorsägen-Einsatz bei unsachgemäßer Handhabung sein kann.    Etliche Besucher kommen daraufhin ins Grübeln. Sicher, fertiges Brennholz, wie es Pfau seit neuestem auch für Endverbraucher im Angebot und am „Holztage”-Stand in allen Einzelheiten präsentiert hat, mag etwas mehr kosten, als wenn man selbst „Holz macht“. „Wenn man sich allerdings ansieht, was bei laienhaftem Arbeiten passieren kann und außerdem berücksichtigt, dass man nass geschwitzt ist, wenn man ein, zwei Meter fertig hat: dann stellt sich schon die Frage, ob der Aufwand lohnt oder man einfach bequem auf das fertige Brennholz-Angebot zurückgreifen sollte. Zumal man nicht jünger wird!“, schildert ein Paar, das aus Bendorf aufs „Holztage“-Areal im Gelände der Holzwerke van Roje in Oberhonnefeld-Gierend im Landkreis Neuwied gekommen ist, wie es erzählt.   „Was kostet das Holz?“ „Was gibt es für Holz?“ „In welchem Umkreis liefert ihr?“ „Wie viel habt ihr?“ Das seien die Themen und Fragen gewesen, mit denen die meisten Besucher der „Westerwälder Holztage“ an den Pfau-Stand gekommen sind, berichtet Alexander Pfau. Oder ebenso: „Kann ich auch Rundholz haben, so dass ich das zu Hause selbst aufarbeiten kann, aber es nicht mehr selbst aus dem Wald holen muss?“ Gerade beim letzten Punkt sei die Resonanz doch deutlich größer gewesen, als er selbst erwartet habe, betont Pfau. Das neue Brennholz-Angebot für Endverbraucher samt Online-Shop (shop-forst-pfau.de) steht am Pfau-Stand klar im Vordergrund des Besucherinteresses. Die Demonstration der Berufsgenossenschaft gleich gegenüber des Pfau-Standes macht manchen nachdenklich. Zugegebenermaßen sei es ein gewisser Aufwand, einen Stand zu gestalten, das Material aufs Messegelände zu bringen und dort aufzubauen (und am Ende wieder fortzuschaffen), räumt er ein. Außerdem investieren Mitarbeiter am Wochenende – die „Westerwälder Holztage“ finden während eines Samstags und Sonntags statt – viel Zeit, um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und alle Fragen kompetent zu beantworten. „Doch aufgrund der Veränderungen der vergangenen Jahre wollen wir uns auch mehr gegenüber Endkunden präsentieren“, erläutert der Firmenchef und denkt dabei an die dramatischen Verwerfungen im deutschen Wald infolge des Klimawandels und Borkenkäfers. Es gehe letztlich darum, ergänzt Alexander Pfau, „dass die Menschen überhaupt wissen, was wir inzwischen alles machen. Früher kannte man uns nur als Dienstleister, der mit dem ‚Harvester‘ die Holzernte erledigt hat. Oder dessen große rote Lkw man auf der Straße vor sich hatte – aber nicht als Partner, der Brennholz für jedermann bis vor die Haustür liefert und das mit einem bequem zu nutzenden Online-Shop möglich macht. Den haben wir unter der Adresse shop-forst-pfau.de eigens eingerichtet, weil sich viele so eine unkomplizierte Bestellmöglichkeit gewünscht hatten.“   HIER WEITERLESEN: Pfau-Nachrichten zum Download

Davon profitieren auch die Waldbesitzer

Kevin Wuttke kommt mit seinem 540er „Volvo“ an jener Halle in Kirburg an, in der der neue Brennholzautomat von Pfau, ein „SpaltFix S-376“ des österreichischen Herstellers Posch, aufgebaut worden ist. „Wuddi“, so der Spitzname des Fahrers, bringt eine Fuhre Rundholz, das zu Brennholz werden soll. Er legt mit dem am Motorwagen seines „Kurzholzzuges“ montierten Bordkran direkt einige Stämme davon auf den Aufgabetisch der Anlage. Von dort wird das Holz über einen höhenverstellbaren Walzenförderer in die Halle sowie in den eigentlichen Sägespalter gezogen. An dem arbeitet gerade Claudia und lässt die unter einem Polycarbonat-Schutzfenster kreisende Säge wieder und wieder durch die Stämme sausen. Das Holz, das die Pfau-Mitarbeiterin mit dem Gerät wahlweise in 20, 25, 33, 40, 50 Zentimeter lange Stücke schneiden kann, hat das Kirburger Unternehmen während der vergangenen Monate bei Durchforstungsarbeiten mit dem „Woodcracker“ aus Wäldern entnommen. Dieses Anbauwerkzeug am Forstbagger greift Stämme und „knipst“ sie mit einem großen Messer präzise und besonders nah über dem Erdboden ab (die PFAU-NACHRICHTEN berichteten). „Durch die Käfer-Kalamitäten der letzten Jahre ist das Laubholz absolut vernachlässigt geworden. Da gibt es extreme Pflegerückstände“, erläutert Kevin Koziol, „da geht man jetzt aber gezielt ran und durchforstet Laubholzflächen beziehungsweise beauftragt uns vermehrt damit.“ Wie der Pfau-Einsatzleiter weiter schildert, könne die Brennholzproduktion somit komplett aus einer Hand geboten werden – vom Einschlag bis zur Lieferung vor die Haustür. Denn Pfau schaffe das bei den Pflegemaßnahmen geerntete Holz selber mit dem Rückezug bis an die Waldstraße, wo Pfau-Fahrer wie „Wuddi“ es mittels Kran aufladen und mit eigenen Lkw zum Brennholzautomaten fahren. Der sei bewusst in einer Halle aufgebaut worden, um witterungsgeschützt zu stehen, „so dass die Bediener auch bei schlechtem Wetter eine angenehme Arbeitsumgebung haben und das fertige Produkt ebenso im Trockenen ist“, ergänzt Koziol. Das Spalten, Trocknen und Liefern übernehme Pfau ebenfalls vollständig selbst, sagt der Einsatzleiter: „Wir haben den Platz dafür, die Hallen dafür, die Logistik.“ Von dieser Ausstattung und Arbeitsorganisation profitierten indes nicht nur die Kunden, die Brennholz bestellen, sondern ebenfalls die Waldbesitzer: „Sie wünschen sich die Pflege und möchten natürlich auch eine gewisse Summe mit dem Holz erzielen. Wir bieten das Komplettpaket an, erledigen die vollständige ‚Selbstwerbung‘“, verdeutlicht Kevin Koziol. „Das heißt, dass wir dem Waldbesitzer garantieren, dass wir ihm alles Holz abnehmen und er nicht auf einem einzigen Festmeter sitzen bleibt. Er muss sich also um nichts kümmern, das ist ein riesiger Vorteil.“ Deswegen kaufe Pfau das Holz, das bei vom Unternehmen durchgeführten Durchforstungen entnommen wird, wenn gewollt. Claudia zieht unterdessen den nächsten Stamm ein, variiert dazu die Einzugshöhe des Walzenförderers, weil das Holz etwas krumm ist. Die daraus geschnittenen Scheiben werden im Spaltkanal des „SpaltFix“ daraufhin vom Spaltzylinder auf ein Spaltkreuz gedrückt und mit bis zu zwölf Tonnen Druck in Scheite zerteilt. Das Spaltkreuz ist hydraulisch wechselbar zwischen Vierfach- oder Achtfach-Ausführung, so dass das Brennholz im Durchmesser wahlweise dicker oder dünner ausfällt. HIER WEITERLESEN:

Brennholz aus dem neuen Automaten

Frühsommerliche Temperaturen auch im Oberwesterwald – doch in Kirburg beschäftigen sich trotzdem gerade ein paar Männer und eine Frau intensiv mit Brennholz? Kevin Koziol schmunzelt: „Klar, wenn ich zur nächsten Heizsaison hochwertiges, luftgetrocknetes Brennholz haben möchte, dann muss ich jetzt etwas dafür tun.“ Deswegen ist der Pfau-Einsatzleiter mit drei Kollegen derzeit dabei, in einer Halle des Unternehmens mit einem nagelneuen Brennholzautomaten frisches Buchenholz zu schneiden und zu spalten (siehe auch Seite 6). Zwei Stunden früher: Vor einem schmucken Einfamilienhaus in Weitefeld fährt Kevin Koziol mit einem Pickup im Pfau-Design vor. Mit dem „VW Amarok“ zieht er einen Anhänger voller Holzscheite und rangiert das Gespann gerade genau vor die Garage des Wohngebäudes. Exakt dort möchte der Hausherr das Brennmaterial abgekippt haben, da er es auf der Rückseite der Garage aufsetzen und trocknen lassen will. „Wir können das Brennholz so liefern, wie es gewünscht ist. Alles ist möglich“, erklärt Koziol dazu. Werde, wie in diesem Fall, frisches Brennholz vom Kunden geordert, lassen die fleißigen Mitarbeiter von Pfau es direkt vom Förderband des Spaltautomaten auf den Anhänger purzeln und liefern es unmittelbar aus. „Das macht sich natürlich im günstigeren Preis bemerkbar. Wenn jemand sagt, er brauche eh nur ein paar Meter, hat draußen am Haus Platz und möchte sich das Holz selbst aufsetzen, dann ist das ideal“, fügt Kevin Koziol an. In der Kirburger Halle jedoch wird das eben frisch gespaltene Brennholz in diesem Moment vom Automaten aus in Gitterboxen gefüllt: Ein Kunde benötigt rasch eine größere Menge davon. Und diese soll bei der Lieferung in wenigen Tagen bereits getrocknet sein. Darum laden die Pfau-Leute die gefüllten Gitterboxen anschließend auf einen Plateauauflieger, der zum Fuhrpark des Unternehmens gehört, und fahren die Holzscheite mit den Boxen in eine Trockenkammer, so dass die gewünschte Restfeuchte bereits nach nur fünf bis acht Tagen erreicht wird. Daneben werde das gespaltene Holz ebenso in Bigpacks und Gitterboxen ganz natürlich „im in Kirburg gefühlt ständig wehenden Wind“ getrocknet, zwinkert Kevin Koziol. Er schildert außerdem, dass bei der Auswahl der Holzarten ebenfalls individuelle Vorlieben Berücksichtigung finden können. Reine Buche sei genauso lieferbar wie Laubholz gemischt mit 80 bis 90-prozentigem Hartholzanteil. Darin sind also zum Beispiel Eiche, Esche, Buche enthalten. HIER WEITERLESEN:

Baggern für mehr Wasser im Wald

Im Norden von Rheinland-Pfalz, in der Verbandsgemeinde Kirchen, da, wo das Siegerland auf das Bergische und den Westerwald trifft, findet man fernab der Hauptstraßen das beschauliche Harbach. Die drei Ortsteile dieser Wohngemeinde – Locherhof, Hinhausen und eben Harbach – liegen in den Tälern des Löcher- und des Hinhausenerbachs. An der Stelle, wo der Löcherbach aus dem Wald in das Dort Locherhof fließt, ist die Tiefbauabteilung von Pfau derzeit aktiv. Bei den Baumaßnahmen geht es ebenfalls um fließendes Wasser. „Wir fangen hier an und kommen nach über zwei Kilometern Rundweg hier wieder an“, deutet Uli Pfau entlang eines Forstwegs, der neben dem Löcherbach verläuft. „Der gesamte Weg wird auf dieser Runde um 1,50 Meter verbreitert“, erläutert der Leiter der Pfau-Tiefbauabteilung weiter. So werde Platz geschaffen für einen Seitengraben, der dem Wasserrückhalt dient. Damit soll mehr Feuchtigkeit im Wald gehalten werden – eine in Zeiten des Klimawandels immer wichtigere Aufgabe, mit der sich viele Forstverwaltungen beschäftigen und entsprechende Baumaßnahmen ausschreiben. Jedoch darf das Material, das für die Verbreiterung weggebaggert werden muss, nicht einfach auf die andere Seite des Forstweges bewegt werden. „Deswegen muss alles oben auf dem Hügel zu einem Lagerplatz gefahren werden – wir bewegen hier zweieinhalb tausend Kubikmeter Aushub. Mindestens!“, verdeutlicht Uli Pfau. Um das effizient erledigen zu können, setzt er einen Volvo A25G ein. Der Sechszylinder-Diesel dieses „Dumpers“ leistet 320 PS. Alle Räder sind angetrieben, und so kann die Maschine mit ihrer 15 Kubikmeter großen Mulde 25 Tonnen Nutzlast befördern – auch den kurvigen, in Teilen steilen und rutschigen Forstweg hinauf zum Lagerplatz.Insgesamt vier Woche dauerten die Arbeiten bei Locherhof, sagt Uli Pfau. An der Stelle, an der der Aushub abgekippt wird, planiere Pfau und schaffe so noch einen zusätzlichen Holzlagerplatz neben dem Weg.  

Dankbar, zur Arbeit gehen zu können

Auf seinen Kollegen Lukas hat Klaus-Jürgen Sturm schon gewartet. Mit einem pfauroten Kipper bringt er „Split 0-32“ zur Baustelle, auf der Sturm schon geraume Zeit aktiv ist. Der Pfau-Mitarbeiter nimmt sich mit einem kleinen Bagger löffelweise etwas von dem Material auf Lukas‘ Lkw herunter, um damit fein dosiert eine gleichmäßige Rampe an der Kante einer Betonbodenplatte zu modellieren. Auf dieser Bodenplatte ist eine neue Pferdeboxenanlage für einen Westerwälder Reitverein errichtet worden. Ringsum hat die Pfau-Tiefbauabteilung (mit unter anderem wetterbedingten Unterbrechungen) seit Dezember im wahrsten Wortsinn eine Menge bewegt. Seit Anfang des Jahres unterstützt von Klaus-Jürgen Sturm. Bei einem Bauunternehmen in der Nähe begann der gelernte Kfz-Mechaniker, der zuvor zehn Jahre lang Landmaschinen repariert hatte, einst mit der Option, sich vor allem um die Wartung der Baumaschinen zu kümmern. „Und ab und zu mal auf einer Baustelle zu helfen“, ergänzt Sturm, der 36 Jahre bei jener Firma blieb. Durch seine vorherige Tätigkeit hatte er vor diesem dauerhaften Engagement bereits als Externer den Maschinenpark der Bauunternehmung betreut. Eine somit alles in allem weit über vier Jahrzehnte währende Verbindung also: So lange am Stück einem Arbeitgeber die Treue gehalten zu haben, solcherlei findet sich heute nicht mehr in allzu vielen Lebensläufen! Entsprechend schwer mitgenommen hat Klaus-Jürgen Sturm ein Gespräch im vergangenen August mit seinem seinerzeitigen Chef. Dieser eröffnete ihm, dass es nach seinem bevorstehenden Ausscheiden wohl keinen Nachfolger geben werde. Weshalb die Firma zum Jahresende den Betrieb einstelle.Es muss ein Schock für ihn gewesen sein, das merkt man Klaus-Jürgen Sturm noch immer an, wenn er davon erzählt und schlucken muss: „Nach über 40 Jahren war das nicht so ganz einfach. Es ist bitter“, nickt er. „Zuletzt war ich in dem Bauunternehmen Polier, ja, und auch Baggerfahrer. Doch vor allem habe ich richtig große Baustellen koordiniert, die Leute eingeteilt, Material bestellt. Jede Baustelle ist ein neues Thema gewesen – und man lernt immer wieder dazu. Das ist genau das Spannende daran: dass man immer wieder neue Herausforderungen im Job hat.“ Senior-Chef Uli Pfau, der insbesondere die Tiefbauabteilung des Kirburger Unternehmens leitet, kannte Klaus-Jürgen Sturm bereits seit dessen Zeit als Landmaschinenmechaniker. „Man kennt sich halt hier – der Westerwald ist ein Dorf“, schmunzelt der in Niederdreisbach Wohnende. „Von daher war es für mich von Anfang an klar: Wenn ich die Arbeitsstelle noch einmal wechseln müsste, versuche ich, beim Uli unterzukommen. Weil ich Bock habe auf die Arbeit, die er macht.“So war keine lange Verhandlung nötig: Uli Pfau hätte Klaus-Jürgen Sturm direkt ab September 2024 eingestellt. „Aber ich wollte den alten Chef nicht sitzen lassen und bin darum noch bis Weihnachten geblieben“, berichtet Sturm. Doch jetzt verstärkt er das Pfau-Team – und wenn er die am neuen Pferdestall geleisteten Arbeiten begeistert beschreibt, so erkennt man, wie sehr ihm diese Tätigkeit weiter Freude macht. HIER WEITERLESEN:  

Einfach anhalten und Holz mitnehmen

Kevin Koziol holt orange Gurte, um einen „Bigpack“ transportsicher festzuzurren. Der Sack ist gefüllt mit ofenfertigem Brennholz, das derzeit bei Pfau in Kirburg besonders günstig zu bekommen ist. Ein Handwerker aus Mauden ist mit seinem Pickup auf dem Rückweg von einer seiner Baustellen über die B 414 gefahren und hat spontan in Kirburg angehalten. Er nimmt einen Schüttraummeter Hartholz gemischt (Buche, Eiche und Esche) mit. Den gibt es bei Pfau solange der Vorrat reicht gerade für nur 95 Euro (brutto, ab Station). Kaum ist der Dachdecker wieder vom Hof gefahren, muss Koziols Kollege Niklas einen Anhänger beladen. Mit diesem soll kurz darauf ein Kunde im Nachbarort Norken angesteuert werden, der sich lose Scheite wünscht, um sie unter einem Vordach an seinem Haus aufzuschichten. Dort liegen sie einerseits gut belüftet und außerdem recht praktisch gleich neben einer Terrassentür vom Wohnzimmer nach draußen. So ist es sehr komfortabel, das Holz korbweise für den herrlich wärmenden Kaminofen in der Stube hereinzuholen. Zu den Geschäftszeiten (montags bis freitags zwischen sieben und 16 Uhr) bestehe in der Regel die Möglichkeit, Brennholz zum Angebotspreis bei Pfau in Kirburg mitzunehmen (direkt an der Bundesstraße 414/Köln-Leipziger- Straße 2), beschreibt Kevin Koziol. Es sei ebenso möglich, eine Abholung vorab telefonisch (0 26 61/9 35 94 10) zu vereinbaren, ergänzt er – allein schon, um eventuelle Wartezeiten zu vermeiden. Jetzt heißt es also schnell sein: Eine Menge vom Holz zum Angebotspreis ist bereits weg… „Aber noch gibt es bei uns einen kleinen Rest ofenfertiges Brennholz zum Sonderpreis“, schildert Kevin Koziol. Nur 95 Euro je Schüttraummeter seien preislich eben recht attraktiv, urteilt der Fachmann, weshalb die Nachfrage sehr groß sei. Und dass es sowohl lose als auch Sackware gebe, Selbstabholung genauso möglich ist wie eine Belieferung, decke jeden Bedarf ab. HIER WEITERLESEN:

Große Nachfrage bei Brennholz-Aktion

Da ist es in den zurückliegenden Tagen doch wahrhaftig noch einmal etwas kälter geworden, ehe ein erster Hauch von Frühling wehte! An einigen Orten im Norden von Rheinland-Pfalz und im Siegerland gab es kurz zuvor nachts noch zweistellige Minusgrade. „Aktuell bedienen wir darum vor allem Menschen, die kurzfristig Brennholz benötigen, weil sie in der jüngsten Kältephase viel verbraucht und darum jetzt zu wenig daheim haben“, erläutert Alexander Pfau. Doch ebenso sei die Nachfrage aus einem zweiten Grund sehr groß, betont der Westerwälder: Bei Pfau läuft eine Brennholz-Aktion, mit der man den heimischen Holzstapel besonders preiswert auffüllen kann. Jedoch nur, solange der (inzwischen schon deutlich verringerte) Vorrat reicht. „Unser Ziel ist es natürlich immer, die Westerwälder so früh zu versorgen, dass sie ihr Holz noch ein Jahr aufsetzen können. Deswegen arbeiten wir geeignetes Holz genauso im bevorstehenden Frühjahr und Sommer auf, damit wir es direkt verkaufen können. So dass alle gut eingedeckt sind, ehe es in der nächsten Heizperiode erneut kalt wird“, führt Alexander Pfau aus. Dabei gestalteten sich die Preise danach, ob der Kunde das Holz kammergetrocknet, luftgetrocknet oder frisch haben möchte. Ebenso ist die Wahl der Holzsorte(n) maßgeblich: Soll es ausschließlich Buche sein? Oder Buche, Eiche, Birke gemischt? „Bei unserer momentanen Aktion handelt es sich um gemischtes Hartholz, also Eiche, Buche und Esche“, fügt Pfau-Mitarbeiter Kevin Koziol an, der bei dem in Kirburg ansässigen Unternehmen vor allem für die Einsatzplanung im Forstbereich zuständig ist. Außerhalb dieses Sonderangebotes könne man gleichwohl gleichermaßen sortenreines Brennholz bei Pfau bekommen. „Das möchten viele Menschen“, berichtet Koziol. „Die Buche ist so ein bisschen der ‚Liebling‘ der meisten“, zwinkert er. Das liege daran, dass die Buche als Brennholz einfach seit jeher sehr bekannt sei, „denn das ist das Holz, das es hier in der Region immer gegeben hat.“ Nach Daten von Landesforsten Rheinland-Pfalz hat die Rotbuche mit rund 30 Prozent tatsächlich den größten Anteil an der Waldfläche in dem Bundesland. „Außerdem lässt sich Buche, wenn man selbst händisch Brennholz macht, gut spalten, trocknet schneller als etwa Eichenholz und hat einen sehr hohen Heizwert“, erläutert der Pfau-Fachmann die Gründe für die Beliebtheit der Buche im Westerwald. HIER WEITERLESEN:

Mit Bruno auf dem Beifahrersitz

„Mein Bruno sitzt normalerweise da.“ Markus Jäger deutet auf den Beifahrersitz in seinem pfauroten „Volvo 540“. Weil er dort heute einen Reporter als Gast mitnimmt, musste Bruno weichen und fährt ausnahmsweise auf dem Bett in der Fahrerkabine mit. „Ich habe gestern zum Alexander (Anm. d. Red.: Gemeint ist Geschäftsführer Alexander Pfau) gesagt: ‚Jetzt kann ich mir den ganzen Vormittag das ‚Gebruddel‘ vom Bruno anhören, weil der sich beschwert, dass er nicht aus dem Fenster gucken kann“, lacht Jäger herzerfrischend. Als der Lkw-Fahrer noch nicht mit seinem heutigen Kurzholzzug im Fernverkehr unterwegs war (siehe „Vom Praktikanten zum Fernfahrer“), sondern mit einem Kipper-Sattelauflieger im Münsterland Mist aus einer Biogasanlage als Dünger für einen landwirtschaftlichen Betrieb in Westhessen holte, gab es im Büro eines der Auftraggeber für den sympathischen Siegerländer des öfteren ein nettes Pläuschchen, eine Pause und frischen Kaffee. „Und die hatten da in dem Büro immer einen Bären als Maskottchen sitzen“, schildert Markus Jäger. Jedes Mal, wenn er die Räumlichkeiten betrat, sagte er zum Stofftier: „Na, heute fährst du mit, oder?“ „‚Nix‘, hat der Chef immer eingeworfen, ‚der bleibt hier‘“, erzählt der Fahrer. „Irgendwann ist der Bär bestimmt mir“, das sei wiederum seine Antwort gewesen. „Das war natürlich immer nur Spaß, aber bestimmt habe ich das vier-, fünfmal gesagt“, schmunzelt Markus Jäger. Eines Tages ist der Pfau-Mitarbeiter abermals im Büro des Kunden. Wiederum wird ihm Kaffee angeboten. Es gibt sogar Plätzchen dazu, entsinnt er sich, „da die auch sehr zufrieden waren mit unserer Arbeit“. Plötzlich verlässt der Chef der Firma das Büro – angeblich, weil er irgendwelche Papiere vergessen habe. Es vergeht eine Weile, der Kaffee schmeckt, der Firmenchef kehrt zurück, ohne erkennbar irgendwelche Unterlagen geholt zu haben, daran erinnert sich Markus Jäger noch genau.Als sich der Pfau-Fahrer verabschiedet, zu seinem Lkw zurückgeht, „sitzt der Bär da!“, entfährt es ihm. „Ich wieder rein: ‚Ich habe ein Problem. Da sitzt einer in meinem Auto.‘“ „Jetzt hast du deinen eigenen“, habe man ihm seinerzeit lachend erwidert.„Da hatte der Chef doch seine Frau am Vortag losgeschickt, um so einen Bären zu besorgen, extra für mich!“, freut Markus Jäger sich noch heute über die nette Geste. „Seitdem ist der Bruno immer dabei.“ Immer auf dem Beifahrersitz des „Volvo 540“, Kilometer für Kilometer, den der Fernfahrer zurücklegt, um die Sägeindustrie mit dem von ihr so dringend benötigten, kostbaren Rohstoff zu versorgen. HIER WEITERLESEN:

Vom Praktikanten zum Fernfahrer

Während die meisten seiner Kollegen noch schlafen, ist Markus Jäger bereits unterwegs, um seinen Kurzholzzug zu beladen. Es ist kurz nach Mitternacht, der Pfau-Fahrer ist vor gut einer Stunde aufgestanden und losgefahren. Anders als seine ebenfalls mit „Kranautos“ Holz transportierenden Kollegen im Westerwälder Unternehmen, ist der 49-Jährige in der Regel von montags bis freitags „draußen“, schläft in seinem „Volvo 540“ und kommt nur am Wochenende heim ins Siegerland, wo er mit seiner Frau und seinem Sohn lebt. Denn Markus Jäger mag die Arbeit als Fernfahrer, „möchte nicht mehr ‚nur um den Kirchturm‘ unterwegs sein“, wie sein Chef Alexander Pfau es ausdrückt. Es müsse so sieben, acht Jahre zurückliegen, erzählt Markus Jäger. Auf der Suche nach einer neuen beruflichen Aufgabe stieß er auf eine vakante Stelle bei Pfau. „Die suchten einen Baggerfahrer“, sagt er. Mit dem Radbagger waren seinerzeit große Mengen Holz von durch den Borkenkäfer geschädigten „Kalamitätsflächen“ in Überseecontainer zu verladen. Denn die heimische Sägeindustrie war schlicht nicht in der Lage, so viel Rundholz auf einmal zu verarbeiten, wie plötzlich innerhalb recht kurzer Zeit in den arg gebeutelten Wäldern etwa im Sauer- und Siegerland oder dem Westerwald anfiel.So stieg Jäger also bei Pfau ein, zunächst im Rahmen eines vom Arbeitsamt geförderten Praktikums. „Um mal zu gucken, ob das überhaupt etwas für mich sein könnte. Und ob die Firma zu mir passen würde“, blickt er zurück. Schlussendlich wurden aus dem „Versuch“ zwei Jahre, in denen Markus Jäger „Container im Akkord vollgestopft“ hat, wie er scherzt. Irgendwann waren die vom Borkenkäfer zerstörten Waldstücke natürlich abgeerntet, für Mitarbeiter Markus Jäger war in diesem Bereich weniger zu tun. „Dafür wurde die Nachfrage nach dem Wegebau von Pfau immer größer“, schildert er. So wechselte der aus dem zur Gemeinde Burbach gehörenden Würgendorf Stammende als Baggerfahrer in die Abteilung Tief- und Wegebau.Eines Tages sei Senior-Chef Uli Pfau auf ihn zugekommen, führt Jäger weiter aus, und habe ihm vorgeschlagen, einen Lkw-Führerschein zu machen. „Wenn man als Baggerfahrer keinen Schotter für den Wegebau mehr hat, kann man in den Lastwagen steigen und sich selbst welchen holen“, lacht der Siegerländer. Die Firma bot an, die Fahrerausbildung komplett zu finanzieren, „und auch die Zeit, die ich in der Fahrschule gesessen habe, hat Pfau ganz normal wie Arbeitszeit Stunde für Stunde bezahlt“, lobt Jäger. „So habe ich den Führerschein halt gemacht.“ Nach erfolgreich bestandener Prüfung startete Markus Jäger im Lkw: „Ich bin mal Kipper gefahren, mal ein bisschen Tieflader – nichts Weltbewegendes.“ Als Pfau im Auftrag des Landesbetriebes Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) eine Winterdienst-Tour übernahm, wechselte er aufs Räumfahrzeug. „Mir war egal, ob ich tagsüber arbeite oder eben nachts ab zwei die verschneiten Straßen freilege, wenn andere noch schlafen. Auch über Weihnachten und Silvester. Dabei muss man allerdings höllisch aufpassen – es ist keine Spazierfahrt! Wenn du das mal so acht Stunden gemacht hast, bist du durch.“ Und dann folgten da ein paar Situationen, in denen Markus Jäger aushilfsweise das eine oder andere Mal spontane Fahrten auf dem Holzauto übernahm. „Seinerzeit gab es kurzfristig einen Personalengpass, es stand eine Bahnverladung an. Da habe ich gesagt: ‚Okay, das kann ich ja mal machen.‘“ Aus dem „mal machen“ wurde eine dauerhafte Begeisterung für das Thema Holztransport, inzwischen fährt Markus Jäger bereits seit vier Jahren Pfau-Laster. Sein Kurzholzzug ist mit einem Kran ausgestattet, mit dem er nicht nur seinen 540 PS starken „Volvo“ nebst Anhänger be- und entlädt, sondern ebenfalls die Fahrzeuge seiner Kollegen, die Holz mittels Sattelzügen zu den Kunden schaffen und nicht über eigene Kräne verfügen (dafür aber leichter sind und entsprechend mehr Holz zuladen dürfen).„Man verdient schon gut“, verrät Markus Jäger über sein heutiges Beschäftigungsverhältnis, „wer damit nicht klarkommt, ist selbst schuld“, räumt er mit dem Vorurteil auf, man könne als Lkw-Fahrer kein lohnendes Einkommen erzielen. „Wir bekommen jede Stunde bezahlt und zusätzlich Spesen – das mag bei manchem Fahrerkollegen aus Osteuropa anders sein.“ Unter anderem eine für ihn unattraktive Bezahlung nach der Lehre war es einst, die Markus Jäger verärgerte und bewog, seinen Ausbildungsbetrieb zu verlassen. Dabei hatte schon jene Lehrzeit des Siegerländers mit Holz zu tun: Er hat einstmals Sägewerker gelernt.Anschießend war der Würgendorfer zweieinhalb Jahre als Waldarbeiter tätig, „jeden Tag mit der Motorsäge – ich hatte damals Arme wie ein Preisboxer!“, schmunzelt der jetzige Pfau-Mitarbeiter. „Im Winter war allerdings schlechtes Wetter, da konntest du nichts machen. Wir haben im Akkord gearbeitet – das bedeutet: arbeitest du, hast du Geld, arbeitest du nicht, hast du kein Geld.“ Abermals wollte Markus Jäger sich beruflich anders, ja besser aufstellen und begann stattdessen „auf dem Lager eines anderen Unternehmens. Staplerfahren und so etwas. Da bin ich 20 Jahre lang ‚hängengeblieben‘.“ Und das obwohl der Verdienst auch bei diesem Job – für eine ganze Familie – eher knapp ausfiel. „Als ich dann beim Pfau angefangen habe und der erste Monatslohn kam, da sah ich, dass man auch richtig Geld verdienen kann!“ HIER WEITERLESEN: